Das Wichtigste in Kürze
- Nur freie Lizenzen: Commons akzeptiert Fotos unter CC0, CC BY oder CC BY-SA. Varianten mit „NC“ (nicht kommerziell) oder „ND“ (keine Bearbeitung) sind nicht erlaubt.
- Die Freigabe gilt dauerhaft: Eine freie Lizenz muss unbefristet und unwiderruflich sein. Wer ein Foto hochlädt, erlaubt damit auch die kommerzielle Nutzung durch andere.
- Kennzeichen sind das Ordnungsprinzip: Einzelne Flugzeuge bekommen Kategorien nach dem Muster „Kennzeichen (aircraft)“, verknüpft mit Typ und Betreiber.
- Kein Wasserzeichen im Bild: Urheber- und Lizenzangaben gehören auf die Dateibeschreibungsseite, nicht als Schriftzug ins Foto.
- Weiternutzen heißt namentlich nennen: Wer ein Commons-Foto verwendet, nennt Urheber, Quelle und Lizenz – und prüft selbst, ob die Angaben stimmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Wikimedia Commons: die kurze Antwort
- 2.Welche Lizenzen auf Commons erlaubt sind
- 3.Lohnt sich Commons für dich?
- 4.Der Upload Schritt für Schritt
- 5.Kategorien: wie Commons Flugzeuge sortiert
- 6.Bildqualität und Wasserzeichen
- 7.Commons-Fotos selbst nutzen
- 8.Commons im Vergleich zu anderen Plattformen
- 9.Worauf du achten solltest
- 10.Fazit
Du hast ein sauberes Seitenprofil einer seltenen Maschine im Kasten, und irgendwann fällt dir auf: Der Wikipedia-Artikel zu genau diesem Typ zeigt ein unscharfes Bild aus den Neunzigern. Genau hier setzt Wikimedia Commons an. Die freie Mediendatenbank liefert die Bilder für Wikipedia und steht jedem offen, der seine Fotos dauerhaft freigeben will. Für Spotter ist sie aber noch mehr: ein riesiges, nach Kennzeichen sortiertes Archiv und eine legale Bildquelle. Dieser Guide erklärt, welche Lizenzen dort gelten, wie ein guter Upload aussieht und was du beachten musst, wenn du selbst Commons-Fotos verwendest.
Deine Sichtungen mit allen Details
In Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline, Flughafen und Spot – und hast deine Sammlung im Hangar immer dabei. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Wikimedia Commons: die kurze Antwort
Wikimedia Commons ist die zentrale Mediendatenbank der Wikimedia-Projekte, also auch von Wikipedia. Jede Datei dort steht unter einer freien Lizenz oder ist gemeinfrei. Konkret heißt das: Jeder darf sie kopieren, verbreiten, bearbeiten und auch kommerziell nutzen, solange er die Lizenzbedingungen einhält. Wenn du ein Flugzeugfoto hochlädst, gibst du es also nicht nur für Wikipedia frei, sondern für die ganze Welt.
Damit unterscheidet sich Commons grundlegend von Spotterportalen wie JetPhotos, Airliners.net oder Planespotters.net. Dort behältst du in der Regel alle Rechte, und das Bild wird vor allem gezeigt. Auf Commons verschenkst du bewusst Nutzungsrechte. Dafür taucht dein Foto potenziell in Artikeln, Büchern, Präsentationen und Schulmaterial auf, und dein Name steht dabei.
Welche Lizenzen auf Commons erlaubt sind
Commons nimmt nur Material auf, das wirklich frei ist. Eine Lizenz muss Weiterveröffentlichung, Verbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung erlauben. Außerdem muss sie unbefristet und unwiderruflich gelten. Bedingungen wie Namensnennung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen sind erlaubt, Einschränkungen auf bestimmte Nutzer oder Zwecke nicht.
| Lizenz | Auf Commons | Was sie für Nutzer bedeutet |
|---|---|---|
| CC0 | erlaubt | praktisch keine Bedingungen, Namensnennung freiwillig |
| CC BY (1.0–4.0) | erlaubt | Urheber nennen, sonst frei |
| CC BY-SA (1.0–4.0) | erlaubt | Urheber nennen, Bearbeitungen unter gleicher Lizenz |
| CC BY-NC (alle Varianten) | nicht erlaubt | kommerzielle Nutzung wäre ausgeschlossen |
| CC BY-ND | nicht erlaubt | Bearbeitungen wären ausgeschlossen |
| „Darf frei verwendet werden“ ohne Lizenz | nicht ausreichend | zu vage, keine rechtssichere Grundlage |
Für eigene Werke empfiehlt Commons drei Wege. CC BY-SA 4.0 verlangt die Namensnennung und sorgt dafür, dass bearbeitete Fassungen ebenfalls frei bleiben. CC BY 4.0 verlangt nur die Namensnennung. CC0 ist ein weitgehender Verzicht auf deine Rechte. Für die meisten Spotter ist CC BY-SA oder CC BY der passende Mittelweg: Dein Name reist mit dem Bild, und du verzichtest trotzdem auf Kontrolle.
Vorher entscheiden, nicht hinterher
Eine freie Lizenz lässt sich nicht zurücknehmen. Prüfe vor dem Upload, ob du mit kommerzieller Nutzung durch Fremde leben kannst – etwa auf Postern, in Büchern oder in Werbung. Wenn nicht, ist ein Portal mit klassischem Urheberrechtsschutz die bessere Wahl. Hintergründe dazu stehen im Artikel Urheberrecht an Flugzeugfotos.
Lohnt sich Commons für dich?
Nicht jedes Spotterfoto gehört auf Commons. Die Plattform nimmt nur Dateien auf, die realistisch einen Bildungszweck erfüllen. Private Schnappschüsse, Urlaubsbilder ohne Informationswert oder Dutzende fast identische Aufnahmen desselben Motivs fallen aus diesem Rahmen. Seltene oder schwer zu fotografierende Motive dürfen dagegen auch mal schwächer gelungen sein.
Das spricht dafür
- Dein Foto kann Wikipedia-Artikel zu Typen, Airlines und Flughäfen bebildern
- Du wirst bei jeder Nutzung als Urheber genannt
- Keine Screening-Warteschlange wie bei Spotterportalen
- Kennzeichen-Kategorien machen dein Bild langfristig auffindbar
- Kostenlos und ohne Werbung
Das spricht dagegen
- Kommerzielle Nutzung durch Dritte ist immer erlaubt
- Die Lizenz ist nicht widerrufbar
- Sichtbare Wasserzeichen sind unerwünscht
- Kategorisieren und Beschreiben kostet Zeit
- Wer Bilder verkaufen will, macht sich Konkurrenz mit Gratis-Material
Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Wenn du mit deinen Bildern Geld verdienen möchtest, etwa über Agenturen, lies vorher Flugzeugfotos verkaufen: das Rechtliche und Flugzeugfotos über Stockfoto-Agenturen verkaufen. Ein Foto, das frei auf Commons liegt, lässt sich schwer exklusiv anbieten.
Der Upload Schritt für Schritt
Der Weg führt über den Upload-Assistenten (Upload Wizard). Du brauchst dafür ein Wikimedia-Benutzerkonto, das für alle Wikimedia-Projekte gilt. Der Ablauf ist immer gleich.
1. Lizenz-Einführung lesen
Zu Beginn zeigt der Assistent eine kurze Einführung, was auf Commons erlaubt ist. Überspring sie nicht. Sie erklärt genau den Unterschied zwischen eigenem Werk und fremdem Material.
2. Dateien auswählen
Du kannst bis zu 50 Dateien auf einmal hochladen. Große Dateien werden in Teilstücken übertragen, sodass auch volle RAW-Exporte kein Problem sind.
3. Urheberschaft und Lizenz angeben
Hast du das Foto selbst gemacht, gibst du es als eigenes Werk an und wählst eine der freien Lizenzen. Fremde Fotos lädst du nur hoch, wenn sie nachweislich frei lizenziert oder gemeinfrei sind.
4. Beschreiben
Pro Datei vergibst du Dateinamen, Bildunterschrift, Beschreibung und Datum. Hier entscheidet sich, ob dein Bild später gefunden wird.
5. Kategorien und strukturierte Daten setzen
Ordne das Foto passenden Kategorien zu und ergänze „Abgebildet“-Angaben (depicts), die auf Wikidata-Einträge verweisen.
6. Zusammenfassung prüfen
Nach dem Upload zeigt der Assistent eine Übersicht mit Links und Einbindungscode. Kontrollier die Dateiseiten einmal kurz auf Tippfehler.
Dateiname: einmal richtig
Der Dateiname ist auf Commons wichtiger als bei dir auf der Festplatte, denn Umbenennen ist aufwendig. Namen wie „IMG_4711.jpg“ oder „DSC00123.jpg“ sind ausdrücklich unerwünscht. Ein guter Name beschreibt den Inhalt, nicht die Herkunft. Er ist präzise, kurz und ohne zeitgebundene Wörter wie „aktuell“ oder „demnächst“, die schnell veralten. Für Flugzeugfotos hat sich ein Muster aus Typ, Airline, Kennzeichen und Ort bewährt, etwa „Airbus A320neo Lufthansa D-ABCD Flughafen München 2026.jpg“ (Kennzeichen hier nur als Schema). Die Grenze liegt bei 240 Byte, das reicht locker.
Wer seine Dateien schon im eigenen Archiv sauber benennt, spart sich hier Arbeit. Tipps dazu stehen in Flugzeugfotos archivieren und Fotos richtig beschriften.
Beschreibung und Bildunterschrift
Die Bildunterschrift (Caption) ist ein kurzer, sachlicher Satz ohne Links, mehrsprachig möglich. Sie macht das Foto in der Suche auffindbar. Die Beschreibung darf ausführlicher sein. Für ein Flugzeugfoto gehören hinein:
- Typ in genauer Bezeichnung, zum Beispiel Airbus A320neo oder Boeing 737-800
- Kennzeichen und Betreiber, etwa Lufthansa
- Flughafen und Bewegung (Landung, Start, Rollen) mit Pistenangabe, wenn bekannt
- Aufnahmedatum
- Besonderheiten wie Sonderlackierung oder Erstbesuch
Das Kennzeichen sicher zu bestimmen, ist Pflicht. Falsche Angaben werden auf Commons weiterkopiert und landen schlimmstenfalls in Wikipedia. Wenn du unsicher bist, hilft der Guide Unlesbares Kennzeichen ermitteln.
Standortdaten
Hat deine Kamera oder dein Smartphone GPS-Daten ins Bild geschrieben, übernimmt der Upload-Assistent sie automatisch als Aufnahmeort. Das ist für Commons wertvoll, weil Spotterpunkte so auf der Karte erscheinen. Wenn du einen Standort nicht teilen möchtest, etwa weil du von einem privaten Grundstück aus fotografiert hast, entferne die Geodaten vor dem Upload. Wie das geht, erklären Metadaten für Flugzeugfotos und Fotos mit GPS-Daten versehen.
Spots mit Anreise und Licht
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Fotos aus der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Kategorien: wie Commons Flugzeuge sortiert
Das Kategoriesystem ist das eigentliche Herzstück für Spotter. Die Oberkategorie „Aircraft by registration“ enthält keine Fotos, sondern nur Unterkategorien für einzelne Flugzeuge. Deren Namen folgen dem Muster „Kennzeichen (aircraft)“. Das funktioniert für zivile Kennzeichen genauso wie für Militär-Serials.
Jede Kennzeichen-Kategorie sollte mindestens zwei Zuordnungen haben:
- Hersteller und Modell, etwa „Airbus A320“
- Betreiber, also die Airline oder Luftwaffe
Optional kommen Kombinationen wie „Modell von Betreiber“, die genaue Typbezeichnung mit Kundencode, die Seriennummer oder das Baujahr dazu. Deine Fotos selbst kannst du zusätzlich nach Ort (Flugzeuge an einem bestimmten Flughafen), nach Perspektive (zum Beispiel Frontansichten) oder nach Situation (Starts, Landungen) einordnen. Kennst du das Kennzeichen nicht, sortierst du das Bild über die übrigen Merkmale ein.
Kennzeichen-Kategorien als Recherchewerkzeug
Weil viele Kategorien Fotos aus mehreren Jahrzehnten bündeln, siehst du dort oft die ganze Geschichte einer Maschine: frühere Betreiber, Lackierungswechsel, Leasingphasen. Das ist eine gute Ergänzung zu Flottendatenbanken, wie sie in Planespotters.net als Flottendatenbank nutzen beschrieben sind.
Für Sammler ist das besonders reizvoll. Wer Registrierungen sammelt oder Sonderlackierungen dokumentiert, findet auf Commons Vergleichsbilder und kann Lücken mit eigenen Aufnahmen schließen.
Bildqualität und Wasserzeichen
Commons hat keine Screening-Abteilung wie die großen Spotterportale. Gute Bilder werden trotzdem belohnt: Über die Auszeichnungen Quality Images und Featured Pictures wählt die Community besonders gelungene Dateien aus. Für Quality Images gelten unter anderem mindestens zwei echte Megapixel, und das Foto muss von einem Commons-Mitglied stammen. Ein Foto nur herunterzurechnen, damit es schärfer wirkt, ist unerwünscht.
Bei Wasserzeichen ist Commons zurückhaltend. Die Bildrichtlinien für ausgezeichnete Bilder schließen Signaturen und Wasserzeichen aus. Nach einem (noch als Vorschlag geführten) Leitfaden gelten sichtbare Wasserzeichen als unerwünscht, werbende oder störende als nicht akzeptabel. Dein Name gehört in die Beschreibung. Entfernen dürfen andere ein Wasserzeichen trotzdem nicht einfach: Commons verweist auf rechtliche Risiken und auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln von 2014, nach dem das Entfernen eines Wasserzeichens mit Urhebervermerk gegen die Bedingungen einer CC-Lizenz verstieß. Mehr zum Thema findest du unter Wasserzeichen und Bildrechte.
Die üblichen Grundregeln der Bearbeitung gelten auch hier: gerader Horizont, saubere Schärfe, keine übertriebenen Farben. Wenn du für Spotterportale bearbeitest, liegst du bei Commons in der Regel richtig. Details liefern Flugzeugfotos richtig zuschneiden und Flugzeugfotos schärfen ohne Artefakte.
Commons-Fotos selbst nutzen
Commons ist auch eine legale Bildquelle für deinen Blog, deinen Vereins-Newsletter oder ein Referat. Bedingung: Du hältst die Lizenz ein. Die Nutzungshinweise von Commons lassen sich in wenigen Punkten zusammenfassen.
Das musst du tun
- Lizenz auf der Dateiseite prüfen; bei mehreren Lizenzen darfst du wählen
- den Urheber nennen, nicht den Hochlader, falls die beiden verschieden sind
- Quelle verlinken und Lizenz mit Link angeben
- bei CC BY-SA bearbeitete Fassungen unter gleicher Lizenz weitergeben
Das solltest du prüfen
- ob die Lizenzangabe plausibel ist – Wikimedia gibt keine Garantie
- ob erkennbare Personen im Bild sind
- ob du das Bild werblich einsetzt, etwa mit Airline-Logos
Das reicht nicht
- „Foto: Wikipedia“ als einzige Angabe
- ein Link ohne Namen und Lizenz
- die Annahme, „steht im Netz, ist also frei“
So sieht eine korrekte Namensnennung aus
Eine Bildangabe für CC BY oder CC BY-SA enthält den Urheber (gern als Pseudonym, wenn er eins nutzt), den Titel, falls einer vergeben ist, die Quelle und die Lizenz, möglichst verlinkt. Online genügt eine kompakte Form wie „Foto: Max Mustermann / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0“ mit Links auf Dateiseite und Lizenztext. Hat der Urheber eine bestimmte Form vorgegeben, nutzt du diese. Bei gemeinfreien Bildern ist die Namensnennung rechtlich nicht immer nötig, Commons empfiehlt sie trotzdem, damit die Herkunft nachvollziehbar bleibt.
Rechte jenseits des Urheberrechts
Die Bildlizenz regelt nur das Urheberrecht am Foto. Andere Rechte bleiben davon unberührt. Dazu gehören das Recht am eigenen Bild von abgebildeten Personen, Markenrechte an Airline-Logos und Lackierungen sowie Datenschutzfragen. Für eine redaktionelle Nutzung ist das selten ein Problem. Bei Werbung oder Merchandise sieht es anders aus. Lies dazu Personen auf Spotterfotos und Markenrecht und Airline-Logos. Commons markiert manche Dateien mit einem Hinweis auf Persönlichkeitsrechte. Er ist ein Warnsignal für Nachnutzer, keine Freigabe.
Für deine eigenen Uploads gilt umgekehrt: Für eine Veröffentlichung von Fotos mit erkennbaren Personen ist in Deutschland grundsätzlich eine Einwilligung nötig, mit Ausnahmen. Auf typischen Spotterbildern stehen Menschen meist nur klein am Rand. Wenn doch jemand deutlich erkennbar ist, wähl lieber einen anderen Ausschnitt.
Gebäude und Flughafenarchitektur
Fotografierst du Terminals oder Kontrolltürme mit, greift in Deutschland die Panoramafreiheit nach § 59 Urheberrechtsgesetz. Bleibend an öffentlichen Wegen stehende Werke darfst du von öffentlich zugänglichen Orten aus fotografieren und die Bilder auch kommerziell veröffentlichen. Bei Gebäuden gilt das nur für die Außenansicht. In anderen Ländern ist die Rechtslage teils deutlich enger. Wer im Ausland spottet, schaut vorher in Spotten im Ausland.
Commons im Vergleich zu anderen Plattformen
Commons ersetzt keine Spotter-Community, ergänzt sie aber gut. Ein grober Überblick:
| Plattform | Rechte am Foto | Prüfung | Stärke |
|---|---|---|---|
| Wikimedia Commons | freie Lizenz, auch kommerziell | Community, keine Vorabprüfung | Reichweite über Wikipedia, Kennzeichen-Archiv |
| Flickr | wählbar, von „alle Rechte“ bis CC0 | keine | flexible Lizenzwahl, Gruppen |
| Spotterportale wie JetPhotos | Rechte bleiben in der Regel beim Fotografen | Screening | Spotter-Publikum, Qualitätsmaßstab |
| Rechte beim Fotografen | keine | Community und Reichweite |
Viele Spotter fahren zweigleisig: Die besten Aufnahmen gehen durchs Screening der Portale, ausgewählte Bilder mit Informationswert landen zusätzlich auf Commons. Ein Typ, der in Wikipedia noch kein gutes Foto hat, ist ein guter Anlass. Wenn du eine eigene Galerie aufbauen möchtest, hilft dir Eigene Website oder Portfolio erstellen.
Worauf du achten solltest
- Nur eigene oder nachweislich freie Bilder hochladen. Fotos aus Foren, von Portalen oder von Bekannten gehören nur mit ausdrücklicher freier Lizenz des Urhebers auf Commons.
- Kennzeichen doppelt prüfen. Ein vertauschter Buchstabe landet in der falschen Kategorie und verfälscht die Historie einer Maschine.
- Auswahl statt Masse. Zwei starke Aufnahmen einer Maschine sind wertvoller als zwanzig fast gleiche.
- Geodaten bewusst behandeln. Teile Standorte von öffentlichen Spots gern, aber keine privaten Grundstücke.
- Lizenz einmal festlegen. Wähle eine Standardlizenz für all deine Uploads, dann bleibt dein Bestand einheitlich.
Ist dein Foto bereit für Commons?
- Ich habe das Foto selbst gemacht und will es dauerhaft frei lizenzieren.
- Ich bin einverstanden, dass es auch kommerziell genutzt wird.
- Kennzeichen, Typ und Betreiber sind sicher bestimmt.
- Der Dateiname beschreibt den Inhalt statt einer Kameranummer.
- Im Bild ist kein Wasserzeichen und keine Datumseinblendung.
- Ich habe passende Kategorien inklusive Kennzeichen-Kategorie herausgesucht.
- Ich habe geprüft, ob die GPS-Daten im Bild bleiben sollen.
Sichtungen sammeln, Community finden
Mit Planetrack hältst du deine Sichtungen mit Foto und Kennzeichen im Hangar fest, bekommst Likes und Kommentare und kannst mit deinem Bild beim Foto der Woche dabei sein. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Wikimedia Commons ist für Flugzeugfotografen Archiv, Recherchewerkzeug und Bühne zugleich. Wer hochlädt, gibt sein Foto unter CC0, CC BY oder CC BY-SA dauerhaft frei, auch für kommerzielle Zwecke. Dafür erreicht das Bild über Wikipedia ein Publikum, das kein Spotterportal bietet. Entscheidend sind ein beschreibender Dateiname, ein sicher bestimmtes Kennzeichen und saubere Kategorien. Und wer selbst Commons-Bilder nutzt, nennt Urheber, Quelle und Lizenz und denkt an Persönlichkeits- und Markenrechte.
Kurzfazit
Lade nur Fotos auf Commons, die du wirklich dauerhaft freigeben willst. Wähl eine freie Lizenz, benenne die Datei nach Typ, Airline, Kennzeichen und Ort und ordne sie der Kennzeichen-Kategorie zu. Nutzt du fremde Commons-Fotos, ist eine vollständige Namensnennung Pflicht.
Zusammenfassung
- Wikimedia Commons ist die freie Mediendatenbank hinter Wikipedia. Sie nimmt nur Dateien mit nützlichem Bildungswert und freier Lizenz auf.
- Für eigene Fotos empfiehlt Commons CC BY-SA 4.0, CC BY 4.0 oder CC0. Alle drei erlauben kommerzielle Nutzung und Bearbeitungen.
- Ein gutes Flugzeugfoto auf Commons hat einen aussagekräftigen Dateinamen, eine sachliche Beschreibung mit Kennzeichen, Typ, Airline, Ort und Datum sowie passende Kategorien.
- Bei der Weiternutzung musst du die Lizenzbedingungen einhalten. Persönlichkeits- und Markenrechte gelten unabhängig von der Bildlizenz.
Häufige Fragen
Darf ich Flugzeugfotos von Wikimedia Commons auf meiner Website verwenden?
Ja, wenn du die Lizenzbedingungen der jeweiligen Datei einhältst. Bei CC BY und CC BY-SA nennst du den Urheber, die Quelle und die Lizenz mit Link. Bei CC BY-SA muss eine bearbeitete Fassung zusätzlich unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz stehen. Bei CC0 ist keine Namensnennung vorgeschrieben, sie wird aber empfohlen. Wikimedia übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Lizenzangaben stimmen – du prüfst sie selbst.
Welche Lizenz sollte ich für meine eigenen Spotterfotos wählen?
Commons empfiehlt für eigene Werke CC BY-SA 4.0, CC BY 4.0 oder CC0. Mit CC BY-SA 4.0 bekommst du die Namensnennung und sorgst dafür, dass Bearbeitungen frei bleiben. CC BY 4.0 verlangt nur die Namensnennung. Mit CC0 verzichtest du weitgehend auf Bedingungen. Eine nicht-kommerzielle Lizenz ist auf Commons nicht möglich.
Kann ich ein Foto später wieder von Commons zurückziehen?
Die Lizenz selbst kannst du nicht widerrufen. Commons verlangt ausdrücklich unwiderrufliche Lizenzen. Wer dein Foto unter der Lizenz bereits nutzt, darf das weiter tun. Lade deshalb nur Bilder hoch, die du wirklich dauerhaft freigeben willst.
Wie finde ich Fotos eines bestimmten Flugzeugs auf Commons?
Über die Kategorien nach Kennzeichen. Einzelne Flugzeuge haben Kategorien mit dem Muster „Kennzeichen (aircraft)“. Sie hängen in der Oberkategorie „Aircraft by registration“ und sind mit Typ und Betreiber verknüpft. Alternativ suchst du nach dem Kennzeichen im Suchfeld – gut beschriftete Dateien tauchen dann auch über Bildunterschrift und Beschreibung auf.
Wie groß darf eine Datei auf Commons sein?
Ein normaler Upload ist auf 100 MiB begrenzt. Der Upload-Assistent lädt große Dateien in Teilstücken hoch und schafft so Dateien bis knapp unter 5 GiB. Für Fotos ist das praktisch nie ein Problem.
Darf auf meinem Foto ein Wasserzeichen sein?
Sichtbare Wasserzeichen sind auf Commons unerwünscht, werbende oder störende Wasserzeichen gelten als nicht akzeptabel. Den Urheber nennst du in der Dateibeschreibung. Für ausgezeichnete Bilder wie Quality Images sind Wasserzeichen und Signaturen ausgeschlossen.
Muss ich meinen echten Namen angeben?
Nein. Als Urheber kannst du deinen Benutzernamen oder ein Pseudonym nennen. Wer dein Foto weiterverwendet, nennt dich dann unter diesem Namen.
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