Das Wichtigste in Kürze
- Pacific Southwest Airlines (PSA) war eine historische Airline aus San Diego, die von 1949 bis 1988 flog und als erste große Linien-Discount-Airline gilt.
- Lange war PSA rein innerkalifornisch unterwegs: Preise und später auch Strecken regelte die kalifornische Behörde CPUC, nicht die Bundesbehörde CAB – deshalb konnte PSA billiger fliegen als die großen Airlines.
- Das Lächeln am Bug machte die Flugzeuge zu „Grinningbirds“; dazu kamen Slogans wie „Catch Our Smile“ und bunte Uniformen.
- PSA war Vorbild für Southwest Airlines: Die Southwest-Gründer bekamen Einblick in den Betrieb und Kopien der Handbücher.
- USAir übernahm PSA 1987, im April 1988 verschwand die Marke. Die heutige PSA Airlines ist eine andere Firma, die den Namen nur trägt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Pacific Southwest Airlines im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen – und die Namensfalle
- 3.Vom DC-3-Wochenflug zur Pendel-Airline
- 4.Das Lächeln am Bug: Marke und Stil
- 5.Die Flotte im Wandel
- 6.Vorbild für Southwest
- 7.Zwei Unglücke, die Regeln veränderten
- 8.Das Ende: Übernahme durch USAir
- 9.Woran du PSA auf Fotos erkennst
- 10.PSA heute: Archiv, Retro-Jets und Spots
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | PS |
|---|---|
| ICAO-Code | PSA |
| Rufzeichen | PSA |
| Drehkreuze | SAN, LAX, SFO |
| Status | Historisch – 1987 von USAir übernommen, am 9. April 1988 vollständig in USAir aufgegangen |
| Geschäftsmodell | Discount-Airline mit hoher Frequenz auf kurzen Strecken, lange Zeit rein innerkalifornisch |
| Gegründet | 6. Mai 1949 in San Diego von Kenny Friedkin und J. Floyd Andrews |
| Erster Flug | Mit einer gemieteten Douglas DC-3 einmal pro Woche San Diego–Burbank–Oakland |
| Sitz | San Diego, Hauptquartier an der Harbor Drive |
| Drehkreuze | San Diego (SAN), Los Angeles (LAX) und San Francisco (SFO) |
| Slogans | „The World’s Friendliest Airline“ und „Catch Our Smile“ |
| Letzte Flotte (1988) | 58 Flugzeuge: 23 BAe 146, 4 DC-9-32, 21 MD-81 und 10 MD-82 |
| Markenzeichen | Aufgemaltes Lächeln am Bug – daher der Spitzname „Grinningbirds“ |
| Nicht verwechseln mit | PSA Airlines (IATA OH, ICAO JIA), heutige CRJ-Regionaltochter von American Airlines |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Pacific Southwest Airlines?
- Aufgemaltes Lächeln am Bug unterhalb der Cockpitfenster – das wichtigste Erkennungszeichen
- Großer Schriftzug „PSA“ am Rumpf, in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren auch pinkfarbene Bemalung
- US-Kennzeichen, häufig mit der Endung …PS wie N533PS oder N350PS
- Typische Flotte nach Epoche: Electra und 727 (1960er/70er), BAe 146 und MD-80 (1980er)
- Fotos fast immer aus Kalifornien: San Diego Lindbergh Field, LAX, SFO, Burbank, Oakland oder Sacramento
- Ab den 2010er-Jahren: Retro-Lackierungen mit PSA-Smile an Airbus-Jets von US Airways und American
Ein Jet mit einem breiten Grinsen unter den Cockpitfenstern: Wer alte Fotos aus Kalifornien durchsieht, stößt früher oder später auf Pacific Southwest Airlines, kurz PSA. Die Airline aus San Diego flog fast vier Jahrzehnte lang billig und oft zwischen Los Angeles, San Francisco und San Diego, war Vorbild für Southwest und verschwand 1988 in USAir. Hier erfährst du, wie PSA funktionierte, welche Flugzeuge sie flog, woran du ihre „Grinningbirds“ erkennst – und warum die heutige PSA Airlines eine ganz andere Firma ist.
Grinningbirds aus dem Archiv
Mit Planetrack postest du Fotos mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – so landen auch alte Dias einer PSA-727 oder BAe 146 sauber sortiert in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Pacific Southwest Airlines im Überblick
Pacific Southwest Airlines war eine historische US-Airline aus San Diego, die vom 6. Mai 1949 bis April 1988 flog. Gegründet wurde sie von Kenny Friedkin und J. Floyd Andrews als Ableger einer Flugschule, Friedkin Aeronautics. Nach Friedkins Tod 1962 übernahm Andrews die Führung, 1963 ging PSA an die Börse.
Ihr Revier war Kalifornien. Drehkreuze im engeren Sinn hatte PSA nicht, aber drei Schwerpunkte: San Diego als Heimat, Los Angeles und San Francisco. Dazwischen pendelten die Flugzeuge in dichtem Takt, ergänzt um Burbank, Oakland, Sacramento und weitere Städte im Bundesstaat. Erst nach der Deregulierung 1978 wuchs PSA über Kalifornien hinaus – unter anderem nach Nevada, Arizona, Oregon, Washington und Mexiko.
PSA gilt als erste große Linien-Discount-Airline. Die Passagierzahlen zeigen das Tempo: rund 355.000 Fluggäste 1959, gut 1,3 Millionen 1963 und über 5,1 Millionen 1970. Laut dem US-Justizministerium hielt PSA 1972 etwa 70 Prozent des innerkalifornischen Marktes.
Codes, Rufzeichen – und die Namensfalle
- IATA-Code PS: stand in den Flugnummern, auf Tickets und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code PSA: kennzeichnete die Airline im Flugplan der Flugsicherung.
- Rufzeichen PSA: so meldeten sich die Crews im Funk.
- Kennzeichen N: alle Flugzeuge waren in den USA registriert, viele mit der Endung „PS“.
Der IATA-Code PS ist längst neu vergeben und gehört heute einer anderen Airline. Bei alten Flugplänen, Bordkarten oder Fotos entscheidet deshalb immer das Datum. Mehr zu den Geschichten hinter Rufzeichen liest du im Artikel über Airline-Rufzeichen.
PSA ist nicht gleich PSA Airlines
Die heutige PSA Airlines fliegt als American Eagle mit Bombardier-CRJ-Jets, vor allem ab Drehkreuzen wie Charlotte, Philadelphia und Washington. Sie begann 1979 als Vee Neal Airlines in Pennsylvania, hieß danach Jetstream International Airlines und bekam den Namen PSA erst im November 1995 von USAir – nach gängiger Darstellung, um die übernommene Marke zu sichern. Codes: IATA OH, ICAO JIA, Rufzeichen „BLUE STREAK“. Mit der kalifornischen Smile-Airline hat sie außer den drei Buchstaben nichts gemein.
Vom DC-3-Wochenflug zur Pendel-Airline
Der Start war bescheiden: PSA mietete für 1.000 Dollar im Monat eine Douglas DC-3 und flog einmal pro Woche von San Diego über Burbank nach Oakland. Die Strecke Burbank–Oakland kostete anfangs 9,99 Dollar. Im Juli 1951 kam San Francisco dazu, ab 1955 übernahmen Maschinen vom Typ Douglas DC-4 einen Teil der Flüge.
Warum PSA billiger fliegen konnte
Der Schlüssel lag in der Regulierung. Für Flüge zwischen Bundesstaaten bestimmte in den USA bis zur Deregulierung die Bundesbehörde CAB Strecken und Preise. PSA flog aber jahrzehntelang nur innerhalb Kaliforniens – und damit war nicht die CAB zuständig, sondern die kalifornische Regulierungsbehörde CPUC. Die setzte die Preise fest und bekam im September 1965 zusätzliche Befugnisse über die innerkalifornischen Airlines. Unterm Strich konnte PSA auf denselben Strecken spürbar billiger anbieten als die großen Airlines: 1958 kostete ein Economy-Ticket zwischen Los Angeles und San Francisco bei der etablierten Konkurrenz 13,50 Dollar plus Steuer – das war die Messlatte, an der sich PSA mit niedrigeren Tarifen maß.
Dazu kam ein Betriebskonzept, das heute selbstverständlich wirkt: viele Flüge am Tag, kurze Bodenzeiten, wenige Flugzeugtypen. Wie solche Modelle wirtschaftlich funktionieren, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.
Die Electra und der Weg zum Jet
1959 kam die Turboprop Lockheed L-188 Electra mit 92 Sitzen in die Flotte, 1963 flog PSA bereits sechs davon. Die ersten Electras flogen bis 1968; Mitte der 1970er holte PSA für Flüge nach Lake Tahoe noch einmal vier Exemplare zurück, die 1979 wieder verkauft wurden. Den Sprung ins Jetzeitalter machte PSA 1965 mit der Boeing 727-100, ab 1968 folgten die 727-200 und die Boeing 737-200.
Das Lächeln am Bug: Marke und Stil
Kaum eine Airline hatte eine so klare Bildsprache. PSA malte ihren Flugzeugen ein Lächeln auf den Bug, unterhalb der Cockpitfenster. Daraus wurde der Spitzname „PSA Grinningbirds“. Die Airline nannte sich „The World’s Friendliest Airline“ und warb mit „Catch Our Smile“.
Auch sonst setzte PSA auf Auffallen: In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren flogen die Maschinen in pinkfarbener Bemalung, die Flugbegleiterinnen trugen in den 1960ern knallbunte Miniröcke und Anfang der 1970er Hotpants. Militärangehörige in San Diego tauften die Airline wegen der günstigen Preise scherzhaft „Poor Sailor’s Airline“. Einen Platz unter den legendären Airline-Lackierungen hat sich das Smile-Design damit locker verdient.
Das Lächeln lebt weiter
Als Erinnerung an die Vorgänger lackierte zuerst US Airways einen Airbus A319 im PSA-Look, später American Airlines einen Airbus A321. Solche Retro-Jets sind beliebte Ziele für Spotter – mehr dazu im Überblick zu Retro-Lackierungen.
Die Flotte im Wandel
PSA probierte über die Jahre einige Typen aus, setzte aber immer auf wenige gleichzeitig. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Epochen zusammen:
| Zeitraum | Typ | Anzahl (insgesamt) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1949–1955 | Douglas DC-3 | 9, nie mehr als 4 gleichzeitig | Spornrad, zwei Sternmotoren |
| ab 1955 | Douglas DC-4 | 4 | Vier Kolbenmotoren, Bugrad |
| 1959–1968, 1975–1979 | Lockheed L-188 Electra | mehrere, 92 Sitze | Vier Propellerturbinen am Flügel |
| 1965–1983 | Boeing 727-100 | 16 | Erster reiner Jet von PSA |
| 1968–1985 | Boeing 727-200 | 33 | Gestreckter Rumpf, drei Hecktriebwerke |
| 1968–1976 | Boeing 737-200 | 14 | Triebwerke unter dem Flügel, kurzer Rumpf |
| 1967–1970 | DC-9-31 | 2 | Zwei Hecktriebwerke, T-Leitwerk |
| 1974–1975 | Lockheed L-1011 TriStar | 2 | Großraumjet, nur rund acht Monate im Einsatz |
| 1980er | DC-9-32 (gebraucht) | 4 | Zwei Hecktriebwerke, kürzer als die MD-80 |
| 1980er | BAe 146-100/-200 | 1 + 22 | Hochdecker mit vier Triebwerken |
| 1980er | McDonnell Douglas MD-81/MD-82 | 21 + 10 (Stand 1988) | Langer, schlanker Rumpf, Zweimann-Cockpit |
Das TriStar-Abenteuer
Ein Kapitel für sich ist die Lockheed L-1011 TriStar. PSA bestellte 1970 fünf Exemplare, stornierte 1971 und bestellte 1972 erneut. 1974 kamen die ersten beiden Maschinen. Nach nur rund acht Monaten im Liniendienst legte PSA sie still – ein Großraumjet passte schlecht zum Modell schneller, häufiger Pendelflüge. An den Leasingvertrag für die beiden Jets blieb PSA trotzdem gebunden, es folgte ein Rechtsstreit mit Lockheed. Die übrigen drei TriStars nahm PSA nicht ab, Lockheed verkaufte sie an die deutsche LTU. Eine kleine, wenig bekannte Verbindung zwischen Kalifornien und Düsseldorf.
BAe 146 und MD-80: die letzte Generation
In den 1980ern stellte PSA die Flotte neu auf. Für leisere und kleinere Flughäfen kam die BAe 146-200 mit rund 85 Sitzen, ergänzt durch eine einzelne 146-100. Auf den Hauptstrecken ersetzten MD-81 mit 150 Sitzen und MD-82 die dreistrahligen 727 – ein Vorteil war das Cockpit für zwei statt drei Personen. Hersteller der Jets waren Boeing, McDonnell Douglas und British Aerospace, heute Teil von BAE Systems.
Seltene Klassiker im Visier
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Vorbild für Southwest
Ohne PSA sähe die Geschichte der Southwest Airlines anders aus. Southwest wurde 1967 gegründet und startete im Juni 1971 – als texanische Airline, die das kalifornische Prinzip übertrug: innerhalb eines Bundesstaates fliegen, billig, häufig, mit schnellen Umläufen. Die Southwest-Gründer besuchten PSA und bekamen Kopien der Betriebshandbücher. 1978 hielten Southwest-Manager und -Direktoren sechs Prozent an PSA, umgekehrt besaß PSA zehn Prozent an Southwest. Ab Januar 1982 flog Southwest dann selbst nach San Diego – aus dem Vorbild wurde ein Konkurrent.
Konkurrenz kam auch von anderen Westküsten-Airlines wie Western Airlines. Später griff Virgin America das Motiv einer kalifornischen Airline mit eigenem Lebensgefühl wieder auf, an der Ostküste versuchte People Express das Billig-Prinzip auf große Distanz.
Zwei Unglücke, die Regeln veränderten
Flug 182 über San Diego (1978)
Am 25. September 1978 kollidierte eine PSA-Boeing 727-200 mit dem Kennzeichen N533PS im Anflug auf San Diego mit einer Cessna 172. Die 727 stürzte in das Wohnviertel North Park. Alle 135 Menschen an Bord der 727, beide Cessna-Insassen und sieben Menschen am Boden starben – 144 Tote. Es war damals das schwerste Flugzeugunglück der USA und gilt bis heute als schwerste Luftkollision über US-Gebiet.
Die Unfallermittler der NTSB sahen die Hauptursache darin, dass die PSA-Crew die Cessna aus den Augen verloren und das nicht klar an die Lotsen gemeldet hatte; Fehler der Flugsicherung und eine Kursänderung der Cessna trugen bei. Im Mai 1980 richtete die FAA um San Diego Luftraum der Klasse B ein, in dem alle Flugzeuge unter Radarkontrolle stehen. Was diese Klassen bedeuten, erklärt der Artikel Luftraumklassen A bis G, den größeren Zusammenhang die Geschichte der Flugsicherung.
Flug 1771 (1987)
Am 7. Dezember 1987 stürzte eine BAe 146-200 (N350PS) auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco im San Luis Obispo County ab. Ein kurz zuvor entlassener USAir-Mitarbeiter hatte mit seinem nicht abgegebenen Dienstausweis die Sicherheitskontrolle umgangen, eine Waffe an Bord gebracht und im Flug geschossen; die Maschine stürzte daraufhin ab. Alle 43 Menschen an Bord starben. Die FAA schränkte danach ein, wann Mitarbeiter die Sicherheitskontrolle umgehen dürfen; später wurde Pflicht, dass Ausweise bei Kündigung sofort eingezogen werden.
Das Ende: Übernahme durch USAir
Am 8. Dezember 1986 kündigte USAir an, PSA für 400 Millionen Dollar zu kaufen. Die Übernahme war am 29. Mai 1987 abgeschlossen, am 9. April 1988 ging PSA vollständig in USAir auf. Zu diesem Zeitpunkt flog PSA mit 58 Flugzeugen: 23 BAe 146, vier DC-9-32, 21 MD-81 und zehn MD-82. Die Smile-Bemalung verschwand, die Maschinen wurden in USAir-Farben umlackiert.
USAir wurde später zu US Airways und fusionierte mit American Airlines. Über diesen Weg ist der Name PSA heute bei der Regionaltochter PSA Airlines gelandet – und das Lächeln bei den Retro-Jets.
Was PSA richtig machte
- Niedrige Preise auf dichten Pendelstrecken
- Hohe Frequenz und kurze Bodenzeiten
- Starke, sympathische Marke mit dem Lächeln am Bug
- Modell, das Southwest und viele Billigflieger übernahmen
Woran PSA sich verhob
- Teure TriStar-Episode und Streit mit Lockheed
- Ausflüge in Hotels, Radiosender und Autovermietung
- Härterer Wettbewerb nach der Deregulierung
- Am Ende zu klein, um gegen die großen Netzwerk-Airlines zu bestehen
Woran du PSA auf Fotos erkennst
Bug ansehen
Das aufgemalte Lächeln unter den Cockpitfenstern ist das sicherste Zeichen für die historische PSA – oder für einen späteren Retro-Jet.
Typ bestimmen
Electra, 727 oder 737-200 sprechen für die 1960er/70er, BAe 146 und MD-80 für die 1980er. Ein Airbus mit Smile ist immer ein Retro-Jet.
Kennzeichen lesen
Viele PSA-Maschinen trugen Kennzeichen mit der Endung „PS“. Ein CRJ mit „PSA“ auf dem Tracker gehört dagegen zur heutigen PSA Airlines.
Ort und Datum prüfen
Fast alle Aufnahmen stammen aus Kalifornien. Ein Datum nach April 1988 schließt die historische PSA aus.
PSA heute: Archiv, Retro-Jets und Spots
Die historische PSA kannst du nicht mehr spotten, ihre Spuren aber schon. Das San Diego Air & Space Museum pflegt eine eigene PSA-Sammlung, und Retro-Jets im Smile-Look tauchen immer wieder auf. Wer die alten PSA-Revierflughäfen besucht, findet in unseren Guides Planespotting in Los Angeles und Planespotting in San Francisco die passenden Spots. Für alte Typen wie die Electra hilft dir Oldtimer am Himmel erkennen.
Echte PSA-Spuren, wenn …
- du alte Dias, Fotos oder Flugpläne aus Kalifornien vor 1988 sichtest
- ein Airbus von US Airways oder American das PSA-Lächeln trägt
Genau hinsehen, wenn …
- „PSA“ auf einem Tracker auftaucht – meist ist es PSA Airlines mit CRJ
- eine BAe 146 oder MD-80 auf einem Foto ohne Datum zu sehen ist
Keine historische PSA, wenn …
- das Foto nach April 1988 entstand und kein Retro-Jet zu sehen ist
Häufige Verwechslungen
- PSA Airlines für die historische PSA halten – die heutige Regionalairline (OH/JIA) hat nur den Namen übernommen.
- PSA mit Southwest gleichsetzen – Southwest kopierte das Konzept, war aber nie Teil von PSA.
- Den IATA-Code PS ohne Datum lesen – der Code wurde nach 1988 neu vergeben.
- Jedes Smile-Flugzeug für ein Original halten – Airbus-Jets mit Lächeln sind Retro-Lackierungen.
- Die TriStar für einen PSA-Dauerbrenner halten – sie flog dort nur rund acht Monate.
Teile deine PSA-Schätze
Poste historische Aufnahmen mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen, diskutier sie mit der Community und lass dich bei Special Liveries wie einem Retro-Jet benachrichtigen, sobald er landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Pacific Southwest Airlines war klein im Vergleich zu den großen US-Netzwerk-Airlines, aber ihr Einfluss reicht weit: Sie bewies, dass billige, häufige Pendelflüge funktionieren, gab Southwest die Vorlage und prägte mit dem Lächeln am Bug eine der sympathischsten Marken der Luftfahrt. Für Spotter ist PSA heute ein Archiv-Thema – mit der wichtigen Regel, die historische Airline nie mit der heutigen PSA Airlines zu verwechseln.
Kurzfazit
Pacific Southwest Airlines (IATA PS, ICAO PSA) flog von 1949 bis 1988 als kalifornische Discount-Pionierin mit Lächeln am Bug. Sie ging in USAir auf; die heutige PSA Airlines ist eine andere Firma, die nur den Namen trägt.
Zusammenfassung
- PSA prägte den Pendelverkehr zwischen Los Angeles, San Francisco und San Diego mit niedrigen Preisen, hoher Frequenz und schnellen Bodenzeiten.
- Die Flotte führt durch die Typengeschichte: DC-3, DC-4, Electra, 727, 737-200, kurz die TriStar, später BAe 146 und MD-80.
- Zwei schwere Unglücke – Flug 182 (1978) und Flug 1771 (1987) – hatten Folgen für Luftraumregeln und Sicherheitskontrollen.
- Wer heute „PSA“ auf dem Tracker sieht, hat fast immer einen CRJ von PSA Airlines vor sich – mit der historischen Airline hat er nur den Namen gemein.
Häufige Fragen
Wann gab es Pacific Southwest Airlines?
PSA wurde am 6. Mai 1949 in San Diego gegründet. Im Dezember 1986 kündigte USAir die Übernahme an, im Mai 1987 war sie abgeschlossen. Am 9. April 1988 ging PSA vollständig in USAir auf, seitdem gibt es die historische Airline nicht mehr.
Welche Codes hatte PSA?
Die historische PSA flog mit dem IATA-Code PS und dem ICAO-Code PSA; auch das Rufzeichen lautete „PSA“. Die heutige PSA Airlines nutzt dagegen IATA OH, ICAO JIA und das Rufzeichen „BLUE STREAK“. Der IATA-Code PS gehört heute einer anderen Airline – Flugnummern liest du deshalb immer mit Datum.
Ist PSA Airlines dieselbe Airline wie Pacific Southwest Airlines?
Nein. PSA Airlines entstand 1979 als Vee Neal Airlines in Pennsylvania, hieß danach Jetstream International Airlines und gehörte über Piedmont zu USAir. Im November 1995 gab USAir ihr den Namen PSA Airlines – laut gängiger Darstellung, um die übernommene Marke zu schützen. Heute ist PSA Airlines eine Regionaltochter der American Airlines Group mit Bombardier-CRJ-Flotte.
Warum war PSA so billig?
Solange PSA nur innerhalb Kaliforniens flog, war nicht die Bundesbehörde CAB zuständig, sondern die kalifornische CPUC. Dadurch konnte PSA deutlich niedrigere Preise anbieten als die großen Airlines auf denselben Strecken. Dazu kamen hohe Frequenzen, kurze Bodenzeiten und ein auf wenige Typen beschränkter Flugbetrieb.
Was hat PSA mit Southwest Airlines zu tun?
Southwest orientierte sich am PSA-Modell. Die Southwest-Gründer besuchten PSA und erhielten Kopien der Betriebshandbücher. Zeitweise hielten beide Seiten sogar Anteile aneinander. Ab 1982 waren beide Airlines in San Diego direkte Konkurrenten.
Was war das Lächeln an den PSA-Flugzeugen?
PSA malte ihren Flugzeugen ein Lächeln auf den Bug. Daraus entstand der Spitzname „PSA Grinningbirds“, und die Werbung griff das Motiv mit „Catch Our Smile“ auf. Das Lächeln ist bis heute so bekannt, dass US Airways und später American Airlines je einen Airbus in PSA-Retro-Optik lackiert haben.
Welche Flugzeuge flog PSA?
Anfangs DC-3 und DC-4, ab 1959 die Turboprop Lockheed Electra. Ab 1965 folgten Boeing 727-100, ab 1968 727-200 und 737-200, kurz auch zwei DC-9-31. 1974/75 flog PSA etwa acht Monate lang zwei Lockheed L-1011 TriStar. In den 1980er-Jahren bestand die Flotte aus BAe 146, DC-9-32 sowie MD-81 und MD-82.
Was geschah bei PSA-Flug 182?
Am 25. September 1978 stieß eine PSA-Boeing 727-200 im Anflug auf San Diego mit einer Cessna 172 zusammen. Alle 135 Menschen in der 727, die beiden Cessna-Insassen und sieben Menschen am Boden starben. Als Folge richtete die FAA 1980 um San Diego Luftraum der Klasse B ein, in dem alle Flugzeuge unter Radarkontrolle stehen.
Pacific Southwest Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
FlugzeugtypBoeing 727-100
Die erste 727 war kurz, gedrungen und ein Kind der frühen Jet-Ära: drei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, eine Treppe im Rumpfende. So erkennst du die 727-100, so unterscheidest du sie von der -200 – und hier stehen die letzten Exemplare.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypLockheed L-188 Electra
Vier Allison-Turboprops, ein auffällig kurzer Flügel und eine bewegte Geschichte: Die Lockheed L-188 Electra war Amerikas erster großer Turboprop-Airliner, wurde schnell von Jets verdrängt und machte danach Karriere als Frachter und Löschflugzeug. So erkennst du sie und so findest du die letzten Exemplare.
FlugzeugtypLockheed L-1011 TriStar
Drei Rolls-Royce-Triebwerke, eines davon tief im Heck versteckt: Die Lockheed TriStar war der elegante, technisch ambitionierte Gegenspieler der DC-10 – und in Düsseldorf jahrzehntelang das Gesicht der LTU.
FlugzeugtypBAe 146-200
Hoher Flügel, vier kleine Triebwerke, Muschel-Heck: Die BAe 146-200 ist die mittlere und meistgesehene Version des britischen Vierstrahlers. Heute fliegt sie vor allem als Löschflugzeug über Nordamerika.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-81
Mit ihr fing der „Mad Dog“ an: Die MD-81 war die erste Serienversion der MD-80-Familie und startete 1980 bei Swissair und Austrian in den Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wer sie flog und warum sie heute eine echte Rarität ist.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-82
Mehr als jede andere Version prägte die MD-82 das Bild der MD-80-Familie: Hunderte „Super 80“ bei American Airlines, 90 Maschinen bei Alitalia, Lizenzmontage in Shanghai. So erkennst du sie und so findest du heute noch eine.
FlugzeugtypDouglas DC-3 / C-47
Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.
Weitere Airlines
PSA Airlines
Die CRJ-Spezialistin im American-Airlines-Konzern: aus einer kleinen Airline in Pennsylvania wurde über Piedmont und US Airways die PSA Airlines, die heute rund 150 Bombardier-Regionaljets als American Eagle fliegt – seit 2026 von Charlotte statt Dayton aus.
Low-CostSouthwest Airlines
Die Low-Cost-Pionierin aus Dallas: seit 1971 in der Luft, größter Boeing-737-Betreiber der Welt und Vorbild für Ryanair und Co. – mit einer Flotte, die nur aus einem Typ besteht, und Sonderlackierungen für ganze US-Bundesstaaten.
NetzwerkUS Airways
Historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939: aus Allegheny wurde USAir, dann US Airways. Nach der Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines endete die Marke im Oktober 2015 – bekannt bleibt sie durch Flug 1549 auf dem Hudson.
NetzwerkAmerican Airlines
Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.
NetzwerkWestern Airlines
Historische US-Airline aus Los Angeles: 1926 mit Postflügen zwischen Los Angeles und Salt Lake City gestartet, bekannt für Wally Bird, Champagner an Bord und das rote Flying W – bis Western 1987 in Delta aufging.
Low-CostPeople Express
Historische US-Low-Cost-Airline (1981–1987) aus Newark: People Express flog gebrauchte Lufthansa-737, verkaufte Tickets an Bord, brachte Jumbos für 149 Dollar nach London-Gatwick – und ging nach rasantem Wachstum in Continental auf.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Los Angeles (LAX)
Vom Weizenfeld Mines Field zum Tor nach Asien und Australien: vier Parallelbahnen direkt am Pazifik, vier große Hausairlines, Großraumjets aus aller Welt – und mitten im Terminal-Hufeisen das Theme Building, die fliegende Untertasse aus dem Jahr 1961.
FlughafenFlughafen San Francisco
Vier Bahnen, die sich zu zwei extrem eng liegenden Paaren kreuzen, Nebel aus dem Pazifik und United als Hausairline mit dem Tor nach Asien: Der Flughafen San Francisco ist für Spotter eines der spannendsten Drehkreuze der US-Westküste.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerBAE Systems
BAE Systems ist der größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern Großbritanniens. Für Spotter steckt dahinter ein ganzes Stück Luftfahrtgeschichte: der vierstrahlige Jumbolino BAe 146/Avro RJ, der Trainer Hawk der Red Arrows und die britische Seite von Tornado, Eurofighter und F-35.
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