Omni Air International

Die Charterairline aus Tulsa, die Soldaten, Sportteams und Regierungsdelegationen um die Welt fliegt: Omni Air International setzt dafür ältere Boeing 767 und 777-200ER ein – und landet dabei immer wieder auch in Deutschland.

Auch bekannt als: Omni · OAI · Omni Air Express · Omni Air Transport · OY · OAE

USAUSACharter & Wet-LeaseIATA: OYICAO: OAE11 Min. Lesezeit

OAE

ICAO-Code

OY

IATA-Code

11

Großraumflugzeuge

1993

Gründungsjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Omni Air International ist eine US-Charterairline aus Tulsa, die Passagiere auf Bestellung fliegt und Flugzeuge samt Crew an andere Airlines vermietet.
  • Codes: IATA OY, ICAO OAE, Rufzeichen „OMNI-EXPRESS“.
  • Flotte: Laut Muttergesellschaft ATSG elf Großraumflugzeuge – Boeing 767-300ER, 767-200ER und 777-200ER, alle für Passagiere.
  • Truppentransporte: Als CRAF-Carrier fliegt Omni Soldaten und Regierungsmitarbeiter im Auftrag der US-Streitkräfte – auch über Deutschland.
  • Eigentümerwechsel: ATSG hat im September 2026 den Verkauf von Omni an die OAI Holdings vereinbart, der Abschluss steht noch unter Vorbehalt der Behörden.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Omni Air International im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von der Frachtfirma zur Truppen-Airline: die Geschichte
  4. 4.So funktioniert das Geschäft
  5. 5.Truppentransporte und CRAF
  6. 6.Die Flotte: 767 und 777-200ER
  7. 7.Woran du Omni erkennst
  8. 8.Omni in Deutschland spotten
  9. 9.Zwischenfall in Bukarest 2020
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeOY
ICAO-CodeOAE
RufzeichenOMNI-EXPRESS
DrehkreuzeTUL
GeschäftsmodellPassagiercharter für Regierungen, Militär und private Kunden sowie ACMI-Leasing mit eigener Besatzung
SitzHangar 19 am Tulsa International Airport (TUL), Oklahoma
Gegründet1993; Passagierflüge unter dem Namen Omni Air International seit 1997
EigentümerAir Transport Services Group (ATSG), seit 2025 im Besitz des Investors Stonepeak; im September 2026 hat ATSG den Verkauf von Omni an die OAI Holdings vereinbart
Allianzkeine
Flotte (laut ATSG-Faktenblatt, Stand Juni 2026)11 Großraumflugzeuge: sechs Boeing 767-300ER, zwei 767-200ER und drei 777-200ER
MilitärTeilnehmer am Civil Reserve Air Fleet (CRAF) der US-Streitkräfte
ZertifizierungUS-Betriebsgenehmigung nach FAR Part 121, IOSA-registriert

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Omni Air International?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Boeing 767 und 777-200ER mit voller Fensterreihe: Omni fliegt ausschließlich Passagierflugzeuge, keine Frachter
  • Weißer Rumpf mit dem Omni-Schriftzug, oft wirkt die Lackierung schlicht und unauffällig
  • US-Kennzeichen mit N am Anfang, viele Registrierungen enden auf AX
  • Auf dem Tracker als OAE, im Funk „OMNI-EXPRESS“
  • Taucht ohne öffentlichen Flugplan auf – häufig an Plätzen mit US-Militärbezug oder als Tankstopp
  • Die 777-200ER verrät sich durch sechs Hauptfahrwerksräder pro Bein und die sehr großen Triebwerke

Omni Air International gehört zu den Airlines, die du in keiner Buchungsmaske findest – und trotzdem steht immer wieder eine ihrer Boeing 767 oder 777 auf deutschen Vorfeldern. Die Gesellschaft aus Tulsa in Oklahoma fliegt Passagiere ausschließlich im Auftrag: Soldaten auf dem Weg in den Einsatz, Regierungsdelegationen, Sportteams oder Urlauber, die nach einer Airline-Pleite festsitzen. Hier erfährst du, wie Omni arbeitet, welche Flugzeuge sie fliegt, warum sie gerade in Leipzig und rund um Ramstein auftaucht und wie du sie sicher identifizierst.

Truppencharter festhalten

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Omni Air International im Überblick

Omni Air International ist eine US-amerikanische Charterairline für Passagiere. Ihr Sitz liegt in Hangar 19 am Tulsa International Airport in Oklahoma. Die Airline fliegt nach US-Recht unter FAR Part 121, also mit derselben Betriebsgenehmigung wie große Linienairlines, und ist im Sicherheitsaudit IOSA der IATA registriert. Laut ihrer Muttergesellschaft ist Omni in jedem Jahr in mehr als 80 Ländern unterwegs, überwiegend für die Regierungen der USA und verbündeter Staaten, für Linienairlines und für Charterkunden.

Das Geschäft ist zweigeteilt. Zum einen verkauft Omni Passagiercharter: Ein Kunde mietet ein ganzes Flugzeug für eine Reise oder eine Serie von Flügen. Zum anderen vermietet die Airline Flugzeuge samt Besatzung, Wartung und Versicherung an andere Airlines – das sogenannte ACMI-Leasing. Dazu kommen Dienstleistungen wie Unterstützung beim Aufbau neuer Airlines und das Management fremder Flugzeuge.

OYIATA-Code in der Flugnummer
OAEICAO-Code auf dem Tracker
11Großraumflugzeuge laut Omni

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code OY: erscheint in Flugnummern, etwa auf Abflugtafeln, wenn Omni für einen Reiseveranstalter fliegt.
  • ICAO-Code OAE: der Betreibercode im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen OMNI-EXPRESS: So meldet sich die Crew im Funk. Der Name erinnert an die Anfangsjahre, als die Firma unter Omni Air Express firmierte und Fracht flog.

Weil Omni-Flüge selten in öffentlichen Flugplänen stehen, ist der ICAO-Code dein wichtigstes Werkzeug. Wie Flugnummer und Rufzeichen zusammenhängen, liest du in Callsign und Flugnummer: der Unterschied, die Systematik der Codes steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker-Trick

Filtere auf deinem Flugtracker nach OAE. Truppencharter sind auf manchen kommerziellen Plattformen ausgeblendet oder nur lückenhaft zu sehen – ungefilterte Community-Tracker helfen dann weiter. Wie du dabei vorgehst, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.

Von der Frachtfirma zur Truppen-Airline: die Geschichte

Omni startete 1993 als kleines Unternehmen in Tulsa. Nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia bot die Firma, damals als Omni Air Transport, zunächst Geschäftsreise- und Ambulanzflüge mit Learjets an. Noch im selben Jahr kam eine Boeing 727 als Frachter dazu, und unter dem Namen Omni Air Express flog die Gesellschaft als Subunternehmer für Paket- und Frachtdienste wie DHL, UPS und Emery.

1997 folgte der Schwenk zum Passagierverkehr: Omni kaufte eine McDonnell Douglas DC-10 und nannte sich fortan Omni Air International. Die Frachter wurden 1998 verkauft. In den folgenden Jahren kamen weitere DC-10-30 hinzu, Omni flog für Reiseveranstalter und andere Airlines. 1999 gewann die Airline einen Vertrag des US-Verteidigungsministeriums für weltweite Truppentransporte – der Grundstein für das heutige Profil.

Ab 2003 setzte Omni zusätzlich die Boeing 757-200 ein, unter anderem auf Ferienstrecken von Las Vegas nach Honolulu und von Minneapolis in die Karibik und nach Mexiko. 2009 kam die erste Boeing 767-300ER, 2011 folgten die Boeing 777-200ER und die 767-200ER. Die DC-10 verließen die Flotte Anfang 2012, die 757 im selben Jahr.

2018 übernahm die Air Transport Services Group (ATSG) aus Wilmington in Ohio die Airline. ATSG ist vor allem im Frachtgeschäft aktiv und besitzt unter anderem ABX Air und Air Transport International. 2025 ging ATSG selbst an den Infrastrukturinvestor Stonepeak. Am 28. September 2026 gab ATSG bekannt, Omni an die private OAI Holdings zu verkaufen. Zu deren Führung gehört laut Branchenberichten Omni-Gründer Rob Coretz, der die Airline bis 2018 leitete. Der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 erwartet und hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab. ATSG will sich damit auf Luftfracht und Flugzeugleasing konzentrieren.

1993

Gründung in Tulsa, bald darauf Frachtflüge mit der Boeing 727 als Omni Air Express.

1997

Erste DC-10, Umbenennung in Omni Air International und Start ins Passagiergeschäft.

2009–2011

Boeing 767-300ER, 767-200ER und 777-200ER kommen in die Flotte.

2012

DC-10 und 757 werden ausgemustert, Omni fliegt nur noch Boeing-Widebodies.

2018

Übernahme durch die Air Transport Services Group.

2026

ATSG vereinbart den Verkauf von Omni an die OAI Holdings.

So funktioniert das Geschäft

Omni verkauft keine Einzeltickets, sondern Kapazität. Der Kunde bestimmt Ziel, Termin und Zahl der Reisenden, Omni stellt Flugzeug, Cockpit- und Kabinencrew, Wartung und Abwicklung. Laut ATSG gehören Regierungen, Soldaten und ihre Familien, Hilfsorganisationen nach Naturkatastrophen, private Charterkunden und neu gegründete Airlines zu den Kunden.

Geschäftsfeld Was Omni liefert Typische Kunden Spotter-Folge
Regierungs- und Militärcharter 767 oder 777 mit Crew US-Streitkräfte, verbündete Regierungen Flüge zu Militärbasen und Tankstopps
Passagiercharter Komplettes Flugzeug für eine Reise Sportteams, Firmen, Reiseveranstalter Einzelne Flüge zu Großereignissen
ACMI-Leasing Flugzeug, Crew, Wartung, Versicherung Andere Airlines Omni-Jets auf fremden Flugnummern
Sonderaufträge Evakuierungen, Rückholflüge Behörden Kurzfristige Einsätze in Krisen

Ein Beispiel für so einen Sonderauftrag: Nach der Pleite von Thomas Cook im September 2019 flog Omni im Auftrag der britischen Luftfahrtbehörde gestrandete Urlauber nach Hause. Laut Wikipedia hat Omni außerdem immer wieder kurzfristig für europäische Airlines ausgeholfen, darunter Condor. Zum Kundenkreis gehört auch die US-Einwanderungsbehörde ICE, für die Omni Abschiebeflüge durchführt.

Wie Wet Lease und ACMI funktionieren, erklärt Wet Lease erklärt. Den Unterschied zwischen Charter und Linie findest du in Charterflug und Linienflug.

Truppentransporte und CRAF

Das Herzstück von Omni ist die Arbeit für das US-Militär. Die Airline ist Teil des Civil Reserve Air Fleet (CRAF). Über dieses Programm, das es seit Anfang der 1950er-Jahre gibt, verpflichten sich zivile US-Airlines, den Streitkräften im Ernstfall Flugzeuge und Crews bereitzustellen. Im Gegenzug bekommen sie in Friedenszeiten Transportaufträge des Militärs.

In der Praxis heißt das: Omni fliegt Soldaten zu und von Einsatzorten und Stützpunkten in Europa, Afrika, Asien und im Nahen Osten. Die 767 und 777 sind dabei als normale Passagierflugzeuge eingerichtet – in der 777-200ER laut Wikipedia mit 381 Sitzen in einer einzigen Klasse. Bei der Evakuierung aus Afghanistan im August 2021 wurde der CRAF erst zum dritten Mal in seiner Geschichte aktiviert; Omni war eine von sechs Airlines und stellte drei der 18 Flugzeuge.

Mit Militärtransportern wie der Boeing C-17 Globemaster III hat das wenig zu tun: Omni bringt Menschen, keine Panzer. Wie du zivile Truppencharter von echten Militärflugzeugen unterscheidest, erklärt Militärtransporter erkennen.

Kein Flugplan? Kein Problem

Richte einen Sichtungs-Alarm für Omni Air International oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine bei deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Die Flotte: 767 und 777-200ER

Laut einem Faktenblatt der Muttergesellschaft ATSG (Stand Juni 2026) betreibt Omni elf Großraumflugzeuge, alle von Boeing und alle für Passagiere. Die Flugzeuge sind überwiegend gebraucht übernommen und gehören zu den älteren Exemplaren ihrer Typen.

Typ Anzahl (laut ATSG) Rolle Spotter-Hinweis
Boeing 767-300ER 6 Rückgrat der Flotte, Truppen- und Teamcharter Längerer Rumpf, zwei Triebwerke, vier Räder pro Hauptfahrwerk
Boeing 767-200ER 2 Kleinere Gruppen, lange Strecken Deutlich kürzer und gedrungener als die -300ER
Boeing 777-200ER 3 Großgruppen mit bis zu 381 Sitzen Sechs Räder pro Hauptfahrwerk, sehr große Triebwerke

Ältere Angaben nennen eine größere Flotte, 2022 waren es noch 15 Flugzeuge; die Zahl schwankt, weil Flugzeuge ausgemustert, abgestellt oder an Kunden gebunden werden. Laut Wikipedia gehören zwei der 767-300ER dem Footballteam New England Patriots und werden von Omni betrieben. Für die aktuelle Zahl lohnt sich deshalb immer ein Blick in aktuelle Flottenlisten.

Spannend ist vor allem die 767-200ER. Die kurze Urversion der 767 ist im Passagierverkehr selten geworden, und Omni gehört zu den wenigen Betreibern, mit denen du sie noch regelmäßig vor die Linse bekommst. Die -300ER erkennst du am längeren Rumpf; wie du 757 und 767 sicher auseinanderhältst, erklärt Boeing 757 und 767 unterscheiden. Die drei 777-200ER sind die größten Flugzeuge im Bestand.

Frühere Omni-Typen gehören heute in die Geschichtsabteilung deines Logbuchs: die Boeing 727 als Frachter der Anfangsjahre, die Dreistrahler-DC-10, mit der Omni in den Passagierverkehr startete, und die 757-200 für Ferienflüge.

Woran du Omni erkennst

Omni fliegt in einer schlichten Lackierung mit weißem Rumpf und dem Omni-Namen. Weil Charterflugzeuge aber häufig gebraucht übernommen werden und gelegentlich für Kunden umgestaltet sind – siehe die Patriots-767 –, verlässt du dich besser auf drei harte Merkmale:

  • Typ: Bei Omni ist es immer eine 767-200ER, 767-300ER oder 777-200ER mit Fensterreihe.
  • Kennzeichen: Omni-Flugzeuge sind in den USA registriert und beginnen mit N. Auffällig viele Registrierungen enden auf AX, etwa N423AX. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen; ein bestimmtes Flugzeug verfolgst du mit Flugzeug per Kennzeichen finden.
  • Rufzeichen: Auf dem Tracker OAE, im Funk OMNI-EXPRESS.

Achtung Verwechslung

Auch andere US-Charterairlines fliegen Soldaten: National Airlines mit Airbus A330, früher World Airways mit DC-10 und MD-11, die frühere ATA Airlines oder Miami Air International mit 737. Dazu kommt die Fracht- und ACMI-Airline Atlas Air, die zeitweise auch Passagier-747 für das Militär einsetzte. Der ICAO-Code OAE trennt Omni sicher von allen anderen.

Omni in Deutschland spotten

Einen öffentlichen Flugplan gibt es nicht. Trotzdem ist Deutschland für Omni-Jäger ein gutes Pflaster, weil hier zwei Dinge zusammenkommen: die größte US-Militärpräsenz in Europa und Flughäfen, die als Tankstopp auf dem Weg nach Osten dienen.

Leipzig/Halle: Der Flughafen Leipzig/Halle wird seit Jahren für Charterflüge im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums genutzt, meist als technischer Stopp zum Tanken. Die Soldaten zählen in der Statistik als Transitpassagiere, die Flüge stehen in keinem offiziellen Flugplan. Neben den Frachtern im Nachtbetrieb sind diese Truppencharter ein Grund, warum sich der Platz auch tagsüber lohnt. Tipps zu Standorten findest du in Planespotting in Leipzig/Halle und bei der Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle.

Ramstein: Die Ramstein Air Base in der Pfalz ist das wichtigste Drehkreuz der US-Luftwaffe in Europa. Hier landen neben Militärtransportern auch zivile Charter mit Soldaten und Angehörigen. Was du dort von außen fotografieren darfst und wo du stehst, erklärt Planespotting an der Ramstein Air Base.

Weitere Plätze: Während des Irakkriegs 2003 flog Omni laut Wikipedia auch über den Flughafen Frankfurt-Hahn; Tipps zum Platz stehen in Planespotting am Flughafen Hahn. Außerhalb Deutschlands ist der Flughafen Shannon in Irland ein bekannter Zwischenstopp für US-Truppencharter. Für Sportteams oder Regierungsdelegationen kommen auch große Verkehrsflughäfen wie der Flughafen Frankfurt infrage – etwa mit Blick von der Aussichtsplattform Zeppelinheim.

Gute Chancen auf Omni, wenn …

  • du in Leipzig/Halle oder rund um Ramstein spottest
  • größere Truppenverlegungen oder Übungen in Europa laufen
  • du vorher auf dem Tracker nach OAE gefiltert hast

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt eine der 767-200ER oder 777-200ER suchst
  • du dich auf ältere Spotterberichte verlässt – Charterrhythmen ändern sich schnell

Eher kein Omni-Tag, wenn …

  • du an einem kleinen Regionalflughafen ohne Charter- oder Militärbezug stehst

Sicherheit und Regeln

Militärflugplätze sind Sicherheitsbereiche. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen und halte dich an Hinweisschilder. Was erlaubt ist, erklärt Militärflugplätze fotografieren, die allgemeinen Regeln stehen in Ist Planespotting erlaubt?.

Ein Omni-Foto ist in Mitteleuropa kein Alltagsmotiv. Wie du die Seltenheit deiner Sichtung einordnest, zeigt Wie selten ist meine Sichtung?.

Zwischenfall in Bukarest 2020

Am 28. August 2020 war eine Omni-767 mit dem Kennzeichen N423AX auf dem Weg von Kabul nach Washington und legte in Bukarest einen Tankstopp ein. Bei der Landung brach das linke Hauptfahrwerk zusammen, und das Flugzeug rutschte über die Piste. Alle 80 Passagiere verließen die Maschine über die Notrutschen, verletzt wurde niemand.

Die rumänische Unfalluntersuchung fand einen Bruch im äußeren Zylinder des Fahrwerks. Bei einer Überholung im Jahr 2015 war das Bauteil mehrfach beschichtet und geschliffen worden; eine Schleifmaschine arbeitete dabei außerhalb ihrer Vorgaben und schädigte das Metall durch Hitze. Der Fall zeigt, wie wichtig gerade bei älteren Flugzeugen die Qualität der Instandhaltung ist.

Häufige Verwechslungen

  • Omni für eine Militärmaschine halten – Omni ist eine zivile Airline mit zivilem N-Kennzeichen, auch wenn Soldaten an Bord sind. Echte US-Militärflugzeuge tragen Seriennummern, siehe US-Militärkennzeichen.
  • Nach „Omni“ statt nach OAE suchen – der Name taucht in vielen Firmennamen auf, der ICAO-Code ist eindeutig.
  • Das Rufzeichen falsch zuordnen – „OMNI-EXPRESS“ klingt nach Fracht, steht aber für Passagierflüge.
  • 767-200ER und -300ER gleichsetzen – die -200ER ist sichtbar kürzer und der seltenere Fang.
  • Omni mit National Airlines verwechseln – beide fliegen für das Militär, National aber mit A330 und Jumbo-Frachtern.
  • Den Eigentümerwechsel überbewerten – der vereinbarte Verkauf an OAI Holdings ändert Codes und Lackierung nicht automatisch.

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Fazit

Omni Air International ist der Spezialist für Menschen in großer Zahl und ohne Linienflug: Soldaten, Teams, Delegationen und Gestrandete. Die kleine, ältere Flotte aus 767 und 777-200ER macht die Airline zu einem lohnenden Ziel, gerade die 767-200ER. In Deutschland stehen die Chancen in Leipzig/Halle und rund um Ramstein am besten. Wer nach OAE filtert und auf das N-Kennzeichen achtet, erwischt früher oder später einen Omni-Jet.

Kurzfazit

Omni Air International (IATA OY, ICAO OAE, Rufzeichen OMNI-EXPRESS) ist eine US-Charterairline aus Tulsa mit laut eigener Angabe elf Boeing 767 und 777-200ER. Sie fliegt Passagiere für Regierungen, Militär und private Kunden und gehört zum CRAF. Im September 2026 hat ATSG ihren Verkauf an die OAI Holdings vereinbart.

Zusammenfassung

  • Omni ist kein Ferienflieger und keine Linienairline, sondern ein Dienstleister für ganze Flugzeuge: Wer viele Menschen auf einmal bewegen muss, chartert eine 767 oder 777 samt Besatzung.
  • Der wichtigste Kunde ist die US-Regierung. Truppenrotationen, Regierungsreisen und Evakuierungen bringen Omni-Jets an Orte, die im Flugplan nie auftauchen.
  • Für Spotter heißt das: keine Planbarkeit, aber gute Chancen an Plätzen mit US-Militärbezug und an Tankstopps wie Leipzig/Halle.
  • Die Flotte ist überschaubar und ziemlich alt – wer die 767-200ER noch im Personenverkehr fotografieren will, findet bei Omni eines der wenigen verbliebenen Motive.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Omni Air International?

Omni nutzt den IATA-Code OY und den ICAO-Code OAE. Das Rufzeichen im Funk lautet „OMNI-EXPRESS“ – es erinnert an den früheren Firmennamen Omni Air Express aus der Zeit der Frachtflüge.

Welche Flugzeuge fliegt Omni Air International?

Laut einem Faktenblatt der Muttergesellschaft ATSG (Stand Juni 2026) sind es elf Großraumflugzeuge: sechs Boeing 767-300ER, zwei 767-200ER und drei 777-200ER. Alle sind Passagierflugzeuge. Frühere Typen waren die Boeing 727 als Frachter, die McDonnell Douglas DC-10 und die Boeing 757-200.

Fliegt Omni für das US-Militär?

Ja. Omni nimmt am Civil Reserve Air Fleet (CRAF) teil und fliegt seit Ende der Neunzigerjahre Soldaten und Regierungspersonal im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Bei der Evakuierung aus Afghanistan im August 2021 stellte Omni drei Flugzeuge für die CRAF-Aktivierung.

Warum sehe ich Omni-Flugzeuge in Leipzig oder Ramstein?

Truppenflüge zwischen den USA und Einsatzorten in Nahost, Osteuropa oder Asien brauchen oft einen Zwischenstopp. Der Flughafen Leipzig/Halle wird seit Jahren als Tankstopp für Charterflüge im Auftrag des Pentagons genutzt, Ramstein ist der wichtigste Luftwaffenstützpunkt der USA in Europa. Charter wie Omni tauchen dort entsprechend immer wieder auf – allerdings ohne festen Rhythmus.

Wem gehört Omni Air International?

Seit November 2018 gehört Omni zur Air Transport Services Group (ATSG), zu der auch die Frachtairlines ABX Air und ATI gehören. ATSG selbst wurde 2025 vom Investor Stonepeak übernommen. Am 28. September 2026 kündigte ATSG an, Omni an die private OAI Holdings zu verkaufen; der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 erwartet.

Gab es Unfälle mit Omni-Flugzeugen?

Am 28. August 2020 brach bei der Landung in Bukarest das linke Hauptfahrwerk einer Omni-767 (N423AX), die von Kabul nach Washington unterwegs war. Alle 80 Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen und blieben unverletzt. Die rumänischen Ermittler fanden einen Bruch im Fahrwerkszylinder, der auf Hitzeschäden bei einer Überholung im Jahr 2015 zurückging.

Omni Air International im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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