Maximus Air Cargo

Die Frachtairline aus Abu Dhabi fliegt übergroße Ladung mit einer An-124 Ruslan und Il-76TD – für Hilfsorganisationen, Industrie und das Militär. Für Spotter ein seltener Gast.

Auch bekannt als: Maximus Air · Maximus Air Cargo · MXU · CARGO MAX

Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische EmirateFracht-AirlinesICAO: MXU10 Min. Lesezeit

MXU

ICAO-Code

AUH

Basis in Abu Dhabi

2005

Flugbetrieb seit

120 t

Nutzlast der An-124

Das Wichtigste in Kürze

  • Maximus Air Cargo ist eine Charter-Frachtairline aus Abu Dhabi, entstanden aus der Frachtabteilung des Abu Dhabi Royal Flight.
  • Codes: ICAO MXU, Rufzeichen „CARGO MAX“. Basis ist der Flughafen Abu Dhabi (AUH).
  • Die Kernflotte ist klein: eine An-124-100 Ruslan und laut Airline zwei Il-76TD.
  • Neben Industrie-Charter fliegt Maximus Militär- und Hilfstransporte, etwa für das Verteidigungsministerium der VAE, die UN und den Roten Halbmond.
  • Historisch: Von 2009 bis 2012 flog Maximus mit A300-600F im Auftrag von Etihad, 2013 wurde die A300-Flotte stillgelegt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Maximus Air Cargo im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Flotte: eine Ruslan und zwei Iljuschins
  4. 4.Geschichte: vom Royal Flight zum Spezialfrachter
  5. 5.Militär- und Sondertransporte
  6. 6.Maximus und die anderen Ruslan-Betreiber
  7. 7.Woran du Maximus-Flugzeuge erkennst
  8. 8.Maximus spotten: Abu Dhabi und unterwegs
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

ICAO-CodeMXU
RufzeichenCARGO MAX
DrehkreuzeAUH
GeschäftsmodellCharter-Frachtairline für übergroße, schwere und besondere Ladung (Outsize, Gefahrgut, Tiere, Hilfsgüter)
Sitz und BasisAbu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate; Basis am Flughafen Abu Dhabi (AUH)
UrsprungHervorgegangen aus der Frachtabteilung des Abu Dhabi Royal Flight, Flugbetrieb seit 2005
Kernflotte (Stand 2026)Laut Airline eine Antonov An-124-100 und zwei Iljuschin Il-76TD; andere Übersichten nennen nur eine Il-76
Bekannte RuslanAn-124-100 mit ukrainischem Kennzeichen UR-ZYD
Historische FlotteAirbus A300-600F, Lockheed Hercules
Militärische Transporte2017 Auftrag des Verteidigungsministeriums der VAE im Wert von rund 1,79 Milliarden Dirham
Humanitäre EinsätzeLuftbrücken-Partner des Roten Halbmonds der VAE, Missionen für die Vereinten Nationen
Allianzkeine (Charter-Frachtairline)
RufzeichenCARGO MAX

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Maximus Air Cargo?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Herzstück ist eine einzelne Antonov An-124-100 Ruslan – vierstrahliger Hochdecker mit hängenden Flügeln und hochklappbarer Nase
  • Die Ruslan fliegt mit ukrainischem Kennzeichen UR-ZYD, obwohl die Airline in den Emiraten sitzt
  • Dazu kommen Iljuschin Il-76TD mit T-Leitwerk und verglaster Bugnase
  • Auf dem Tracker mit ICAO-Code MXU und den Typcodes A124 und IL76, im Funk mit „CARGO MAX“
  • Kein Flugplan: Alle Flüge sind Charter und tauchen meist kurzfristig auf

Eine Antonov An-124 gehört zu den seltensten Großfrachtern der Welt – und eine der wenigen, die heute noch aktiv fliegt, gehört einer Airline aus Abu Dhabi. Maximus Air Cargo hat sich auf genau die Aufträge spezialisiert, an denen normale Frachtairlines scheitern: übergroße Industriegüter, Hubschrauber, Gefahrgut, Tiere, Hilfsgüter und militärisches Material. Hier erfährst du, woher die Airline kommt, welche Flugzeuge sie einsetzt, was sie mit Etihad verbindet und wie du ihre Ruslan oder eine ihrer Il-76 vor die Linse bekommst.

Die seltene Ruslan im Blick

Mit Planetrack setzt du das Kennzeichen UR-ZYD oder den Typ An-124 auf deine Wunschliste und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Maximus Air Cargo im Überblick

Maximus Air Cargo ist eine Charter-Frachtairline mit Sitz in Abu Dhabi und Basis am Flughafen Abu Dhabi. Ihre Wurzeln liegen in der Frachtabteilung des Abu Dhabi Royal Flight, also im Flugdienst der Herrscherfamilie. Wie Abu Dhabi heute seine Staatsflüge organisiert, liest du bei der Presidential Flight Abu Dhabi. Als eigenständige Frachtairline fliegt Maximus seit 2005. Die Airline selbst bezeichnet sich als größte reine Frachtairline der Emirate.

Das Geschäftsmodell hat wenig mit dem gemein, was du von Etihad Airways oder großen Frachtnetzen kennst. Maximus fliegt keine festen Strecken. Ein Kunde – ein Industriebetrieb, ein Logistiker, eine Hilfsorganisation oder eine Armee – bucht das Flugzeug, und es startet dorthin, wo die Ladung gebraucht wird. Schwerpunkte sind laut Airline:

  • übergroße Fracht (Outsize), etwa Maschinen, Turbinen oder Hubschrauber
  • Gefahrgut
  • lebende Tiere, darunter Pferde
  • VIP-Fracht und eilige Sonderaufträge
  • humanitäre Hilfsflüge

Wie sich solche Aufträge von planmäßigen Flügen unterscheiden, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.

MXUICAO-Code auf dem Tracker
UR-ZYDKennzeichen der Maximus-Ruslan
A124Typcode der An-124

Codes und Rufzeichen

  • ICAO-Code MXU: Er steht im Flugplan und auf Flugtrackern. Einzelne Nachschlagewerke nennen abweichende Codes – verlass dich im Zweifel auf den Tracker.
  • Rufzeichen CARGO MAX: So meldet sich die Besatzung im Funk.
  • IATA-Code: Spielt für die Charter-Airline praktisch keine Rolle, weil es weder Ticketverkauf noch Anzeigetafel-Flüge gibt.

Auf der Abflugtafel in Abu Dhabi suchst du Maximus also vergeblich. Wer eine Maschine erwischen will, arbeitet mit Trackern und Kennzeichen. Wie du ein einzelnes Flugzeug gezielt verfolgst, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

Drei Suchbegriffe statt einem

Beobachte den Code MXU, das Kennzeichen UR-ZYD und den Typcode A124 parallel. Manche Charterflüge laufen unter abweichenden Flugnummern – über Kennzeichen und Typ findest du die Ruslan trotzdem.

Die Flotte: eine Ruslan und zwei Iljuschins

Die eigene Flotte von Maximus ist klein, aber spektakulär. Laut Website der Airline besteht sie aus einer Antonov An-124-100 und zwei Iljuschin Il-76TD. Ältere Branchenberichte nannten dagegen nur eine Il-76. Sicher gehen kannst du also von einer Ruslan und mindestens einer Il-76.

Typ Status Nutzlast laut Maximus Spotter-Hinweis
An-124-100 Ruslan aktiv, eine Maschine (UR-ZYD) bis 120 t Vier D-18T-Triebwerke, hochklappbare Nase
Il-76TD aktiv, eine bis zwei Maschinen bis 46 t T-Leitwerk, verglaste Navigatorkanzel
A300-600F/RF historisch, 2013 stillgelegt – Einst im Wet-Lease für Etihad
Lockheed Hercules historisch – Viermotoriger Turboprop, 2014 noch erwähnt

Für größere Standardladung vermittelt Maximus außerdem gecharterte Flugzeuge wie A300-600, A330 oder Boeing 747. Die gehören aber nicht zur eigenen Flotte und tragen auch nicht den Maximus-Code.

Die An-124-100: Herzstück der Airline

Die Ruslan ist der Grund, warum Spotter Maximus überhaupt auf dem Zettel haben. Laut Airline bietet ihr Laderaum rund 850 Kubikmeter Volumen bei 36,5 Metern Länge, 6,4 Metern Breite und 4,4 Metern Höhe. Die maximale Nutzlast liegt bei 120 Tonnen, das maximale Startgewicht bei 392 Tonnen. Bug- und Hecktor sind jeweils 6,4 mal 4,4 Meter groß.

Das wichtigste Detail für Kunden steckt im Dach: Kräne und Winden laufen an einer Schiene unter der Decke und heben Lasten ohne Gerät vom Flughafen in den Rumpf. Damit kann die Ruslan auch an Plätzen landen, an denen keine Hauptdeck-Lader stehen. Bis zu zwölf Begleitpersonen fliegen im Oberdeck mit.

Die Maximus-Maschine mit dem Kennzeichen UR-ZYD ist in der Ukraine registriert. Das ist kein Widerspruch: Bei Großfrachtern sowjetischer Bauart ist eine Registrierung im Herstellerland nicht ungewöhnlich, etwa wegen Zulassung und technischer Betreuung durch den Hersteller Antonov. Was hinter Präfixen wie UR-, RA- oder A6- steckt, erklärt der Beitrag zu den Länderkennungen von Flugzeugen.

Die Il-76TD: der vielseitige Mittelschwere

Die Il-76TD ist die zivile Frachtversion des sowjetischen Militärtransporters. Laut Maximus trägt sie bis zu 46 Tonnen in einem Laderaum von rund 185 Kubikmetern. Auch sie hat einen Deckenkran an Bord und kann laut Airline auch kleinere, schlecht ausgestattete Plätze anfliegen. Für Hilfseinsätze in Krisengebieten ist das oft wichtiger als die maximale Nutzlast.

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Geschichte: vom Royal Flight zum Spezialfrachter

Maximus begann als Frachtabteilung des Abu Dhabi Royal Flight und wurde Mitte der 2000er-Jahre zu einer eigenständigen Airline. Die Firma selbst nennt 540 Flugstunden im Jahr 2005 – ein bescheidener Anfang. Bis 2011 wuchs das Konto auf 11.000, bis 2014 auf 15.000 Flugstunden. Bei den Middle East Supply Chain & Transport Awards wurde Maximus mehrfach als Frachtairline des Jahres ausgezeichnet, laut Airline unter anderem 2008, 2010, 2011 und 2012.

Die A300-Jahre mit Etihad

Ende der 2000er-Jahre versuchte Maximus, neben dem Spezialgeschäft auch im klassischen Frachtverkehr Fuß zu fassen. Ab Juni 2009 flog die Airline zwei Airbus A300-600RF im Wet-Lease für Etihad: Maximus stellte Flugzeug und Crew, Etihad vermarktete die Kapazität. Wie dieses Modell funktioniert, erklärt der Beitrag Wet-Lease erklärt. Der Vertrag wurde später bis August 2012 verlängert.

2011 erwartete Maximus weitere zu Frachtern umgebaute A300-600 und liebäugelte zugleich öffentlich mit Boeing 747-400F. Daraus wurde nichts: 2013 legte Maximus die gesamte A300-Frachterflotte still, kündigte Verträge und richtete sich neu aus. Seitdem setzt die Airline wieder voll auf das, was sie am besten kann – Spezialfracht mit Antonov und Iljuschin.

2005

Aufnahme des Flugbetriebs als Frachtairline aus dem Umfeld des Abu Dhabi Royal Flight.

2009

Wet-Lease von zwei A300-600RF für Etihad, verlängert bis August 2012.

2013

Stilllegung der A300-Flotte, Konzentration auf An-124 und Il-76.

2017

Auftrag des Verteidigungsministeriums der VAE bei der Messe IDEX in Abu Dhabi.

2025

Kooperation mit dem Zivilschutz Abu Dhabi und Absichtserklärung mit dem WindRunner-Entwickler Radia.

Militär- und Sondertransporte

Ein großer Teil des Geschäfts von Maximus hat mit Staat und Militär zu tun. Im Februar 2017 erhielt die Airline bei der Rüstungsmesse IDEX einen Auftrag des Verteidigungsministeriums der VAE über rund 1,79 Milliarden Dirham, umgerechnet knapp 490 Millionen US-Dollar. Es ging um die Beschaffung von Frachtflugzeugen, die nach der Auslieferung auch kommerziell fliegen. Welche und wie viele Maschinen damit gemeint waren, wurde nicht öffentlich beziffert.

Typische Sonderaufträge sehen so aus:

  • Hubschrauber-Verlegungen für die Vereinten Nationen – 2023 organisierte ein Charter-Vermittler zwei Maximus-Flüge, um UN-Hubschrauber zu rotieren.
  • Medizintechnik in entlegene Regionen – ebenfalls 2023 brachte Maximus zusammen mit dem Charter-Broker Chapman Freeborn einen MRT-Scanner auf das Addu-Atoll der Malediven.
  • Industrie-Charter nach Asien – am 2. September 2026 landete die Maximus-Ruslan mit rund 46 Tonnen Fracht aus Abu Dhabi als erste An-124 überhaupt am neuen Flughafen Navi Mumbai.

Warum Militärfrachter und zivile Ruslans für Laien oft gleich aussehen, erklärt der Beitrag Militärtransporter erkennen.

Hilfsflüge als Markenkern

Humanitäre Einsätze gehören laut Airline seit der Gründung zum Selbstverständnis. Maximus ist Luftbrücken-Partner des Roten Halbmonds der VAE, flog Missionen für die Vereinten Nationen. Im November 2025 unterzeichnete die Airline zudem eine Kooperation mit dem Zivilschutz von Abu Dhabi für Rettungseinsätze aus der Luft.

Blick nach vorn: WindRunner

Im November 2025 unterschrieb Maximus eine Absichtserklärung mit dem US-Unternehmen Radia. Radia entwickelt den WindRunner, ein extrem großes Frachtflugzeug für Windkraft-Rotorblätter. Das Flugzeug ist noch nicht im kommerziellen Einsatz. Für Spotter ist die Absichtserklärung vor allem ein Zeichen, dass Maximus auf Dauer im Schwerlastgeschäft bleiben will.

Maximus und die anderen Ruslan-Betreiber

Seit 2022 hat sich der Markt für An-124-Charter drastisch verändert. Die russische Volga-Dnepr Airlines, einst größter Ruslan-Betreiber, darf Europa und Nordamerika nicht mehr anfliegen. Mehrere ihrer Maschinen stehen seither im Westen am Boden. Im westlichen Markt fliegen damit vor allem die Ruslans von Antonov Airlines. Zu den wenigen weiteren zivilen Betreibern gehört Maximus mit seiner einzelnen Maschine.

Das spricht für Maximus

  • Kennzeichen UR-ZYD
  • ICAO-Code MXU im Tracker
  • Flug startet oder endet in Abu Dhabi
  • Rufzeichen CARGO MAX im Funk

Das spricht für eine andere Ruslan

  • Großer ANTONOV-Schriftzug und Code ADB
  • RA-Kennzeichen (Russland, meist abgestellt)
  • Basis Leipzig/Halle
  • Militärische Kennung statt Zivilkennzeichen

Nicht verwechseln solltest du die Maximus-Ruslan mit der noch größeren An-225 Mrija: Das sechsstrahlige Einzelstück gehörte Antonov und wurde 2022 zerstört.

Woran du Maximus-Flugzeuge erkennst

Das eindeutigste Merkmal ist das Flugzeug selbst. Die An-124 ist ein Hochdecker mit leicht hängenden Flügeln, vier großen Triebwerken, einem einzelnen Seitenleitwerk und tief angesetztem Höhenleitwerk. Unter dem Rumpf rollen 24 Räder. Die Il-76 wirkt daneben fast schlank: Sie ist kleiner, hat ein T-Leitwerk und unter dem Cockpit eine verglaste Kanzel für den Navigator.

Da Bemalungen bei Charter-Ruslans wechseln können, ist das Kennzeichen dein wichtigster Anker. Bei Maximus heißt es UR-ZYD. Die Typen von Großfrachtern im Vergleich stellt der Guide Frachtflugzeuge erkennen gegenüber.

Achtung Verwechslung

Aus der Ferne sehen An-124 und Il-76 ähnlich aus. Achte auf das Leitwerk: Die Il-76 trägt das Höhenleitwerk oben auf der Flosse, bei der An-124 sitzt es tief am Rumpf. Außerdem ist die Ruslan deutlich größer.

Maximus spotten: Abu Dhabi und unterwegs

Die besten Chancen hast du an der Heimatbasis in Abu Dhabi. Zwischen Aufträgen stehen die Maschinen dort am Boden, und An- und Abflüge sind häufiger als irgendwo sonst. Wenn du ohnehin in der Region unterwegs bist, lohnt sich auch ein Blick nach Dubai: Infos zu den Plätzen findest du im Guide Planespotting in Dubai und auf der Seite zum Frachtflughafen Dubai World Central.

Fotografieren in den Emiraten

In den VAE gelten strenge Regeln für das Fotografieren rund um Flughäfen und militärische Einrichtungen. Informiere dich vorher über die Lage vor Ort, bleib auf öffentlichen Flächen und folge Hinweisen von Personal und Polizei. Details erklärt der Beitrag Fotografieren an Flughäfen in den VAE.

Außerhalb der Emirate ist jede Maximus-Landung ein Sonderereignis. Die Ruslan fliegt dorthin, wo die Ladung ist – nach Asien, Afrika oder gelegentlich auch nach Europa. Solche Besuche sind kurzfristig und sprechen sich schnell herum. Tipps, wie du seltene Gäste rechtzeitig mitbekommst, gibt der Guide Seltene Flugzeuge spotten. Wie besonders deine Sichtung ist, ordnet der Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein.

Gute Chancen, wenn …

  • ein Flug mit MXU oder UR-ZYD im Tracker zu deinem Flughafen unterwegs ist
  • die Maschine bereits am Boden steht und beladen wird
  • Spotter-Netzwerke einen Abflug ankündigen

Prüf es vorher, wenn …

  • du nur auf Verdacht losfährst
  • die Ankündigung schon älter ist – Charterzeiten verschieben sich oft

Eher kein Maximus-Tag, wenn …

  • die Ruslan gerade auf einem anderen Kontinent unterwegs ist

Häufige Verwechslungen

  • Jede UR-Ruslan für Antonov halten – UR-ZYD fliegt für Maximus aus Abu Dhabi.
  • Maximus für einen Teil von Etihad halten – die A300F flogen nur im Auftrag von Etihad, die Airlines sind eigenständig.
  • Gecharterte A330 oder 747 als Maximus-Flotte zählen – sie gehören anderen Betreibern.
  • Die Il-76 für eine kleine Ruslan halten – T-Leitwerk und Größe verraten den Unterschied.

Keine Ruslan mehr verpassen

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Fazit

Maximus Air Cargo ist klein, aber in einer exklusiven Nische unterwegs. Mit einer An-124 Ruslan und ein bis zwei Il-76TD fliegt die Airline aus Abu Dhabi Fracht, die sonst kaum jemand bewegen kann – für Industrie, Hilfsorganisationen und das Militär. Die Ausflüge in den Linienfrachtverkehr mit A300F für Etihad sind Geschichte. Für Spotter bleibt vor allem die Ruslan UR-ZYD: eine der wenigen zivil eingesetzten An-124 außerhalb Russlands und ein echtes Highlight für jede Sammlung.

Kurzfazit

Maximus Air Cargo (ICAO MXU, Rufzeichen „CARGO MAX“) ist eine Charter-Frachtairline aus Abu Dhabi mit einer An-124-100 (UR-ZYD) und Il-76TD. Ohne Flugplan führt der Weg zur Sichtung nur über Tracker, Kennzeichen und etwas Glück.

Zusammenfassung

  • Maximus Air Cargo gehört zu den wenigen zivilen Betreibern einer An-124 außerhalb Russlands.
  • Die Airline lebt von Spezialaufträgen: übergroße Industriegüter, Gefahrgut, Tiere, Hilfsgüter und militärisches Material.
  • Weil es keinen Flugplan gibt, findest du Maximus nur über den Tracker – ICAO-Code MXU, Typcode A124 oder das Kennzeichen UR-ZYD.
  • Eine Maximus-Ruslan in Europa ist ein echter Glücksfall für deine Sammlung.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Code hat Maximus Air Cargo?

Der ICAO-Code lautet MXU, das Rufzeichen im Funk „CARGO MAX“. Einzelne Nachschlagewerke führen abweichende Codes, im Flugplan und auf Trackern taucht die Airline aber unter MXU auf. Zusätzlich lohnt sich die Suche nach dem Typcode A124 oder dem Kennzeichen UR-ZYD.

Welche Flugzeuge fliegt Maximus Air?

Laut eigener Website besteht die Kernflotte aus einer Antonov An-124-100 und zwei Iljuschin Il-76TD. Andere Übersichten nennen nur eine Il-76. Für Kundenaufträge vermittelt Maximus zusätzlich Charterflugzeuge wie A300-600, A330 oder Boeing 747, die aber nicht zur eigenen Flotte gehören.

Warum hat die Maximus-An-124 ein ukrainisches Kennzeichen?

Die Ruslan mit dem Kennzeichen UR-ZYD ist in der Ukraine registriert, obwohl sie für eine Airline aus Abu Dhabi fliegt. Bei Großfrachtern sowjetischer Bauart ist eine Registrierung im Herstellerland nicht ungewöhnlich, etwa wegen Zulassung und technischer Betreuung. Für dich heißt das: Das Kennzeichen allein verrät noch nicht den Betreiber – erst der Blick auf Rumpf und Tracker.

Fliegt Maximus Air für das Militär?

Ja. 2017 erhielt Maximus bei der Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi einen Auftrag des Verteidigungsministeriums der VAE im Wert von rund 1,79 Milliarden Dirham. Er betraf die Beschaffung von Frachtflugzeugen, die anschließend auch kommerziell eingesetzt werden. Dazu kommen Transporte für die Vereinten Nationen, etwa Hubschrauber-Verlegungen.

Was hatte Maximus mit Etihad zu tun?

Ab Juni 2009 flog Maximus im Wet-Lease zwei Airbus A300-600RF für Etihad. Der Vertrag wurde bis August 2012 verlängert. 2013 legte Maximus die A300-Frachter still und konzentrierte sich auf das Spezialgeschäft mit Antonov und Iljuschin.

Wo kann ich Maximus Air spotten?

Am ehesten in Abu Dhabi, wo die Airline ihre Basis hat. Weil Maximus nur Charter fliegt, tauchen die Flugzeuge aber weltweit dort auf, wo Ladung wartet – in Asien, Afrika oder Europa. Ein Besuch der Ruslan bei dir in der Nähe kündigt sich fast nur über Tracker und Spotter-Netzwerke an.

Fliegt Maximus Air auch Passagiere?

Nein. Maximus ist eine reine Frachtairline. An Bord der An-124 und Il-76 dürfen aber begleitende Personen mitfliegen, etwa Techniker oder Tierpfleger, die eine Ladung betreuen. Laut Airline sind das bei der An-124 bis zu zwölf, bei der Il-76 bis zu fünf Begleiter.

Maximus Air Cargo im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Antonov An-124 Ruslan

Hochdecker mit hängenden Flügeln, eine Nase, die sich wie ein Visier hochklappen lässt, und 24 Räder unter dem Bauch: Die An-124 Ruslan ist der Schwerlastfrachter schlechthin. So erkennst du sie, und hier siehst du sie in Deutschland.

Flugzeugtyp

Iljuschin Il-76

Verglaste Navigatorkanzel, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und vier Strahltriebwerke: Die Il-76 ist der klassische sowjetische Transporter. So erkennst du sie sicher – und so stehen deine Chancen, ihr heute noch zu begegnen.

Flugzeugtyp

Airbus A300-600F/-600RF

Fensterloser Rumpf, großes Tor vorn links, kleine Fences an den Flügelspitzen: Die A300-600F ist das Arbeitspferd der Paketnacht. So erkennst du Neubau und Umbau und findest sie in Europa.

Flugzeugtyp

Lockheed L-100 Hercules

Gleicher Flügel, gleiche Rampe, aber ziviles Kennzeichen: Die L-100 ist die Frachtversion der Hercules. Hier erfährst du, wie du sie von der C-130 trennst, welche Rumpflängen es gibt und wo sie heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

Boeing 747-400F und 747-400ERF

Der werksneue Frachtjumbo mit hochklappbarer Nase: Woran du 747-400F und 400ERF erkennst, wie du sie von Umbaufrachtern und der 747-8F trennst und wer sie Stand Oktober 2026 noch fliegt.

Flugzeugtyp

Antonov An-225 Mrija

Sechs Triebwerke, ein Doppelleitwerk, 32 Räder und 88 Meter Spannweite: Die An-225 Mrija war das schwerste Flugzeug, das je im kommerziellen Charterbetrieb flog. 2022 wurde das einzige Exemplar in Hostomel zerstört. Hier findest du Geschichte, Kennzahlen und die Frage, was Spotter heute noch davon haben.

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