Das Wichtigste in Kürze
- Virgin America war eine historische US-Airline aus der Bay Area, im Flugbetrieb vom 8. August 2007 bis April 2018.
- Codes: IATA VX, ICAO VRD, Rufzeichen „REDWOOD“.
- Markenzeichen waren Mood Lighting, das Bordprogramm „Red“ und WLAN auf jedem Flug ab 2009.
- Die Flotte war reiner Airbus – A319, A320 und als Erstbetreiberin der A321neo mit CFM-LEAP-Triebwerken.
- 2016 übernahm die Alaska Air Group Virgin America; die Marke verschwand am 24./25. April 2018.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Virgin America im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Der lange Weg zur Zulassung
- 4.Kabine und Bordprodukt: das Markenzeichen
- 5.Die Flotte: reine Airbus-Airline
- 6.Lackierung und Namen
- 7.Wachstum, Dallas und Börsengang
- 8.Die Übernahme durch Alaska Airlines
- 9.Nach der Fusion: Umlackierung und Ausmusterung
- 10.Virgin America heute: Spuren in Kalifornien
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | VX |
|---|---|
| ICAO-Code | VRD |
| Rufzeichen | REDWOOD |
| Drehkreuze | SFO, LAX |
| Status | Historisch – 2016 von Alaska Air Group übernommen, Marke im April 2018 eingestellt |
| Geschäftsmodell | Preisbewusste Lifestyle-Airline mit First Class und Premium-Elementen |
| Gegründet | 26. Januar 2004 (zunächst als Virgin USA), Flugbetrieb ab 8. August 2007 |
| Sitz | Burlingame, Kalifornien, im Großraum San Francisco |
| Drehkreuze | San Francisco (SFO), Los Angeles (LAX); Schwerpunkte zudem Dallas Love Field und New York JFK |
| Flotte (Januar 2018) | 67 Flugzeuge: 10 Airbus A319, 53 Airbus A320 und 4 Airbus A321neo |
| Markengeber | Virgin Group von Richard Branson (Lizenz für den Namen, Minderheitsbeteiligung) |
| Börse | Börsengang an der Nasdaq im November 2014 |
| Vielfliegerprogramm | Elevate, Anfang 2018 in Alaska Mileage Plan überführt |
| Nachfolger | Alaska Airlines (Alaska Air Group) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Virgin America?
- Weißer Rumpf mit dem roten „virgin“-Schriftzug und dem Zusatz „america“
- Reine Airbus-Flotte: A319, A320 und ab 2017 die A321neo
- US-Kennzeichen, die meist auf „VA“ enden, etwa im Muster N6xxVA
- Fotos vor allem aus San Francisco und Los Angeles, dazu New York JFK, Las Vegas und Dallas Love Field
- Flugnummern mit VX auf alten Bordkarten und Anzeigetafeln
- Ab 2018 Übergangsbilder: Ex-Virgin-Airbusse in Alaska-Farben mit dem Porträt am Heck
Farbiges Licht in der Kabine, Bildschirm am Platz und WLAN auf jedem Flug: Virgin America wollte das Fliegen in den USA wieder cool machen. Die Airline aus der Bay Area flog nur gut zehn Jahre, hinterließ aber eine Menge Fotos von weißen Airbussen mit rotem Schriftzug – und eine Übernahme, die die Westküste neu sortierte. Hier erfährst du, wie Virgin America aufgestellt war, welche Flugzeuge sie flog und wie du alte Aufnahmen sauber einordnest.
Dein Virgin-Archiv sauber sortiert
Mit Planetrack postest du Fotos mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – so landet auch der Virgin-America-A320 aus San Francisco korrekt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Virgin America im Überblick
Virgin America war eine historische US-Airline mit Sitz in Burlingame, Kalifornien, direkt neben dem Flughafen San Francisco. Das Unternehmen wurde am 26. Januar 2004 gegründet, zuerst unter dem Arbeitstitel Virgin USA. Bis zum ersten Flug vergingen allerdings mehr als drei Jahre: Erst am 8. August 2007 starteten die ersten Linienflüge von San Francisco und Los Angeles nach New York JFK.
Heimat war der Flughafen San Francisco, zweites Standbein der Flughafen Los Angeles. Später kamen Schwerpunkte in New York JFK und ab Ende 2014 in Dallas Love Field dazu. Das Netz war bewusst schlank: viele Transkontinentalstrecken zwischen West- und Ostküste, dazu Ziele wie Las Vegas, Seattle, Boston, Washington und einige Orte in Mexiko. Im April 2018 bediente Virgin America 31 Ziele, davon 28 in den USA und 3 in Mexiko.
Ende 2016 übernahm die Alaska Air Group die Airline. Im April 2018 verschwand der Name Virgin America von Flughäfen und Flugzeugen – seitdem fliegt das Erbe unter Alaska Airlines weiter.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code VX: stand in Flugnummern, auf Bordkarten und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code VRD: kennzeichnete Virgin America im Flugplan der Flugsicherung.
- Rufzeichen REDWOOD: so meldeten sich die Crews im Funk – eine Verbeugung vor den kalifornischen Mammutbäumen.
- Kennzeichen N: Alle Flugzeuge waren in den USA registriert, viele mit der Endung „VA“.
Mit dem gemeinsamen Betriebszeugnis, das die US-Luftfahrtbehörde FAA am 11. Januar 2018 ausstellte, war das Rufzeichen Geschichte: Der letzte Linienflug unter „Redwood“ fand am 10. Januar 2018 statt. Danach flogen die Maschinen zwar noch einige Monate mit Virgin-Branding, im Funk aber schon als Alaska. Mehr zu Funknamen mit Geschichte liest du im Artikel über Airline-Rufzeichen.
VX nach Januar 2018 genau prüfen
Zwischen Januar und April 2018 trugen Flüge noch die Marke Virgin America, liefen betrieblich aber schon unter Alaska. Ein Funkmitschnitt mit „Redwood“ stammt also sicher aus der Zeit vor dem 11. Januar 2018.
Der lange Weg zur Zulassung
Die Idee kam aus dem Virgin-Konzern von Richard Branson, der mit Virgin Atlantic, Virgin Express und Virgin Australia schon auf mehreren Kontinenten Airlines aufgebaut hatte. In den USA gab es ein Problem: Ausländische Eigentümer dürfen an US-Airlines nur einen begrenzten Anteil halten und keine Kontrolle ausüben.
Das US-Verkehrsministerium (DOT) lehnte den ersten Antrag am 27. Dezember 2006 ab, weil es zu viel Einfluss der Virgin Group sah. Virgin America baute die Struktur daraufhin um:
- Treuhand für Stimmrechte: Ein Teil der Stimmrechtsaktien wurde in eine Treuhand gelegt.
- Weniger Virgin im Aufsichtsgremium: Die Virgin Group stellte weniger Mitglieder im Board.
- Obergrenze von 25 Prozent: Ausländische Eigentümer durften höchstens ein Viertel halten, die Mehrheit lag bei US-Investoren.
- Neuer Chef: Als Auflage musste der damalige CEO Fred Reid gehen; ab Dezember 2007 führte C. David Cush die Airline.
Am 20. März 2007 kam die vorläufige Zustimmung, im August hob der erste Flug ab. Die Virgin Group blieb Minderheitsaktionärin und Lizenzgeberin für den Markennamen.
Kabine und Bordprodukt: das Markenzeichen
Virgin America verkaufte sich weniger über das Netz als über das Erlebnis an Bord. Viele Passagiere erinnern sich bis heute an diese Details:
- Mood Lighting: Die Kabine leuchtete auf jedem Flug in wechselnden Farben.
- „Red“-Bordprogramm: Bildschirme am Platz mit Filmen, TV, Karten und Spielen; 2010 kam die Version 2.0, 2015 folgten Touchscreens auf Android-Basis.
- Bestellen per Bildschirm: Snacks und Getränke ließen sich direkt am Sitz ordern.
- WLAN auf jedem Flug: Ab dem 21. Mai 2009 bot Virgin America als erste US-Airline auf jedem Flug Internet an Bord an, zuerst über Bodenstationen des Anbieters Gogo.
- Drei Klassen: First Class mit 55 Zoll Sitzabstand, Main Cabin Select mit 38 Zoll und die Main Cabin mit 32 Zoll.
Warum WLAN im Flugzeug lange so kompliziert war, erklärt der Artikel Warum Flugmodus?. Das Vielfliegerprogramm hieß Elevate; es lief am 1. Januar 2018 aus, die Punkte wanderten zu Alaska Mileage Plan.
Ex-Virgin-Airbusse aufspüren
Leg Sichtungs-Alarme für Kennzeichen ehemaliger Virgin-America-Maschinen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine davon an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: reine Airbus-Airline
Virgin America flog von Anfang bis Ende ausschließlich Flugzeuge von Airbus. Zum gemeinsamen Betriebszeugnis im Januar 2018 sah die Flotte so aus:
| Typ | Anzahl (Jan. 2018) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A319 | 10 | Kürzester Rumpf, deutlich weniger Fenster hinter dem Flügel |
| Airbus A320 | 53 | Rückgrat der Flotte, auf fast allen Strecken |
| Airbus A321neo | 4 | Langer Rumpf, große LEAP-Triebwerke, Sharklets |
Den Airbus A320 siehst du auf den meisten Virgin-Fotos, der Airbus A319 war seltener. Wie du die beiden sicher trennst, zeigt der Guide A320-Familie unterscheiden.
Neo-Pionierin mit Umwegen
Am 17. Januar 2011 bestellte Virgin America 60 Flugzeuge der A320-Familie, darunter 30 A320neo – damit gehörte die Airline zu den frühen Kunden des neuen Modells. Ende 2012 schob sie die neo-Auslieferungen allerdings weit nach hinten. Zum Zug kam stattdessen die längere A321neo: Virgin America war Erstkundin dieses Typs; die erste Maschine, geleast von GECAS, wurde in Hamburg übergeben und ging am 31. Mai 2017 in den Liniendienst – mit 185 Sitzen und CFM-LEAP-Triebwerken. Woran du neo und ceo am Foto unterscheidest, erklärt der Artikel A320neo oder ceo?.
Die noch offenen A320neo-Bestellungen gingen mit der Übernahme an Alaska über und wurden dort gestrichen.
Lackierung und Namen
Die Virgin-America-Bemalung war schlicht und gut zu erkennen: weißer Rumpf, darauf der rote, geschwungene „virgin“-Schriftzug mit dem Zusatz „america“. Wie bei anderen Virgin-Airlines trugen viele Maschinen Namen. Ein Flugzeug hieß etwa „Air Colbert“, nach dem US-Comedian Stephen Colbert.
Für die Einordnung deiner Bilder hilft dir dieser Ablauf:
Schriftzug lesen
„virgin america“ am Rumpf macht die Airline klar; Alaska-Titel auf einem Airbus deutet auf 2018 bis 2023.
Typ bestimmen
A319 und A320 flogen die ganze Zeit, eine A321neo in Virgin-Farben datiert das Bild auf 2017 oder 2018.
Ort prüfen
San Francisco und Los Angeles sind die typischen Kulissen, dazu New York, Las Vegas und Dallas Love Field.
Kennzeichen notieren
Mit dem N-Kennzeichen verfolgst du den Lebenslauf der Zelle bis heute.
Wie du einem Flugzeug über die Jahre folgst, steht im Guide Flugzeug per Kennzeichen finden und verfolgen.
Wachstum, Dallas und Börsengang
Wirtschaftlich hatte Virgin America lange zu kämpfen. Die Airline wuchs schnell, schrieb aber in den ersten Jahren Verluste. Nicht jede Strecke hielt sich: Toronto etwa wurde vom 29. Juni 2010 bis zum 6. April 2011 bedient und dann wieder eingestellt.
Einen Sprung machte Virgin America 2014. In Dallas Love Field wurden Gates frei, weil American Airlines nach ihrer Fusion mit US Airways Kapazitäten abgeben musste – Virgin America bekam den Zuschlag und baute Love Field ab Ende 2014 zum Schwerpunkt aus. Im gleichen Jahr wagte das Unternehmen den Schritt an die Börse: Am 14. November 2014 wurden die Aktien an der Nasdaq gehandelt, der Börsengang brachte 307 Millionen Dollar. 2015 meldete Virgin America einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Dollar und einen deutlichen Gewinn – das Unternehmen war nun auch für Käufer interessant.
Die Übernahme durch Alaska Airlines
2016 lieferten sich zwei Airlines einen Bieterwettstreit: JetBlue und Alaska. Alaska setzte sich durch und kündigte die Übernahme am 4. April 2016 an – mit 57 Dollar je Aktie in bar. Der Eigenkapitalwert lag bei 2,6 Milliarden Dollar, inklusive Schulden und Leasingverträgen bei rund vier Milliarden.
Was Virgin America einbrachte
- Starke Position in San Francisco und Los Angeles
- Gates in Dallas Love Field und Slots an der Ostküste
- Junge Airbus-Flotte
- Ein bekanntes, beliebtes Kabinenprodukt
Was Alaska einbrachte
- Sitz in Seattle und Drehkreuze im Nordwesten
- Eine reine Boeing-737-Flotte
- Das große Vielfliegerprogramm Mileage Plan
- Regionalverkehr über Horizon Air
Die Aktionäre stimmten im Juli 2016 zu, am 14. Dezember 2016 war die Übernahme vollzogen. Zunächst blieb offen, ob die Marke Virgin America weiterlebt. Am Ende entschied sich Alaska dagegen: Nach dem gemeinsamen Betriebszeugnis im Januar 2018 verschwand der Name in der Nacht vom 24. auf den 25. April 2018 aus Buchungssystemen und Flughäfen.
Den letzten Linienflug flog Virgin America am 24. April 2018 als Flug 1948 von San Francisco nach Los Angeles. Kurz darauf startete ein Mitarbeiter-Charter als Flug 1947 in die Gegenrichtung – noch einmal unter dem Rufzeichen „Redwood“.
Nicht verwechseln
Virgin America ist nicht Virgin Atlantic. Beide trugen den Virgin-Namen, waren aber eigenständige Airlines: Virgin Atlantic fliegt bis heute Langstrecke ab Großbritannien, Virgin America flog fast ausschließlich innerhalb der USA und nach Mexiko.
Nach der Fusion: Umlackierung und Ausmusterung
Ab Januar 2018 lackierte Alaska die Airbusse nach und nach in die eigenen Farben um. Eine A321neo trug eine besondere Übergangsbemalung namens „More to Love“, die beide Marken verband. Solche Übergangsphasen erklärt der Guide zu Hybrid-Lackierungen, den Rebranding-Prozess allgemein der Artikel Wenn Airlines ihr Design wechseln.
Langfristig blieb Alaska aber bei Boeing:
- A319: Alle zehn wurden 2020 während der Pandemie aus dem Dienst genommen.
- A320: Die letzten A320 verließen die Flotte 2023.
- A321neo: Auch sie gingen 2023, Alaska wurde wieder zur reinen Boeing-Airline.
Als Ersatz setzt Alaska auf Typen wie die Boeing 737-900ER und die Boeing 737 MAX 9. Wer heute in San Francisco Ex-Virgin-Zellen sucht, findet sie also nur noch bei anderen Betreibern.
Virgin America heute: Spuren in Kalifornien
Im Linienbetrieb siehst du Virgin America nicht mehr. Die Spuren führen aber nach Kalifornien: San Francisco ist bis heute ein wichtiger Standort von Alaska. Tipps für die Bay Area gibt der Guide Planespotting in San Francisco; ein beliebter Platz direkt am Wasser ist der Bayfront Park in Millbrae. In Los Angeles lohnen der Imperial Hill und der Klassiker am In-N-Out Burger – mehr im Los-Angeles-Guide.
Auch die kalifornische Airline-Geschichte ist spannend: Schon vor Virgin America stand Pacific Southwest Airlines für günstige, fröhliche Flüge an der Westküste. Bevor du in die USA reist, lohnt ein Blick in die Reisetipps für USA-Spotter und die Spotting-Regeln in den USA.
Sehr wahrscheinlich Virgin America, wenn …
- „virgin america“ am Rumpf eines Airbus steht und das Bild vor Mitte 2019 entstand
- der Beleg oder Flugplan eine VX-Flugnummer zeigt
- der Funkmitschnitt „Redwood“ nennt
Genauer prüfen, wenn …
- ein Airbus in Alaska-Farben zu sehen ist – dann oft ein Ex-Virgin-Flugzeug
- das Bild aus den Übergangsmonaten Januar bis April 2018 stammt
Eher nicht Virgin America, wenn …
- ein Großraumjet mit Virgin-Titeln zu sehen ist – das ist Virgin Atlantic
- eine Boeing 737 Virgin-Titel trägt – das deutet auf Virgin Australia
Häufige Verwechslungen
- Virgin America mit Virgin Atlantic gleichsetzen – getrennte Airlines mit völlig unterschiedlichen Netzen.
- Branson für den Eigentümer halten – die Virgin Group war nur Minderheitsaktionärin und Markengeberin.
- Jeden Airbus bei Alaska für eine Neubestellung halten – fast alle stammten von Virgin America.
- Die A321neo als langjährigen Typ sehen – in Virgin-Farben flog sie nur rund ein Jahr.
- REDWOOD nach Januar 2018 erwarten – ab dann meldeten sich die Crews als Alaska.
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Poste deine Virgin-America-Aufnahmen mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen, tausch dich in Kommentaren und Chats aus und lass dich bei Special Liveries im Anflug benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Virgin America war eine kurze, aber prägende Episode der US-Luftfahrt: 2007 nach zähem Ringen um die Zulassung gestartet, berühmt für Mood Lighting, Touchscreens und WLAN, ab 2017 Erstbetreiberin der A321neo – und 2016 von Alaska übernommen, die die Marke 2018 einstellte. Für dich als Spotter ist die Airline heute ein Archivthema mit kalifornischem Flair: Schriftzug, Airbus-Typ, Ort und Kennzeichen helfen dir, alte Aufnahmen sicher zuzuordnen.
Kurzfazit
Virgin America (IATA VX, ICAO VRD, Rufzeichen REDWOOD) war eine historische Lifestyle-Airline aus Kalifornien von 2007 bis 2018. Bekannt für ihre reine Airbus-Flotte und ein besonderes Kabinenprodukt, ging sie in Alaska Airlines auf.
Zusammenfassung
- Virgin America startete 2007 nach langem Streit um ausländische Eigentümer mit Flügen ab San Francisco und Los Angeles nach New York.
- Die Airline setzte auf Design und Kabinenerlebnis statt auf ein großes Streckennetz und flog vor allem Transkontinental- und Westküstenstrecken.
- Nach einem Bieterwettstreit mit JetBlue zahlte die Alaska Air Group 57 Dollar je Aktie, insgesamt rund vier Milliarden Dollar inklusive Schulden und Leasing.
- Für Spotter ist Virgin America heute ein Archivthema; die Airbusse verließen die Alaska-Flotte bis 2023.
Häufige Fragen
Wann gab es Virgin America?
Gegründet wurde die Airline am 26. Januar 2004, zunächst unter dem Namen Virgin USA. Der erste Linienflug startete am 8. August 2007. Ende 2016 übernahm die Alaska Air Group das Unternehmen, im Januar 2018 folgte das gemeinsame Betriebszeugnis, und am 24. April 2018 hob der letzte Flug unter der Marke Virgin America ab.
Welche Codes hatte Virgin America?
Der IATA-Code war VX, der ICAO-Code VRD, das Rufzeichen im Funk „REDWOOD“ – eine Anspielung auf die Mammutbäume Kaliforniens. Mit dem gemeinsamen Betriebszeugnis von Alaska Airlines endete die Nutzung des Rufzeichens im Januar 2018.
Gehörte Virgin America Richard Branson?
Nicht mehrheitlich. US-Recht begrenzt den Anteil ausländischer Eigentümer an US-Airlines. Die Virgin Group hielt deshalb nur eine Minderheit und vergab die Lizenz für den Markennamen; die Mehrheit lag bei US-Investoren. Erst nach einem Umbau der Eigentümerstruktur gab das US-Verkehrsministerium im März 2007 grünes Licht.
Welche Flugzeuge flog Virgin America?
Ausschließlich Airbus. Zur Fusion im Januar 2018 bestand die Flotte aus 10 A319, 53 A320 und 4 A321neo. Virgin America nahm 2017 als erste Airline eine A321neo in Betrieb – ausgeliefert in Hamburg, mit CFM-LEAP-Triebwerken.
Was machte Virgin America besonders?
Vor allem die Kabine: farbiges Mood Lighting, Bildschirme mit dem Unterhaltungssystem „Red“, Essen auf Bestellung per Bildschirm und ab Mai 2009 WLAN auf jedem Flug. Dazu kamen drei Klassen – First Class, Main Cabin Select und Main Cabin.
Warum hat Alaska Airlines Virgin America gekauft?
Alaska wollte an der Westküste wachsen, vor allem in Kalifornien, und bekam mit Virgin America starke Positionen in San Francisco und Los Angeles sowie wertvolle Slots und Gates. Die Übernahme wurde am 4. April 2016 angekündigt und am 14. Dezember 2016 vollzogen. Die Marke Virgin America behielt Alaska nicht.
Kann ich Virgin-America-Flugzeuge heute noch sehen?
In Virgin-Farben nicht mehr. Alaska hat die Ex-Virgin-Flotte umlackiert und die A319 2020 sowie die A320 2023 ausgemustert; auch die A321neo verließen die Flotte 2023. Einzelne Zellen fliegen bei anderen Betreibern weiter – ein Abgleich per Kennzeichen zeigt dir ihren Werdegang.
Virgin America im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypBoeing 737-900ER
Die längste 737 der Next Generation: Die 737-900ER hat ein zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel und prägt vor allem den US-Inlandsverkehr. In Europa ist sie ein seltener Fang – so erkennst du sie.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 9
Die gestreckte Schwester der MAX 8: Die 737 MAX 9 ist länger, hat einen zusätzlichen Ausgang hinter dem Flügel und ist in Europa ein eher seltener Gast. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Alaska Airlines
Netzwerk-Airline aus Seattle mit dem Gesicht am Leitwerk: große Boeing-737-Flotte, oneworld-Mitglied seit 2021, Übernahmen von Virgin America und Hawaiian – und seit 2026 erstmals Linienflüge nach Europa.
RegionalHorizon Air
Regionaltochter der Alaska Air Group aus dem Großraum Seattle: seit 1981 im Westen der USA unterwegs, heute mit einer reinen Embraer-E175-Flotte – und über zwei Jahrzehnte das Zuhause der Dash 8 Q400.
Low-CostJetBlue Airways
Die New Yorker Airline zwischen Low-Cost und Netzwerk: reine Airbus-Flotte, bunte Leitwerksmuster in Blautönen, die Mint-Kabine – und seit 2021 Schmalrumpf-Transatlantikflüge nach London, Paris, Amsterdam, Dublin und Edinburgh.
NetzwerkVirgin Atlantic
Die britische Langstrecken-Airline mit dem roten Leitwerk: 1984 von der Virgin Group gestartet, Drehkreuz London-Heathrow, seit 2023 in SkyTeam und mit einer reinen Flotte aus zweistrahligen Großraumjets.
NetzwerkVirgin Australia
Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe: im Jahr 2000 als Low-Cost-Airline Virgin Blue gestartet, heute ein Mittelweg zwischen Billigflieger und Netzwerk-Airline mit fast reiner Boeing-737-Flotte und Qatar Airways als Anteilseigner.
Low-CostVirgin Express
Historische Low-Cost-Airline aus Brüssel: 1996 aus der EuroBelgian Airlines entstanden, mit Boeing 737-300 und -400 vor allem in den Süden Europas unterwegs und 2006/2007 in Brussels Airlines aufgegangen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Alaska Air Group
Die Alaska Air Group vereint seit 2024 Alaska Airlines und Hawaiian Airlines unter einem Dach, dazu die Regionaltochter Horizon Air. Zwei Marken, ein Betriebszeugnis und seit 2026 ein gemeinsamer Code – für Spotter steckt die Unterscheidung jetzt im Detail.
FlughafenFlughafen San Francisco
Vier Bahnen, die sich zu zwei extrem eng liegenden Paaren kreuzen, Nebel aus dem Pazifik und United als Hausairline mit dem Tor nach Asien: Der Flughafen San Francisco ist für Spotter eines der spannendsten Drehkreuze der US-Westküste.
FlughafenFlughafen Los Angeles (LAX)
Vom Weizenfeld Mines Field zum Tor nach Asien und Australien: vier Parallelbahnen direkt am Pazifik, vier große Hausairlines, Großraumjets aus aller Welt – und mitten im Terminal-Hufeisen das Theme Building, die fliegende Untertasse aus dem Jahr 1961.
FlughafenFlughafen New York JFK
Vom Golfplatz Idlewild zum wichtigsten Tor der USA nach Übersee: vier Bahnen an der Jamaica Bay, Drehkreuze von Delta, American und JetBlue, Airlines aus aller Welt – und mit dem TWA Hotel ein Stück Luftfahrtgeschichte direkt am Vorfeld.
Wo du Virgin America vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Bayfront Park am Flughafen San Francisco
Der Standard-Spot an SFO: Vom Uferpark in Millbrae schaust du über das Wasser der Bucht auf die Landungen auf den eng beieinanderliegenden Pisten 28L und 28R – mit Langstrecke aus Asien, Europa und dem Nahen Osten und Licht ab der Mittagszeit.
SpotterhügelImperial Hill am Flughafen Los Angeles
Der Klassiker unter den LAX-Spots: Vom Imperial Hill in El Segundo, heute offiziell Clutter's Park, schaust du von Süden auf die beiden Südbahnen von Los Angeles – mit Bänken, Sonne im Rücken und Großraumjets im Minutentakt.
AnflugschneiseIn-N-Out Burger am Flughafen Los Angeles
Burger in der Hand, Großraumjet über dem Kopf: Am In-N-Out an der Sepulveda Boulevard und dem kleinen Park gegenüber schweben die Landungen auf die Piste 24R in Los Angeles so tief herein, dass du die Nieten zählen kannst. Einer der bekanntesten Spots der Welt – mit klaren Regeln.
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