Das Wichtigste in Kürze
- GlobalX ist eine US-Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Miami, die seit August 2021 fliegt.
- Codes: IATA G6, ICAO GXA, Rufzeichen „GEMINI“.
- Die Flotte besteht nur aus der A320-Familie: A320 und A321 für Passagiere, A321P2F-Frachter für die Frachtsparte XCargo.
- GlobalX war früh dran mit dem A321P2F in Amerika: Der erste Frachter kam im Januar 2023 nach Miami.
- Einsätze sind sehr vielfältig: Sportteams, Reiseveranstalter, Wet-Lease für andere Airlines, Fracht in die Karibik und Regierungsaufträge.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | G6 |
|---|---|
| ICAO-Code | GXA |
| Rufzeichen | GEMINI |
| Drehkreuze | MIA |
| Geschäftsmodell | Charter- und ACMI-Airline für Passagiere und Fracht, Ad-hoc- und Serienflüge |
| Sitz | Miami, Florida (USA) |
| Gegründet | 2018 von Ed Wegel, Flugbetrieb seit August 2021 |
| Konzern | Global Crossing Airlines Group, an der Cboe Canada unter dem Kürzel JET gelistet |
| Einsatzgebiet | USA, Karibik, Lateinamerika und Europa |
| Basen (laut Nachschlagewerken, Stand 2025) | Miami, Alexandria (Louisiana), Harlingen (Texas) und Phoenix-Mesa |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand August 2025) | Rund 18 Flugzeuge: etwa 10 Airbus A320, 4 A321 und 4 A321P2F-Frachter |
| Frachtsparte | XCargo mit umgebauten A321P2F, erster Frachter im Januar 2023 übernommen |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Global Crossing Airlines (GlobalX)?
- Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie: A320, A321 und umgebaute A321-Frachter
- US-Kennzeichen mit N- am Heck, etwa N411GX bei einem der A321P2F
- Auf dem Tracker steht GXA, im Funk hörst du das Rufzeichen „GEMINI“
- Frachter ohne Fensterreihe und mit großem Frachttor vorn links am Hauptdeck
- Oft ungewöhnliche Flugnummern und Ziele abseits der Linienpläne, weil fast alles Charter ist
- Schriftzug GlobalX am Rumpf als verbindendes Element, eine weltberühmte Sonderbemalung gibt es nicht
Global Crossing Airlines – im Alltag nur GlobalX – ist eine dieser Airlines, die du nicht im Reisebüro findest, aber plötzlich auf dem Vorfeld stehen siehst. Ein A320 mit US-Kennzeichen, eine seltsame Flugnummer, ein Ziel, das gar nicht im Flugplan steht: Das ist typisch für die Charter- und ACMI-Airline aus Miami. Dazu kommt eine kleine Frachtflotte aus umgebauten A321, die in Amerika noch nicht allzu verbreitet sind. Hier erfährst du, wie GlobalX arbeitet, welche Flugzeuge sie fliegt und woran du sie sicher erkennst.
Seltene Charter-Sichtungen festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – und behältst im Hangar den Überblick, welche GlobalX-Maschinen du schon hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
GlobalX im Überblick
Global Crossing Airlines ist eine US-amerikanische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Miami, Florida. Gegründet wurde das Unternehmen im September 2018 von Ed Wegel, der zuvor die wiederbelebte Eastern Air Lines mit aufgebaut hatte – nicht zu verwechseln mit der historischen Eastern Air Lines, die 1991 unterging. Den Flugbetrieb nahm GlobalX im August 2021 auf, also mitten in der Pandemie und damit zu einer Zeit, in der viele Airlines eher Flugzeuge abstellten als neue in Dienst stellten.
Die Idee dahinter: Statt eigene Tickets an Privatreisende zu verkaufen, vermietet GlobalX Flugzeuge samt Crew. Kunden sind Reiseveranstalter, Sportteams, Unternehmen, Behörden und andere Airlines. GlobalX selbst bezeichnet sich als US-Airline mit Genehmigung für Inlands-, Linien- und Zusatzverkehr („supplemental“) und nennt die USA, die Karibik, Lateinamerika und Europa als Einsatzgebiet. Die Airline hat außerdem das IOSA-Sicherheitsaudit der IATA durchlaufen und besitzt die Genehmigungen, als Drittstaaten-Airline in die EU und nach Großbritannien zu fliegen.
Organisatorisch gehört die Airline zur Global Crossing Airlines Group, die an der kanadischen Börse Cboe Canada unter dem Kürzel JET gehandelt wird. Im Februar 2024 trat Gründer Ed Wegel als Chef zurück; seitdem führt Chris Jamroz das Unternehmen als Executive Chairman, Ryan Goepel ist President und Finanzchef. Der Umsatz lag 2024 bei rund 224 Millionen US-Dollar und stieg laut den Zahlen für 2025 auf etwa 246 Millionen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code G6: taucht in Flugnummern auf, wenn GlobalX unter eigenem Code fliegt.
- ICAO-Code GXA: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit meist auf Flugtrackern.
- Rufzeichen GEMINI: so meldet sich die Crew im Funk – ein Name, der mit der Airline-Bezeichnung nichts zu tun hat und deshalb leicht überhört wird.
Gerade bei Charter- und ACMI-Airlines ist der ICAO-Code dein wichtigstes Werkzeug. Fliegt GlobalX im Auftrag einer anderen Airline, kann die Flugnummer zum Kunden gehören. Der Tracker zeigt dann trotzdem oft das Flugzeug mit seinem Kennzeichen und dem eingetragenen Betreiber. Wie du solche Daten sauber liest, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Charter im Flugplan finden
GlobalX-Flüge stehen selten lange im Voraus in öffentlichen Plänen. Ein Blick auf den Tracker am Vortag oder am Morgen lohnt sich – und wenn du ein bestimmtes Kennzeichen suchst, hilft dir der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Charter und ACMI: so arbeitet GlobalX
Wer GlobalX verstehen will, muss den Unterschied zwischen Charter, ACMI und Linienflug kennen. Beim Charter mietet ein Kunde ein komplettes Flugzeug für einen oder mehrere Flüge – etwa ein College-Football-Team für ein Auswärtsspiel oder ein Reiseveranstalter für eine Saison. Beim ACMI stellt GlobalX Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance), und eine andere Airline verkauft die Flüge unter eigenem Namen. Die Grundlagen dazu erklären die Artikel Charterflug und Linienflug und Wet-Lease erklärt.
Laut der Airline war gerade das ACMI-Geschäft 2024 ein wichtiger Wachstumstreiber: Die Erlöse daraus haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Für dich als Spotter bedeutet das: Ein GlobalX-A320 kann an einem Tag eine Mannschaft fliegen, am nächsten für eine andere Airline Lücken im Plan füllen und eine Woche später an einem ganz anderen Flughafen stationiert sein.
Ein Teil des Geschäfts sind auch Aufträge der US-Regierung. Seit 2024 führt GlobalX Abschiebe- und Verlegungsflüge für die Einwanderungsbehörde durch und wickelte Berichten zufolge in den Jahren 2024 und 2025 mehr als die Hälfte dieser Flüge ab. Einzelne Einsätze wurden 2025 öffentlich scharf kritisiert, etwa ein Flug nach Brasilien mit technischen Problemen im Januar und Flüge nach El Salvador im März. Als Basen nennen Nachschlagewerke neben Miami auch Alexandria (Louisiana) und Harlingen (Texas) – Orte, die in Berichten über diese Flüge immer wieder auftauchen.
Neben den USA hat die Gruppe immer wieder Auslandsprojekte angekündigt. Im Dezember 2024 vereinbarte GlobalX zum Beispiel mit ATB Aviation Australia ein Gemeinschaftsunternehmen für eine Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Melbourne, die A320 einsetzen soll. Ob und in welchem Umfang solche Projekte umgesetzt werden, solltest du vor einer Sichtungsplanung aktuell prüfen.
Die Flotte: nur A320-Familie
Die Flotte ist klein und bewusst einheitlich. Alle Flugzeuge gehören zur Airbus-A320-Familie, die meisten sind geleast und haben vor GlobalX schon bei anderen Airlines gedient. Laut der Flottenübersicht vom August 2025 sah die Flotte so aus:
| Typ | Anzahl (Stand 08/2025) | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A320-200 | ca. 10 | Passagier-Charter und ACMI | Arbeitspferd der Flotte, teils mit unterschiedlicher Bestuhlung |
| Airbus A321-200 | ca. 4 | Passagier-Charter, auch mit Premium-Bereich | Längerer Rumpf, zusätzliche Türen vor und hinter dem Flügel |
| Airbus A321P2F | ca. 4 | Fracht unter der Marke XCargo | Keine Fenster, großes Frachttor vorn links |
| Airbus A319-100 | 0 (ausgeschieden) | früher Passagiere | Laut Übersicht 2023 eingeführt, 2025 abgegeben |
Ältere Angaben zeigen, wie stark die Zahlen schwanken: Im Februar 2024 nannte die Fachpresse elf Passagierflugzeuge der A320-Familie und drei A321-Frachter im Dienst, zwei weitere Frachter sollten noch folgen; mit den Jahreszahlen für 2024 sprach die Airline von insgesamt 19 Flugzeugen. Nimm die Tabelle deshalb als Momentaufnahme und nicht als feste Flottenliste.
Der Airbus A320 ist bei GlobalX die erste Generation mit kleineren Triebwerken – verwechsle ihn nicht mit dem A320neo, der bei GlobalX laut den Flottenübersichten keine Rolle spielt. Der Airbus A321 bietet mehr Platz und wird auch für Charter mit gehobener Kabine eingesetzt. Hersteller aller Typen ist Airbus.
Den A321-Frachter nicht verpassen
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines ein und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
XCargo: die A321-Frachter von GlobalX
Der interessanteste Teil der Flotte sind die Frachter. GlobalX setzte früh auf den Airbus A321P2F, einen umgebauten Passagier-A321. Umgebaut wurden die GlobalX-Frachter von ST Engineering, der erste im Werk in San Antonio (Texas). Ursprünglich peilte die Airline eine Frachtflotte von bis zu 15 umgebauten A321 an.
Der erste A321P2F (N410GX) kam im Januar 2023 nach Miami, im Februar 2023 erhielt GlobalX die Zulassung der US-Luftfahrtbehörde für den Frachtbetrieb. Im Juni 2023 folgte der zweite Frachter, der ab Miami nach Lateinamerika und in die Karibik flog; weitere kamen im Laufe des Jahres 2023 hinzu. Laut GlobalX passen in den Frachter 14 Container auf das Hauptdeck und 10 in den Unterflurraum. Die Airline gab an, damit rund die Hälfte mehr Containervolumen zu bieten als ein 737-800-Frachter.
Im Februar 2024 kündigte die neue Führung an, sich stärker auf das Passagiergeschäft zu konzentrieren und den Ausbau der Frachtflotte vorerst zu bremsen. Ganz aufgegeben hat GlobalX die Fracht aber nicht: Für Ende 2024 meldete die Airline viermal so viele Fracht-Blockstunden wie ein Jahr zuvor, dazu einen Vertrag mit einer karibischen Frachtfirma und einen ACMI-Auftrag im Netz von DHL bis ins Jahr 2025. Über eine elektronische Interline-Vereinbarung mit United Airlines ließ sich außerdem Frachtraum auf der Strecke Chicago–San Juan buchen.
Das spricht für den A321P2F
- Keine Fensterreihe am Rumpf, Fenster verschlossen
- Großes Frachttor vorn links vor dem Flügel
- Langer A321-Rumpf, die Passagiertüren hinter dem Cockpit bleiben meist geschlossen
- Auf dem Tracker meist als Fracht- oder Positionierungsflug sichtbar
Das spricht für den Passagier-A321
- Durchgehende Fensterreihe
- Passagier- und Notausgangstüren vorn, vor und hinter dem Flügel und hinten
- Fluggastbrücke oder Treppen mit Passagieren am Gate
- Typischer Charter-Einsatz mit Sportteam, Reisegruppe oder für andere Airlines
Mehr zum Unterscheiden von Frachtern findest du im Artikel Frachtflugzeuge erkennen. Den kleineren Bruder, den A320P2F, solltest du ebenfalls kennen – er sieht ähnlich aus, ist aber spürbar kürzer.
Woran du GlobalX erkennst
Eine weltberühmte Bemalung hat GlobalX nicht. Der Schriftzug GlobalX am Rumpf ist das verbindende Element. Weil die Flugzeuge geleast sind und für verschiedene Kunden fliegen, lohnt sich ein systematischer Blick:
Typ bestimmen
GlobalX fliegt nur A320-Familie. Siehst du eine 737 oder einen Widebody, ist es nicht GlobalX.
Kennzeichen lesen
Alle Flugzeuge tragen US-Kennzeichen mit N-, zum Beispiel N411GX bei einem der A321-Frachter.
Tracker prüfen
Steht dort GXA, ist der Betreiber eindeutig – egal, welche Flugnummer der Kunde verwendet.
Einsatz notieren
Halte fest, ob es ein Passagier-, Fracht- oder Regierungsflug war. Bei einer Charter-Airline macht das die Sichtung später erst richtig aussagekräftig.
Achtung Verwechslung
Der Name klingt ähnlich wie Global Airlines aus Großbritannien, die einen A380 betreibt. Mit GlobalX hat sie nichts zu tun. Auch die ehemalige US-Charterairline Miami Air International stammt aus Miami, flog aber Boeing 737 und hat den Betrieb längst eingestellt.
GlobalX spotten
Die besten Chancen hast du am Heimatflughafen Miami. Hier sind sowohl Passagier-A320 als auch die Frachter zu Hause, und Miami ist ohnehin ein Paradies für Charter- und Frachtflüge in die Karibik und nach Lateinamerika. Tipps zu Spots und Licht vor Ort findest du im Guide Planespotting in Miami. Dort triffst du auch klassische Frachtairlines wie Amerijet International, deren 767F einen guten Größenvergleich zum A321-Frachter liefern.
Außerhalb von Miami ist GlobalX ein Glücksfall. Sportcharter führen die Flugzeuge an Flughäfen von Universitätsstädten, Regierungsflüge an Plätze wie Harlingen oder Alexandria, ACMI-Einsätze an die Basen der jeweiligen Kunden. Auch in Europa ist GlobalX grundsätzlich zugelassen – regelmäßigen Verkehr gibt es dort aber nicht.
Gute Chancen auf GlobalX, wenn …
- du in Miami spottest und Fracht- wie Passagierverkehr im Blick hast
- in deiner Region ein großes Sportereignis oder eine Gruppenreise ansteht
- der Tracker am Vortag einen GXA-Flug zu deinem Flughafen zeigt
Prüf es vorher, wenn …
- du dich auf ältere Berichte über Basen oder Strecken verlässt
- du gezielt einen A321-Frachter suchst – die Zahl schwankt
Eher kein GlobalX-Tag, wenn …
- du in Europa ohne konkreten Hinweis auf einen Charter spottest
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Gerade bei Regierungsflügen sind Flughäfen oft zusätzlich gesichert – halte Abstand zu Absperrungen und folge Anweisungen des Personals. Was grundsätzlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
GlobalX im Vergleich mit anderen US-Charterairlines
GlobalX ist nicht die einzige Airline dieser Art in den USA. Omni Air International fliegt Charter mit Boeing 767 und 777, vor allem für das US-Militär. Sun Country Airlines kombiniert Ferienflüge, Charter und Fracht – unter anderem für Amazon Air. Historisch war World Airways eine der großen Charter-Adressen. GlobalX unterscheidet sich von allen durch die kleine, reine A320-Familien-Flotte und die Mischung aus Passagier- und Frachtgeschäft mit denselben Flugzeugtypen.
Häufige Verwechslungen
- GlobalX mit Global Airlines verwechseln – die britische Global Airlines hat mit der Airline aus Miami nichts zu tun.
- Flugnummer mit Betreiber gleichsetzen – bei ACMI-Flügen kann die Flugnummer zum Kunden gehören, GXA im Tracker zeigt den echten Betreiber.
- A321P2F als Neubau-Frachter notieren – alle GlobalX-Frachter sind umgebaute Passagierflugzeuge.
- A320 als A320neo notieren – GlobalX fliegt laut Flottenübersichten die erste Generation.
- „GEMINI“ im Funk nicht zuordnen – das Rufzeichen gehört zu GlobalX.
- Feste Strecken erwarten – GlobalX ist eine Charter-Airline, Einsätze wechseln ständig.
GlobalX im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die A321-Frachter, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
GlobalX ist eine junge, wandelbare Airline: gegründet 2018, im Flugbetrieb seit 2021, mit einer kleinen Flotte aus A320, A321 und umgebauten A321-Frachtern. Für Spotter macht gerade diese Wandelbarkeit den Reiz aus – heute ein Sportcharter, morgen ein Frachtflug in die Karibik, übermorgen ein ACMI-Einsatz für eine andere Airline. Wer Typ, Kennzeichen und ICAO-Code sauber festhält, hat am Ende eine Sichtung, die mehr erzählt als nur „A320 gesehen“.
Kurzfazit
Global Crossing Airlines (IATA G6, ICAO GXA, Rufzeichen „GEMINI“) ist eine Charter- und ACMI-Airline aus Miami mit reiner A320-Familien-Flotte. Besonders sehenswert sind die A321P2F-Frachter, die du am ehesten in Miami erwischst.
Zusammenfassung
- GlobalX erkennst du nicht an einer berühmten Bemalung, sondern an der Kombination aus A320-Familie, N-Kennzeichen und dem ICAO-Code GXA auf dem Tracker.
- Spannend für Spotter ist die Frachtsparte: Der A321P2F ist ein vergleichsweise seltener Umbau-Frachter, und GlobalX gehörte zu den ersten Betreibern in den USA.
- Weil fast alles Charter ist, tauchen GlobalX-Maschinen unregelmäßig auf – mal am Heimatflughafen Miami, mal auf Plätzen, die sonst kaum A320 sehen.
- Flotte, Basen und Aufträge ändern sich schnell; Zahlen auf dieser Seite sind als Momentaufnahme zu verstehen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat GlobalX?
Global Crossing Airlines nutzt den IATA-Code G6 und den ICAO-Code GXA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „GEMINI“. Bei Charterflügen für Kunden kann die Flugnummer aber auch anders aussehen, deshalb ist GXA auf dem Tracker der verlässlichere Hinweis.
Was bedeutet Charter und ACMI bei GlobalX?
Bei einem Charter mietet ein Kunde ein ganzes Flugzeug für bestimmte Flüge, zum Beispiel ein Sportteam oder ein Reiseveranstalter. Bei ACMI stellt GlobalX Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung, und eine andere Airline verkauft die Flüge unter eigenem Namen. GlobalX bietet beides an, für Passagiere und für Fracht.
Welche Flugzeuge fliegt GlobalX?
Nur Typen der Airbus-A320-Familie. Laut Flottenübersicht vom August 2025 waren es rund 18 Flugzeuge: etwa zehn A320, vier A321 für Passagiere und vier A321P2F-Frachter. Ein früher eingesetzter A319 ist laut dieser Übersicht 2025 ausgeschieden. Die Zahlen schwanken, weil die Flugzeuge geleast sind und je nach Auftrag hinzukommen oder gehen.
Was ist der A321P2F?
Das ist ein Airbus A321, der nach seiner Zeit als Passagierflugzeug zum Frachter umgebaut wurde – „P2F“ steht für Passenger to Freighter. Die GlobalX-Frachter wurden von ST Engineering umgebaut, der erste davon in San Antonio (Texas). Laut GlobalX passen 14 Container auf das Hauptdeck und 10 in den Unterflurraum.
Wo hat GlobalX seine Basis?
Firmensitz und wichtigste Basis ist Miami. Nachschlagewerke nennen außerdem Alexandria in Louisiana, Harlingen in Texas und Phoenix-Mesa als Basen (Stand 2025). Weil GlobalX vor allem Charter fliegt, sind Flugzeuge aber oft wochenweise woanders stationiert.
Kann ich GlobalX in Europa sehen?
Möglich, aber selten. GlobalX nennt Europa als Einsatzgebiet und besitzt die Genehmigungen für Flüge von Drittstaaten-Airlines in die EU und nach Großbritannien. Regelmäßige Linienflüge nach Europa gibt es nicht – eine GlobalX-Sichtung in Deutschland wäre ein typischer Charter-Glücksfall.
Warum ist GlobalX umstritten?
GlobalX führt seit 2024 im Auftrag der US-Einwanderungsbehörde Abschiebe- und Verlegungsflüge durch und wickelte in den Jahren 2024 und 2025 Berichten zufolge mehr als die Hälfte dieser Flüge ab. Einzelne Flüge, etwa nach Brasilien und El Salvador im Jahr 2025, wurden von Regierungen, Medien und Beschäftigten öffentlich kritisiert.
Wie hängt GlobalX mit Canada Jetlines zusammen?
Die Global Crossing Airlines Group hat 2020 eine Fusion und anschließende Abspaltung mit Canada Jetlines durchgeführt, einer damals noch in Gründung befindlichen Low-Cost-Airline aus Ontario. Für Spotter ist das heute vor allem eine Fußnote der Firmengeschichte.
Global Crossing Airlines (GlobalX) im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A321P2F
Bekannter A321-Rumpf, aber ohne Fensterreihe und mit großem Tor vorn links: Die A321P2F ist der Umbaufrachter, der die alternde Boeing 757F ablöst. So erkennst du sie und findest sie in Europa.
FlugzeugtypAirbus A320P2F
Ein A320 ohne Fensterreihe, dafür mit großem Frachttor vorn links: Die A320P2F ist der umgebaute Kurzstreckenfrachter aus dem Programm von Elbe Flugzeugwerke, ST Engineering und Airbus. So erkennst du ihn.
Weitere Airlines
Sun Country Airlines
Ferien- und Charterairline aus Minneapolis mit reiner Boeing-737-Flotte: Sun Country fliegt Urlauber in die Sonne, Sportteams und Soldaten im Charter und Pakete für Amazon. Seit Mai 2026 gehört sie zu Allegiant.
CharterOmni Air International
Die Charterairline aus Tulsa, die Soldaten, Sportteams und Regierungsdelegationen um die Welt fliegt: Omni Air International setzt dafür ältere Boeing 767 und 777-200ER ein – und landet dabei immer wieder auch in Deutschland.
CharterMiami Air International
Historische US-Charterairline aus Miami (Flugbetrieb ab 1991, eingestellt 2020): Miami Air flog Sportteams, Kreuzfahrtgäste und US-Soldaten – zuerst mit Boeing 727, zuletzt mit einer kleinen Flotte Boeing 737-800.
FrachtAmerijet International
Frachtairline aus Miami mit über 50 Jahren Geschichte: Vom Bahamas-Charter mit einer Cessna zur Boeing-767-Frachterflotte, die Karibik, Mittel- und Südamerika versorgt – mit umgebauten Ex-Passagierjets und Fabrikfrachtern im Einsatz für Maersk.
FrachtAmazon Air
Die Frachtflotte des Onlinehändlers: Amazon Air hat keine eigenen Piloten, sondern lässt rund 100 Boeing 767, 737 und Airbus A330 in Prime-Air-Farben von Partnern wie Atlas Air, ATI, Sun Country und Hawaiian fliegen – mit Superhub in Cincinnati und Flügen auch nach Deutschland.
CharterWorld Airways
Historische US-Charterairline (1948–2014): World Airways flog unter Ed Daly Truppen im Vietnamkrieg, holte 1975 Menschen aus Da Nang, flog DC-10 und MD-11 für das US-Militär – und stellte im März 2014 den Betrieb ein.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Miami (MIA)
Vom Pan-Am-Flugfeld an der 36th Street zum Tor der USA nach Lateinamerika: American Airlines mit ihrem Karibik-Drehkreuz, Frachter aus Bogotá, Santiago und Lima im Minutentakt und vier Pisten mitten im Großraum Miami – der Flughafen, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
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