Das Wichtigste in Kürze
- Avior Airlines ist eine private venezolanische Airline mit Sitz und Hauptbasis in Barcelona im Osten des Landes.
- Codes: IATA 9V, ICAO ROI, Rufzeichen „AVIOR“.
- Die Flotte besteht aus Boeing-737-Klassikern: 737-200 aus der ersten Hälfte der 1980er-Jahre und 737-400 – das Durchschnittsalter liegt bei über 30 Jahren.
- Seit Ende 2017 steht Avior auf der EU-Flugsicherheitsliste und darf nicht in die EU fliegen.
- Das Netz ist regional: Inlandsziele in Venezuela, dazu Kolumbien und Curaçao (Stand 2026).
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | 9V |
|---|---|
| ICAO-Code | ROI |
| Rufzeichen | AVIOR |
| Drehkreuze | BLA, CCS |
| Geschäftsmodell | Private Linien- und Charterairline für Inlandsflüge in Venezuela und Ziele in der Region |
| Sitz | Barcelona, Bundesstaat Anzoátegui, Venezuela |
| Gegründet | 1994 als Aviones de Oriente, später als Avior Express vermarktet, seit 2003 unter dem Namen Avior Airlines |
| Drehkreuze | Barcelona (BLA) als Hauptbasis, Caracas-Maiquetía (CCS) als zweite Basis |
| Allianz | keine |
| Flottentypen (Stand 2026) | Boeing 737-200 und Boeing 737-400, mehrere Maschinen abgestellt; Status der Fokker 50 unklar |
| Früher eingesetzt | Cessna 172, Aero Commander 500, Dornier Do 28, Beechcraft 1900, Cessna 208, Embraer 120, ein Airbus A340-300 |
| Vielfliegerprogramm | AviorPlus |
| Besonderheit | Seit Ende 2017 auf der EU-Flugsicherheitsliste, kein Flugbetrieb in die EU |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Avior Airlines?
- Fast immer eine Boeing 737 der alten Generationen: 737-200 oder 737-400
- Venezolanisches Kennzeichen mit YV und Ziffern, geschrieben ohne Bindestrich, z. B. YV3011
- Die 737-200 erkennst du an den langen, schlanken Triebwerken direkt unter dem Flügel
- Die 737-400 hat die rundlich-abgeflachten CFM56-Triebwerke und einen längeren Rumpf
- Auf dem Tracker steht ROI, in der Flugnummer 9V
- Einzelne Maschinen tragen Namen am Rumpf, etwa „El Negro Áñez“
Wenn du klassische Jets liebst, kommst du an Avior Airlines kaum vorbei. Die private Airline aus dem Osten Venezuelas fliegt noch heute mit Boeing 737-200 und 737-400 – Typen, die an europäischen Flughäfen längst Geschichte sind. Gleichzeitig steht Avior seit Jahren auf der EU-Flugsicherheitsliste und fliegt in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Hier erfährst du, wie du Avior einordnest, die beiden 737-Generationen unterscheidest und wo du die Airline überhaupt zu sehen bekommst.
Klassiker im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und setzt seltene Typen wie die 737-200 auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Avior Airlines im Überblick
Avior Airlines ist eine private Airline aus Venezuela mit Sitz in Barcelona im Bundesstaat Anzoátegui. Wichtig gleich zu Beginn: gemeint ist nicht die spanische Metropole, sondern die Hafenstadt an der venezolanischen Karibikküste. Dort liegt auch der Flughafen General José Antonio Anzoátegui (IATA BLA), die Hauptbasis der Airline. Als zweite Basis dient der internationale Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía, über den Caracas angebunden ist.
Gegründet wurde das Unternehmen im September 1994 von Jorge Luis Añez Dager und Rafael Ciarcia Walo unter dem Namen Aviones de Oriente – daher auch der Name Avior. Am Anfang stand kein Linienverkehr, sondern Firmentransport: Kleine Propellerflugzeuge brachten Mitarbeiter der Ölindustrie und Reisegruppen durch den Osten Venezuelas. Später folgte der planmäßige Linienbetrieb unter der Marke Avior Express, seit 2003 heißt die Gesellschaft Avior Airlines.
Mit dem Namenswechsel kam auch der Sprung zum Jet: 2003 übernahm Avior die ersten Boeing 737-200. Ab 2013 kamen 737-400 dazu, mit denen die Airline ihr internationales Netz ausbaute. Einer Allianz gehört Avior nicht an.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 9V: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und in Buchungssystemen.
- ICAO-Code ROI: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf ADS-B-Trackern auf.
- Rufzeichen AVIOR: so meldet sich die Crew im Funk.
Der ICAO-Code ROI wirkt auf den ersten Blick beliebig – und genau das ist er auch. ICAO-Codes sind reine Kennungen und müssen nicht zum Airline-Namen passen. Wenn du auf einem Tracker nach Avior suchst, gib deshalb nicht „AVI“ ein, sondern ROI. Wie du ADS-B-Daten sauber liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Lücken auf dem Tracker
Über Venezuela ist die Empfängerdichte der großen ADS-B-Netzwerke deutlich geringer als in Europa. Rechne damit, dass Avior-Flüge auf Trackern zeitweise verschwinden oder erst im Anflug wieder auftauchen. Im Funk und am Flughafen bleibt das Rufzeichen „AVIOR“ dein zuverlässigster Hinweis.
Von der Cessna zur 737: die Geschichte
Die Entwicklung von Avior zeigt gut, wie Regionalairlines in Südamerika wachsen. In den ersten Jahren flog die Gesellschaft mit kleinen Mustern wie Cessna 172 und Aero Commander 500, ab 1995 kamen Dornier Do 28 dazu, danach begann der planmäßige Verkehr. Ende der 1990er-Jahre folgten Beechcraft 1900 und Cessna 208, Anfang der 2000er-Jahre Embraer 120. Damit erreichte Avior einen großen Teil der venezolanischen Städte.
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 1994 | Gründung als Aviones de Oriente in Barcelona |
| ab 1995 | Dornier Do 28, danach Linienverkehr als Avior Express, ab 1998 Beechcraft 1900 und Cessna 208 |
| 2003 | Name Avior Airlines, erste Boeing 737-200 |
| 2009 | Krise: mehrere Inlandsziele eingestellt, Beechcraft-Flotte abgegeben |
| 2012/2013 | Ankündigung von Avior Regional, erste 737-400 und Fokker 50 |
| Ende 2017 | Aufnahme in die EU-Flugsicherheitsliste |
| 2018 | IOSA-Zertifizierung durch die IATA |
| 2016–2019 | Ein Airbus A340-300 in der Flotte |
2009 geriet Avior in eine schwere Krise. Die Airline stellte mehrere Inlandsziele ein und gab ihre Beechcraft-1900-Flotte ab. Als Antwort darauf kündigte sie 2012 die Tochter Avior Regional an, die die gestrichenen Regionalstrecken mit Fokker 50 wieder aufnahm. Parallel kaufte Avior vier Boeing 737-400 für internationale Strecken.
Ein Exot in der Geschichte ist der Airbus A340-300, den Avior zwischen 2016 und 2019 in der Flotte hatte. Der Vierstrahler blieb ein Einzelstück und wurde später an den venezolanischen Staat abgegeben. Wenn du Fotos aus dieser Zeit findest, hast du ein echtes Sammlerstück vor dir.
Die Flotte: Boeing-737-Klassiker
Die heutige Flotte ist klein und alt. Die genaue Zahl der aktiven Maschinen schwankt, weil Flugzeuge immer wieder für längere Zeit am Boden stehen. Nach den verfügbaren Flottenübersichten sieht das Bild (Stand 2026) so aus:
| Typ | Anzahl (ca.) | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-200 | 2 | 108 (12 Business, 96 Economy) | rund 42 Jahre alt, lange schlanke Triebwerke |
| Boeing 737-400 | rund 8 registriert | 144 bis 150 | mehrere abgestellt in Barcelona oder Puerto Ordaz |
| Fokker 50 | unklar | – | Regionalflotte, Quellen widersprüchlich, ob noch im Einsatz |
Das Durchschnittsalter der Flotte lag 2026 bei über 30 Jahren. Bei der Boeing 737-200 sind es sogar mehr als 40 Jahre – damit gehört Avior zu den wenigen Airlines weltweit, die diesen Typ noch im Passagierverkehr einsetzen. Die Boeing 737-400 stammt aus der zweiten 737-Generation, die oft als „Classic“ bezeichnet wird. Beide Typen baute Boeing.
Die Gründe für die alte Flotte liegen vor allem im Umfeld: Venezuela steckt seit Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise, dazu kommen internationale Sanktionen, die Leasing, Ersatzteile und Finanzierung erschweren. Neue Flugzeuge sind für private Airlines dort kaum zu bekommen. Das erklärt, warum ältere Jets länger fliegen und warum immer wieder Maschinen abgestellt werden.
Seltene Typen nicht verpassen
Setz die 737-200 oder einzelne YV-Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-200 oder 737-400? So unterscheidest du sie
Bei Avior hast du es mit zwei 737-Generationen zu tun. Beide tragen dieselbe Bemalung, aber im Detail sind sie gut auseinanderzuhalten.
Das spricht für die 737-200
- Lange, schlanke JT8D-Triebwerke, die direkt unter dem Flügel sitzen
- Kürzerer, gedrungener Rumpf
- Deutlich lauter und mit sichtbarer Abgasfahne beim Start
- Auf Trackern meist als B732 geführt
Das spricht für die 737-400
- Dickere CFM56-Triebwerke mit unten abgeflachter Verkleidung
- Triebwerke weiter vor den Flügel gezogen
- Längerer Rumpf mit mehr Fenstern
- Auf Trackern als B734 geführt
Das sicherste Merkmal sind die Triebwerke. Die JT8D der 737-200 wirken wie lange Röhren, die fast bündig unter der Tragfläche hängen. Bei der 737-400 sitzen die größeren CFM56 weiter vorn, und die Unterseite der Verkleidung ist abgeflacht, damit genug Bodenfreiheit bleibt. Ähnlich sieht übrigens die 737-300 aus, die aber kürzer ist als die 737-400 – bei Avior spielt sie aktuell keine Rolle, an anderen Flughäfen der Region kann sie dir aber begegnen.
Achtung Verwechslung
Auch andere venezolanische Airlines wie Estelar fliegen ältere Boeing 737. Wer nur die Triebwerke fotografiert, kann später Airline und Typ verwechseln. Mach deshalb immer ein Bild, auf dem Bemalung und Kennzeichen gut zu sehen sind.
Woran du Avior erkennst
Am schnellsten erkennst du Avior am Schriftzug der Airline auf dem Rumpf und an der Flotte selbst: Eine 737 der ersten oder zweiten Generation mit venezolanischem Kennzeichen ist ein starker Hinweis. Einige Maschinen tragen außerdem Namen am Rumpf, zum Beispiel die 737-400 YV3011 „El Negro Áñez“ oder die YV3158 „Lilu“.
Das Kennzeichen ist bei Avior besonders aufschlussreich. Venezuela nutzt das Nationalitätszeichen YV, gefolgt von Ziffern – häufig ohne Bindestrich, also etwa YV2794 oder YV3012. Wenn du mehr über Präfixe und Schreibweisen wissen willst, hilft dir der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Wie alt eine bestimmte Maschine ist, findest du über das Kennzeichen heraus – der Guide Flugzeugalter herausfinden zeigt dir, wie das geht.
Typ bestimmen
737-200 oder 737-400? Schau zuerst auf die Triebwerke.
Kennzeichen lesen
YV plus Ziffern zeigt dir die venezolanische Registrierung.
Tracker abgleichen
ROI im Rufzeichen bestätigt, dass Avior den Flug durchführt.
Sauber notieren
Halte Typ, Kennzeichen und – falls vorhanden – den Taufnamen getrennt fest.
Das Streckennetz
Avior ist vor allem eine Inlandsairline. Im Netz stehen nach den verfügbaren Übersichten (2025/2026) Ziele wie Barcelona, Caracas, Maracaibo, Barquisimeto, Porlamar auf der Isla Margarita, Puerto Ordaz und Las Piedras auf der Halbinsel Paraguaná. International bedient Avior vor allem Kolumbien mit Bogotá und Medellín sowie Curaçao.
Früher war das Netz deutlich größer. Zu den ehemaligen Zielen gehörten Aruba, Port of Spain, Panama-Stadt, Lima, Guayaquil, Cancún und Miami. Viele dieser Strecken fielen der Wirtschaftskrise, Sanktionen und Einschränkungen im Luftverkehr zwischen Venezuela und anderen Ländern zum Opfer. Pläne für eine Rückkehr nach Miami tauchten 2026 in Übersichten wieder auf; ob und wann daraus regelmäßige Flüge werden, solltest du im aktuellen Flugplan prüfen.
Eine weitere Einschränkung kommt aus Europa: Seit Ende 2017 steht Avior auf der EU-Flugsicherheitsliste. Die EU-Kommission begründete das mit ungelösten Sicherheitsmängeln. Flüge in die EU sind damit ausgeschlossen.
Gute Chancen auf Avior, wenn …
- du in Barcelona (BLA) oder Caracas (CCS) am Flughafen bist
- du in Bogotá oder Medellín spottest und Avior-Flüge im Plan stehen
- du auf Curaçao Urlaub machst und den Flugplan im Blick hast
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Reiseberichten oder Streckenkarten planst
- du speziell eine 737-200 sehen willst – davon sind nur wenige im Einsatz
Kein Avior-Tag, wenn …
- du an einem Flughafen in der EU stehst – dort fliegt Avior nicht
Avior im venezolanischen Markt
Avior ist nicht die einzige Airline, die in Venezuela mit älterem Gerät fliegt. Die staatliche Conviasa ist der größte Gegenspieler, dazu kommen private Gesellschaften wie Laser Airlines mit MD-80-Jets sowie Estelar. Historisch prägten VIASA als frühere Flag-Carrier und die traditionsreiche Aeropostal den Markt.
Für Spotter ist Venezuela damit eine kleine Zeitkapsel: Typen, die anderswo im Museum stehen, sind hier noch im Linienbetrieb. Wer klassische Flugzeuge gezielt erkennen will, findet im Artikel Historische Flugzeuge erkennen weitere Merkmale. In Kolumbien triffst du Avior neben großen Netzwerk-Airlines wie Avianca – dort fällt die alte 737 zwischen modernen Airbus-Jets sofort auf.
Sicherheit und Regeln vor Ort
In Venezuela gelten an Flughäfen strenge Regeln, und Fotografieren in der Nähe militärisch genutzter Bereiche kann schnell Ärger bringen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, frag im Zweifel nach und halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitszonen. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.
Häufige Verwechslungen
- Barcelona in Spanien vermuten – der Sitz von Avior liegt in Barcelona, Venezuela, Flughafencode BLA.
- Nach „AVI“ auf dem Tracker suchen – der ICAO-Code von Avior ist ROI.
- 737-400 und 737-300 verwechseln – beide haben CFM56-Triebwerke, die 737-400 ist aber länger.
- Jede alte 737 in Venezuela Avior zuordnen – auch andere Airlines des Landes fliegen 737-Klassiker.
- Avior Regional und Avior Airlines gleichsetzen – die Tochter war für Regionalstrecken mit Turboprops gedacht.
- Avior in Europa erwarten – wegen der EU-Flugsicherheitsliste fliegt die Airline nicht in die EU.
Deine Klassiker-Sichtung teilen
Poste deine Avior-737 mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot, sammle sie in deinem Hangar und tausch dich in der Community mit anderen Fans klassischer Jets aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Avior Airlines ist klein, alt und nicht leicht zu erwischen – genau das macht sie spannend. Die Airline aus Barcelona in Venezuela fliegt mit Boeing 737-200 und 737-400, die anderswo längst ausgemustert sind, und bedient ein regionales Netz zwischen Venezuela, Kolumbien und Curaçao. Wer die Triebwerke genau ansieht, das YV-Kennzeichen notiert und den aktuellen Flugplan prüft, holt sich mit einer Avior-Sichtung ein echtes Stück lebende Luftfahrtgeschichte ins Logbuch.
Kurzfazit
Avior Airlines (IATA 9V, ICAO ROI) ist eine private venezolanische Airline mit Basis in Barcelona (BLA). Die Flotte besteht aus Boeing 737-200 und 737-400, die EU-Flugsicherheitsliste hält sie von Europa fern – spotten kannst du sie in Venezuela, Kolumbien und auf Curaçao.
Zusammenfassung
- Avior ist eine der wenigen Airlines, bei denen du noch eine Boeing 737-200 im Linienbetrieb sehen kannst – ein echtes Ziel für Fans klassischer Jets.
- Spotten kannst du Avior realistisch nur in Venezuela, Kolumbien und auf Curaçao; Europa ist wegen der EU-Flugsicherheitsliste tabu.
- Zwischen 737-200 und 737-400 unterscheidest du am sichersten über die Triebwerke und die Rumpflänge.
- Flotte und Streckennetz schwanken stark – vor einer Reise lohnt sich der Blick in den aktuellen Flugplan und auf Tracker.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Avior Airlines?
Der IATA-Code ist 9V, der ICAO-Code ROI. Im Funk meldet sich Avior mit dem Rufzeichen „AVIOR“. Der ICAO-Code hat nichts mit dem Namen zu tun – er stammt aus dem Bestand der ICAO und ist eine reine Kennung.
Wo hat Avior Airlines ihren Sitz?
Avior sitzt in Barcelona im venezolanischen Bundesstaat Anzoátegui, nicht in Spanien. Hauptbasis ist der Flughafen General José Antonio Anzoátegui (BLA), dazu kommt Caracas-Maiquetía (CCS) als zweite Basis.
Welche Flugzeuge fliegt Avior?
Avior setzt nach den verfügbaren Flottenübersichten (Stand 2026) Boeing 737-200 und Boeing 737-400 ein. Die 737-200 sind über 40 Jahre alt, mehrere 737-400 standen zeitweise abgestellt in Barcelona. Dazu kamen Fokker 50 der Regionaltochter, deren aktueller Status in den Quellen widersprüchlich ist. Früher flog Avior kleinere Turboprops und zwischen 2016 und 2019 sogar einen Airbus A340-300.
Darf Avior Airlines in Europa landen?
Nein. Die EU-Kommission hat Avior Airlines Ende 2017 auf die EU-Flugsicherheitsliste gesetzt, weil Sicherheitsmängel nicht behoben waren. Damit ist Flugbetrieb in die EU untersagt. Eine Avior-Maschine wirst du an einem europäischen Flughafen also nicht sehen.
Wohin fliegt Avior Airlines?
Schwerpunkt ist der Inlandsverkehr in Venezuela, etwa zwischen Barcelona, Caracas, Maracaibo, Barquisimeto, Porlamar und Puerto Ordaz. International standen 2025/2026 vor allem Bogotá, Medellín und Curaçao im Netz. Das Angebot ändert sich häufig – prüf den aktuellen Flugplan.
Was ist das Besondere an der Boeing 737-200 bei Avior?
Die 737-200 ist die erste in großen Stückzahlen gebaute 737-Version mit den schlanken Pratt & Whitney JT8D-Triebwerken. Im Passagierverkehr ist sie weltweit fast verschwunden. Dass Avior noch Exemplare aus der ersten Hälfte der 1980er-Jahre im Einsatz hat, macht die Airline für Spotter von Klassikern besonders interessant.
Woran erkenne ich ein venezolanisches Kennzeichen?
Venezolanische Luftfahrzeuge tragen das Nationalitätszeichen YV. Bei Avior folgen meist vier Ziffern, oft ohne Bindestrich – zum Beispiel YV2794 (737-200) oder YV3012 (737-400). Ältere Registrierungen können auch Buchstaben am Ende haben.
Avior Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypFokker 50
Hoher Flügel, sechsblättrige Propeller und eine lange Reihe kleiner Fenster: Die Fokker 50 war der letzte Turboprop aus den Niederlanden. Heute fliegt sie nur noch bei wenigen Betreibern – so findest und erkennst du sie.
Weitere Airlines
Conviasa
Venezuelas staatliche Airline aus Maiquetía: eine der letzten Betreiberinnen des Airbus A340 im Linienverkehr, seit 2020 auf der US-Sanktionsliste und mit einem Langstreckennetz, das vor allem politischen Partnern folgt.
NetzwerkLASER Airlines
Venezolanische Privatairline aus Caracas, die seit 1994 fliegt und bis heute fast ausschließlich auf die McDonnell Douglas MD-80-Familie setzt – ein seltenes Ziel für Spotter.
NetzwerkEstelar
Private Airline aus Caracas: im Inland mit älteren Boeing 737 der Generationen Original und Classic unterwegs, auf der Langstrecke nach Madrid mit gemieteten Widebodies – zuerst mit einem Airbus A340 von Hi Fly.
NetzwerkAeropostal
Eine der ältesten Airlines Lateinamerikas: 1929 von der französischen Aéropostale gegründet, später als LAV verstaatlicht, privatisiert, wieder verstaatlicht – und über Jahrzehnte mit DC-9 und MD-80 im venezolanischen Inlandsnetz unterwegs.
NetzwerkVIASA
Historische Nationalairline Venezuelas aus Caracas: 1960 gegründet, mit KLM-Hilfe groß geworden, über Jahrzehnte mit DC-8 und DC-10 auf der Atlantikroute nach Europa – und nach der Übernahme durch Iberia im Januar 1997 am Ende.
NetzwerkAvianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerFokker
Fokker war über Jahrzehnte der große Name der niederländischen Luftfahrt: erst Jagdflugzeuge im Ersten Weltkrieg, dann die F.VII, später F27, F28, Fokker 50, 70 und 100. 1996 ging der Hersteller pleite. Hier erfährst du, wie es dazu kam, was vom Unternehmen geblieben ist und wo du Fokker-Typen heute noch vor die Linse bekommst.
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