Western Airlines

Historische US-Airline aus Los Angeles: 1926 mit Postflügen zwischen Los Angeles und Salt Lake City gestartet, bekannt für Wally Bird, Champagner an Bord und das rote Flying W – bis Western 1987 in Delta aufging.

Auch bekannt als: Western · Western Air Express · Western Air Lines · General Air Lines · Western Airlines International · WA

USAUSANetzwerk-AirlinesIATA: WAICAO: WAL12 Min. Lesezeit

WA

IATA-Code

WAL

ICAO-Code

1926–1987

Jahre im Flugbetrieb

78

Jets bei der Übernahme durch Delta 1986

Das Wichtigste in Kürze

  • Western Airlines ist eine historische US-Airline: erster Flug 1926, seit April 1987 Teil von Delta.
  • Codes: IATA WA, ICAO WAL, Rufzeichen „WESTERN“.
  • Bei der Fusion galt Western als älteste durchgehend fliegende Airline der USA.
  • Drehkreuze zum Schluss: Salt Lake City und Los Angeles – Salt Lake City ist bis heute ein Delta-Drehkreuz.
  • Erkennungszeichen: das rote Flying W, in den 1980er-Jahren oft auf blankem Metall.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Western Airlines im Überblick
  2. 2.Die Geschichte in Etappen
  3. 3.Codes und Rufzeichen
  4. 4.Fusionen: wer alles in Western steckt
  5. 5.Strecken und Drehkreuze
  6. 6.Die Flotte von Western
  7. 7.Woran du Western erkennst
  8. 8.Wally Bird und der Champagner
  9. 9.Zwischenfälle mit Bezug zu Western
  10. 10.Western im Spotter-Alltag heute
  11. 11.Häufige Verwechslungen
  12. 12.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeWA
ICAO-CodeWAL
RufzeichenWESTERN
DrehkreuzeSLC, LAX, DEN
StatusHistorisch – seit Dezember 1986 Tochter von Delta Air Lines, Marke und Flugbetrieb am 1. April 1987 in Delta aufgegangen
GegründetIm Juli 1925 als Western Air Express durch Harris „Pop“ Hanshue, erster Flug am 17. April 1926
NamenWestern Air Express, 1934 kurz General Air Lines, ab 1941 Western Air Lines bzw. Western Airlines
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Schwerpunkt im Westen der USA, dazu Alaska, Hawaii, Kanada und Mexiko
FirmensitzLos Angeles, Kalifornien – am Flughafen LAX
Drehkreuze zuletztSalt Lake City (SLC) als großes und Los Angeles (LAX) als kleineres Drehkreuz; früher auch Denver
Flotte 198678 Jets: Boeing 727-200, Boeing 737-200 und 737-300 sowie McDonnell Douglas DC-10-10
Slogan„The Only Way to Fly“, bekannt durch die Zeichentrickfigur Wally Bird
NachfolgerDelta Air Lines

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Western Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ab 1970 das rote „Flying W“, das in eine rote Zierlinie entlang des Rumpfs übergeht
  • In den 1980er-Jahren oft ein unlackierter, blanker Metallrumpf mit rotem W und dunkelblauem Schatten – Spitzname „Bud Lite“
  • Zuletzt eine Jet-Flotte aus Boeing 727-200, 737-200, 737-300 und DC-10-10
  • In den 1960er-Jahren typisch: Boeing 720B und Turboprops vom Typ Lockheed Electra
  • US-Kennzeichen mit N, Flugnummer mit WA, im Funk „WESTERN“

Wer in alten Fotoarchiven von der US-Westküste stöbert, stößt früher oder später auf ein rotes W, das sich wie ein Schwung in die Zierlinie am Rumpf zieht. Das ist Western Airlines, eine der ältesten Fluggesellschaften der USA. Sie begann 1926 mit Postflügen zwischen Los Angeles und Salt Lake City, flog später bis Alaska, Hawaii und Mexiko und ging 1987 in Delta Air Lines auf. Diese Seite fasst zusammen, woher Western kam, was sie flog und woran du ihre Maschinen auf alten Bildern erkennst.

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Western Airlines im Überblick

Western Airlines war eine US-amerikanische Netzwerk-Airline mit Sitz in Los Angeles, die von 1926 bis 1987 flog. Ihr Revier war der Westen der USA: Kalifornien, die Rocky Mountains, der Nordwesten und von dort aus Alaska, Hawaii, Westkanada und Mexiko. Zum Schluss lag das größte Drehkreuz in Salt Lake City, ein kleineres am Flughafen Los Angeles.

Als Delta die Airline übernahm, galt Western als älteste durchgehend fliegende Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten. Ihre Geschichte reicht zurück in die Pionierzeit der Luftpost, als Piloten noch in offenen Cockpits saßen und Passagiere zwischen Postsäcken Platz nahmen.

WAIATA-Code in der Flugnummer
WALICAO-Code der Airline
61 JahreFlugbetrieb von 1926 bis 1987

Die Geschichte in Etappen

Gegründet wurde die Gesellschaft im Juli 1925 als Western Air Express von Harris „Pop“ Hanshue. Sie erhielt den Postvertrag für die Strecke zwischen Los Angeles und Salt Lake City mit Zwischenhalt in Las Vegas. Am 17. April 1926 startete der erste Postflug mit einem Doppeldecker vom Typ Douglas M-2, am 23. Mai 1926 flogen die ersten zahlenden Passagiere mit – laut Delta-Archiv auf den Postsäcken sitzend.

1925–1930

Gründung als Western Air Express, erster Postflug 1926. Es folgen Pionierleistungen wie die viermotorige Fokker F-32. 1930 geht ein Teil des Netzes in die neue Transcontinental & Western Air auf, die spätere TWA.

1934–1952

1934 kurz als General Air Lines unterwegs, dann wieder Western Air Express. 1937 Zusammenschluss mit National Parks Airways, 1941 neuer Name Western Air Lines, 1952 Eingliederung von Inland Air Lines.

1957–1969

Flüge nach Mexiko-Stadt ab 1957, 1959 erster Betreiber der Lockheed Electra, ab 1960 Jets. 1967 kommt Pacific Northern mit Alaska-Strecken dazu, 1969 starten die Hawaii-Flüge.

1970–1981

Neues Flying-W-Design, 1973 Einführung der DC-10. Nach der Deregulierung 1978 kurzzeitig Flüge nach London.

1982–1986

Ausbau von Salt Lake City zum großen Drehkreuz, 1984 knapp an der Insolvenz vorbei. Am 9. September 1986 Vereinbarung zur Übernahme durch Delta.

1987

Am 1. April 1987 werden Flugbetrieb und Belegschaft in Delta integriert. Die Marke Western endet.

In der frühen Phase war Western Air Express auffallend innovativ. Das Delta-Archiv nennt unter anderem den Einsatz dreimotoriger Fokker F-10 ab 1928, ein eigenes Netz von Wetterstationen zwischen Los Angeles und San Francisco und 1930 die Fokker F-32, das erste viermotorige Passagierflugzeug in den USA. Anfang der 1930er-Jahre übernahm General Motors die Kontrolle; 1934 trat die Gesellschaft kurzzeitig als General Air Lines auf, bevor sie wieder Western Air Express hieß.

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte Terrell C. Drinkwater als Präsident die Airline. Western zog 1947 mit ihrem Betrieb an den Flughafen Los Angeles, im selben Jahr kamen unter anderem Seattle und Minneapolis/St. Paul ins Netz. Ende der 1960er-Jahre stieg der Investor Kirk Kerkorian groß ein, übernahm die Kontrolle im Verwaltungsrat und stornierte unter anderem die Bestellung für die Boeing 747. 1976 verkaufte er seine verbliebenen Anteile zurück.

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code WA: stand in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln.
  • ICAO-Code WAL: nutzte die Flugsicherung im Flugplan.
  • Rufzeichen WESTERN: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.

Für dein Archiv heißt das: Ein Foto mit WA-Flugnummer auf einer Abflugtafel stammt sicher aus der Zeit vor April 1987. Wie die beiden Code-Systeme grundsätzlich zusammenhängen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes; warum manche Rufzeichen eine eigene Geschichte haben, liest du bei den Airline-Rufzeichen.

Fusionen: wer alles in Western steckt

Western wuchs über Jahrzehnte durch Zusammenschlüsse. Für Spotter erklärt das, warum in alten Archiven so unterschiedliche Typen und Ziele mit Western-Bezug auftauchen.

Gesellschaft Zeitraum Was sie mitbrachte
Mid-Continent Air Express Übernahme 1931 Strecken ab Denver Richtung Süden
National Parks Airways Fusion 1937 Strecke von Salt Lake City nach Norden bis Montana
Inland Air Lines Mehrheit ab 1944, Fusion 1952 Netz über Wyoming bis nach South Dakota
Pacific Northern Airlines Fusion 1967 Alaska-Strecken ab Seattle

Mehrfach gab es auch Pläne, die nicht zustande kamen. Eine Fusion mit American Airlines lehnte die Luftfahrtbehörde CAB 1972 ab. 1978 einigte sich Western mit Continental Airlines auf einen Zusammenschluss; der Name sollte per Münzwurf entschieden werden, danach zog Continental-Chef Bob Six die Fusion zurück. Mit Continental und Braniff vereinbarte Western in den 1970er-Jahren gemeinsame Verbindungen, etwa von Texas nach Westkanada. Die Verbindung zur TWA reicht dagegen bis 1930 zurück, als ein Teil von Western Air Express in deren Vorläufer aufging.

Western ist nicht Western Global

Die Frachtairline Western Global Airlines mit MD-11F und 747-400F hat mit der historischen Western Airlines nichts zu tun. Achte bei der Suche in Datenbanken auf Codes und Zeitraum.

Strecken und Drehkreuze

Das Netz von Western hatte lange die Form eines großen W, das sich von Kalifornien über die Rocky Mountains bis Minnesota und Kanada zog. Erstes Auslandsziel war 1941 Lethbridge in Alberta, 1950 kam Edmonton dazu. Nach Süden flog Western ab 1957 mit der DC-6B nonstop von Los Angeles nach Mexiko-Stadt (Flughafen Mexiko-Stadt), ab 1966 auch nach Acapulco. Später folgten Badeorte wie Puerto Vallarta und Mazatlán.

Mit Pacific Northern kamen 1967 die Alaska-Verbindungen ab Seattle nach Anchorage, Juneau, Ketchikan und Kodiak hinzu. 1969 nahm Western Flüge von mehreren kalifornischen Flughäfen nach Hawaii auf, vermarktet als „Islander“-Service, und verband Honolulu nonstop mit Anchorage. Der Flughafen Anchorage war damit ein wichtiger Knoten im Norden – wie es dort heute für Spotter aussieht, zeigt der Guide zum Planespotting in Anchorage.

Nach der Deregulierung 1978 konzentrierte sich Western auf wenige Drehkreuze. Salt Lake City wurde 1982 zum großen Umsteigeknoten ausgebaut; laut Delta-Archiv startete Western dort 1985 rund 115 Flüge am Tag. Los Angeles diente ab 1983 ebenfalls als Drehkreuz, Denver war lange ein weiterer Knoten. Gleichzeitig flog Western in die großen Städte im Osten wie New York, Washington, Boston und Chicago.

Ein kurzes Kapitel bleibt Europa: Von Oktober 1980 bis Oktober 1981 flog eine einzelne DC-10-30 von Honolulu über Anchorage nach London-Gatwick, ab April 1981 gab es für einige Monate London–Denver mit Weiterflug nach Las Vegas und Los Angeles. 1982 war der Ausflug über den Atlantik vorbei.

Alte Dias richtig zuordnen

Ein Western-Foto aus Salt Lake City spricht eher für die 1980er-Jahre, eines mit Electra oder 720B eher für die 1960er. Notiere Ort, Typ und Kennzeichen getrennt – so kannst du das Bild später mit Flottenlisten abgleichen. Wie das geht, zeigt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Die Flotte von Western

In der Kolbenmotor-Ära flog Western eine lange Reihe von Typen, darunter die Douglas DC-3, die Douglas DC-4 – laut Delta-Archiv nahm Western im Januar 1946 den weltweit ersten DC-4-Linienverkehr auf – die Convair 240 und die Douglas DC-6B, auf der 1954 der „Champagne Service“ begann. 1959 war Western der erste Betreiber der Turboprop Lockheed L-188 Electra.

Das Jet-Zeitalter begann 1960 mit geleasten Boeing 707-139 aus der Familie der Boeing 707-120. Prägender war aber die kürzere Boeing 720, vor allem in der Version 720B. 1970 bestand die Flotte aus 75 Flugzeugen:

Typ Anzahl 1970 Anzahl 1986 Spotter-Hinweis
Boeing 707-320C 5 – Langstrecke, unter anderem Hawaii
Boeing 720/720B 29 – Kürzere Schwester der 707, prägend in den 1960ern
Boeing 727-200 6 46 Rückgrat der späten Jahre
Boeing 737-200 30 19 Ersetzte die Electra
Boeing 737-300 – 3 Neuester Typ, weitere bestellt
McDonnell Douglas DC-10-10 – 10 Ab 1973, als „DC-10 Spaceship“ beworben
Lockheed L-188 Electra 5 – Einziger Turboprop der Flotte 1970, ersetzt durch die 737-200

1986 bestand die Flotte aus 78 Jets, dazu 54 Flugzeuge in Bestellung. Eine Boeing 747 flog Western nie – die Bestellung wurde unter Kerkorian storniert. Nach der Fusion wurden die Maschinen in Delta-Farben umlackiert. Die DC-10 gab Delta später wieder ab, weil sie mit der Lockheed L-1011 TriStar bereits einen dreistrahligen Großraumjet einsetzte. Hersteller der DC-10 war McDonnell Douglas, die Jets der 700er-Familie kamen von Boeing.

Klassiker auf der Wunschliste

Setz Typen wie die 727-200 oder die 737-200 auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine der letzten aktiven Maschinen im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du Western erkennst

Das bekannteste Erkennungszeichen ist das Flying W, eingeführt 1970: ein rotes W, das in eine rote Zierlinie entlang des weißen Rumpfs übergeht. Der Wohnmobilhersteller Winnebago fand das W seinem eigenen Logo zu ähnlich und klagte – ein Detail, das heute vor allem Sammler von Luftfahrt-Anekdoten freut.

In den 1980er-Jahren ließ Western den weißen Lack weg und flog viele Jets in blankem Metall, das rote W mit dunkelblauem Schatten blieb. Den Spitznamen „Bud Lite“ verdankt dieses Design seiner Ähnlichkeit mit einer Bierdose. Blanke Rümpfe sparen Gewicht und damit Treibstoff; mehr dazu liest du im Beitrag zu Kosten und Gewicht von Lackierungen. Einen Platz unter den legendären Airline-Lackierungen hat das Flying W sich damit verdient.

Zeigt dein altes Foto wirklich Western?

Hak ab, was auf dem Foto zu sehen ist – ab vier Treffern ist die Zuordnung ziemlich sicher.

  • Rotes W, das in eine rote Rumpflinie übergeht
  • Schriftzug „Western“ auf dem Rumpf
  • Weißer oder blanker Metallrumpf
  • Typ wie 727-200, 737-200, DC-10, 720B oder Electra
  • US-Kennzeichen mit N
  • Aufnahme aus der Zeit vor April 1987

Ältere Fotos aus den 1950er- und 1960er-Jahren zeigen andere Designs; dort helfen dir Typ und Schriftzug mehr als das Logo. Wie du solche Klassiker generell einordnest, erklärt der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.

Wally Bird und der Champagner

Kaum eine US-Airline hatte so einprägsame Werbung. Ab 1956 lief im Fernsehen Wally Bird, ein animierter Vogel, der auf dem Rumpf eines Western-Flugzeugs mitflog und den Slogan „It’s the oooonly way to fly!“ sprach. Der Spruch wurde zum Markenzeichen. Laut Delta-Archiv zitierte ihn 1965 sogar Astronaut Jim Lovell aus dem Orbit von Gemini 7.

Dazu kam der Champagner: Seit 1954 bot Western auf der DC-6B einen „Champagne Service“ an, in den 1970er-Jahren nannte sie sich „the champagne airline“ und schenkte Erwachsenen kostenlos Champagner aus. Für Sammler von Airline-Memorabilia sind Gläser, Menükarten und Werbeplakate dieser Zeit beliebte Stücke.

Zwischenfälle mit Bezug zu Western

Zur Geschichte gehören auch Unglücke. Am 31. Oktober 1979 verunglückte Flug 2605, eine DC-10-10, beim Landeanflug auf Mexiko-Stadt: Die Besatzung setzte bei schlechter Sicht auf einer gesperrten Piste auf und kollidierte beim Durchstarten mit Baufahrzeugen; 72 Menschen kamen ums Leben. 1971 stürzte eine Boeing 720 bei einem Trainingsflug in Ontario, Kalifornien, ab, alle fünf Besatzungsmitglieder starben. Anfang der 1970er-Jahre wurden mehrere Western-Jets entführt, einer davon bis nach Algier.

Western im Spotter-Alltag heute

Für dein Logbuch ist Western ein Archiv-Thema. Wer bis 1987 in Los Angeles, Salt Lake City, Denver, Anchorage oder Honolulu fotografiert hat, hat gute Chancen auf Western-Maschinen im Fundus. Auch Dias aus San Francisco oder Las Vegas lohnen einen zweiten Blick. Typ, Kennzeichen, Ort und Datum machen aus einem alten Bild einen sauberen Eintrag.

Spannend ist die Spurensuche nach der Fusion. Viele Western-Jets trugen danach Delta-Farben – auf Fotos aus 1986 und 1987 kannst du deshalb Maschinen im Übergang finden. Woran du solche Fälle erkennst, zeigt der Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen. Wie alt eine Maschine ist und wo sie vorher flog, findest du mit Wie alt ist dieses Flugzeug? heraus. Wenn du heute in Los Angeles spotten willst, wo Western ihren Sitz hatte, hilft dir der Planespotting-Guide für Los Angeles.

Gute Chancen auf Western-Spuren, wenn …

  • du Fotoarchive aus dem Westen der USA vor April 1987 durchsiehst
  • du bei einer alten 727, 737-200 oder DC-10 die Kennzeichen-Historie prüfst

Prüf es genau, wenn …

  • ein Foto aus 1986 oder 1987 stammt – dann kann bereits Delta im Spiel sein
  • ein Zubringerflug unter „Western Express“ lief – geflogen hat SkyWest

Keine Chance auf Western, wenn …

  • du heute nach WA-Flugnummern suchst – die gibt es für Western seit 1987 nicht mehr

Häufige Verwechslungen

  • Western Airlines mit Western Global Airlines verwechseln – die eine ist eine historische Passagierairline, die andere eine Frachtairline jüngeren Datums.
  • Western für eine reine Kalifornien-Airline halten – das Netz reichte von Alaska über Hawaii bis Mexiko und zeitweise nach London.
  • Die Fusion auf 1986 datieren – Delta übernahm Western Ende 1986, die Marke verschwand aber erst am 1. April 1987.
  • Western mit PSA verwechseln – die kalifornische Pacific Southwest Airlines war eine eigene Airline und ging in US Air auf.
  • Eine 747 im Western-Design vermuten – Western bestellte den Jumbo, flog ihn aber nie.

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Fazit

Western Airlines verbindet die Pionierzeit der Luftpost mit dem Jet-Zeitalter. Vom ersten Postflug 1926 über Electra, 720B und DC-10 bis zum roten Flying W auf blankem Metall hat sie die Luftfahrt im Westen der USA sechs Jahrzehnte lang geprägt. Ihr Drehkreuz Salt Lake City lebt bei Delta weiter, ihre Fotos in den Archiven vieler Spotter.

Kurzfazit

Western Airlines (IATA WA, ICAO WAL) flog von 1926 bis 1987 und ging in Delta auf. Erkennungszeichen ist das rote Flying W, über das Kennzeichen findest du heraus, welche Maschine einst für Western flog.

Zusammenfassung

  • Western startete 1926 als Western Air Express mit Luftpost zwischen Los Angeles und Salt Lake City über Las Vegas und nahm wenige Wochen später die ersten Passagiere mit.
  • Über Jahrzehnte wuchs die Airline durch Zusammenschlüsse mit National Parks Airways, Inland Air Lines und Pacific Northern zu einem Netz von Alaska über Hawaii bis Mexiko.
  • Bekannt wurde Western durch Werbung mit Wally Bird, kostenlosen Champagner und das Flying W; nach der Deregulierung 1978 kämpfte sie mit Kosten und Konkurrenz.
  • Delta übernahm Western 1986, am 1. April 1987 verschwand die Marke. Das Drehkreuz Salt Lake City lebt bei Delta weiter.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Western Airlines?

Western flog mit dem IATA-Code WA in der Flugnummer und dem ICAO-Code WAL im Flugplan. Im Funk meldeten sich die Besatzungen als „WESTERN“. Seit der Integration in Delta am 1. April 1987 sind diese Codes für Western-Flüge Geschichte.

Wann hat Western Airlines mit Delta fusioniert?

Die Vereinbarung wurde am 9. September 1986 unterzeichnet, das US-Verkehrsministerium stimmte im Dezember 1986 zu. Kurz danach war Western eine hundertprozentige Delta-Tochter. Am 1. April 1987 wurden Flugbetrieb und Belegschaft zusammengelegt, die Marke Western verschwand.

Wo hatte Western Airlines ihre Drehkreuze?

Zum Schluss war Salt Lake City das große Drehkreuz, Los Angeles ein kleineres. Vor der Deregulierung 1978 gab es mehrere kleine Knoten, darunter Denver, Anchorage, Las Vegas, Minneapolis/St. Paul und San Francisco. Salt Lake City nutzt Delta bis heute als Drehkreuz im Westen.

Was war Wally Bird?

Wally Bird war eine animierte Vogelfigur, die ab 1956 in Fernsehspots von Western auf dem Rumpf eines Flugzeugs saß und den Slogan „It's the oooonly way to fly!“ sprach. Der Spruch wurde so bekannt, dass er auch außerhalb der Luftfahrt zitiert wurde.

Welche Flugzeuge flog Western zuletzt?

1986 bestand die Flotte aus 78 Jets: 46 Boeing 727-200, 19 Boeing 737-200, 3 Boeing 737-300 und 10 McDonnell Douglas DC-10-10. Weitere 737 waren bestellt. Nach der Fusion wurden die Maschinen in Delta-Farben umlackiert; die DC-10 gab Delta später ab, weil sie mit der L-1011 TriStar bereits einen vergleichbaren Großraumjet flog.

War Western Airlines in einer Allianz?

Nein. Western verschwand 1987 und damit Jahre vor der Gründung der großen Allianzen. Es gab aber Kooperationen, etwa Umsteigeverbindungen mit Continental und Braniff sowie ab 1986 Zubringerflüge mit SkyWest unter dem Namen Western Express.

Flog Western auch nach Europa?

Kurz, ja. Von Oktober 1980 bis Oktober 1981 bediente Western mit einer einzelnen DC-10-30 die Route Honolulu–Anchorage–London-Gatwick, ab April 1981 kam für weniger als ein Jahr London–Denver hinzu. 1982 endete der London-Verkehr wieder.

Kann ich heute noch Western-Flugzeuge spotten?

Im Liniendienst nicht mehr. Western-Fotos stammen aus der Zeit bis Frühjahr 1987. Einzelne frühere Western-Jets flogen danach bei Delta oder anderen Betreibern weiter; über das Kennzeichen lässt sich ihre Vorgeschichte meist nachverfolgen.

Western Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 720

Etwas kürzer, leichter und mit überarbeitetem Flügel: Die Boeing 720 war die Mittelstrecken-Ableitung der 707. United, Western und auch Lufthansa flogen sie, Pratt & Whitney Canada testete damit bis 2010 Triebwerke. So erkennst du den seltenen Vierstrahler und erfährst, wo er heute steht.

Flugzeugtyp

Boeing 707-320 Intercontinental

Vier Triebwerke unter gepfeilten Flügeln, ein spitzer Antennendorn auf der Seitenflosse und Platz für den Nordatlantik: Die 707-320 Intercontinental war die erste echte Langstrecken-707. Als Airliner ist sie Geschichte – als AWACS, Tanker und Museumsstück lebt sie weiter.

Flugzeugtyp

Boeing 727-200

Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.

Flugzeugtyp

Boeing 737-200

Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

Boeing 737-300

Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas DC-10

Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Lockheed L-188 Electra

Vier Allison-Turboprops, ein auffällig kurzer Flügel und eine bewegte Geschichte: Die Lockheed L-188 Electra war Amerikas erster großer Turboprop-Airliner, wurde schnell von Jets verdrängt und machte danach Karriere als Frachter und Löschflugzeug. So erkennst du sie und so findest du die letzten Exemplare.

Flugzeugtyp

Douglas DC-6

Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.

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