Das Wichtigste in Kürze
- Japan Transocean Air (JTA) ist die Okinawa-Tochter von Japan Airlines mit Sitz und Basis in Naha.
- Codes: IATA NU, ICAO JTA, Rufzeichen „JAI OCEAN“.
- Die Flotte ist einheitlich: 14 Boeing 737-800 mit 165 Sitzen, davon 20 in der Class J.
- Die Wurzeln reichen bis 1967: Damals startete die Airline als Southwest Air Lines (Nansei Kōkū), 1993 kam der heutige Name.
- Spotter-Highlight sind die Jinbei-Jets: Walhai-Lackierungen mit dem Okinawa Churaumi Aquarium, seit Januar 2026 auch als „Yui Jinbei“.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Japan Transocean Air im Überblick
- 2.Von Southwest Air Lines zu JTA: die Geschichte
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Die Flotte: 14 Boeing 737-800
- 5.Woran du Japan Transocean Air erkennst
- 6.Die Jinbei-Jets und andere Sonderlackierungen
- 7.Konzern, Allianz und Partner
- 8.Japan Transocean Air spotten
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | NU |
|---|---|
| ICAO-Code | JTA |
| Rufzeichen | JAI OCEAN |
| Drehkreuze | OKA |
| Allianz | oneworld |
| Geschäftsmodell | Regionale Linienairline der JAL Group mit Schwerpunkt Okinawa und Ryukyu-Inseln |
| Sitz | Naha, Präfektur Okinawa, Japan |
| Gegründet | 20. Juni 1967 als Southwest Air Lines (Nansei Kōkū), Flugbetrieb ab 1. Juli 1967 |
| Heutiger Name | Japan Transocean Air seit 1. Juli 1993 |
| Konzern | Japan Airlines hält die Mehrheit; JTA selbst ist Mutter der Regionalairline Ryukyu Air Commuter (RAC) |
| Basis | Naha (OKA), dazu wichtige Station in Ishigaki |
| Allianz | oneworld (als Affiliate-Mitglied über Japan Airlines) |
| Flotte (laut JTA, Stand 31. März 2026) | 14 Boeing 737-800 mit je 165 Sitzen (20 in der Class J, 145 in der Economy) |
| Strecken (laut JTA, Stand März 2026) | 15 Strecken, darunter seit Februar 2026 die erste internationale Linie Naha–Taipeh-Taoyuan |
| Markenzeichen | JAL-Kranich „Tsurumaru“ am Leitwerk, Schriftzug „JAPAN TRANSOCEAN AIR“ am Rumpf |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Japan Transocean Air?
- Roter Tsurumaru-Kranich am Leitwerk – mit dem Schriftzug „JAL“ im Kranich, wie bei der Mutter
- Am Rumpf steht nicht „JAPAN AIRLINES“, sondern „JAPAN TRANSOCEAN AIR“
- Fast immer eine Boeing 737-800 – seit dem Abschied der 737-400 im Jahr 2019 der einzige Typ
- Kennzeichen der eigenen Neuzugänge enden auf -RK, etwa JA05RK; zwei von JAL übernommene Maschinen tragen J-Endungen
- Auffällige Walhai-Lackierungen („Jinbei“) zusammen mit dem Okinawa Churaumi Aquarium
- Auf dem Tracker steht der ICAO-Code JTA; viele Flüge laufen aber mit JAL-Flugnummer
Auf den ersten Blick sieht eine Maschine von Japan Transocean Air aus wie jede andere JAL-737: weißer Rumpf, roter Kranich am Leitwerk. Erst der Schriftzug am Rumpf verrät, dass hier die Airline aus Okinawa fliegt. Und dann gibt es die Flugzeuge, die du garantiert nicht übersiehst – riesige Walhaie in Blau, Rosa und Grün. Diese Seite zeigt dir, wie du JTA sicher erkennst, was hinter den Jinbei-Jets steckt und wo du die Airline am besten erwischst.
Jeder Walhai im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche JTA-Sonderlackierung dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Japan Transocean Air im Überblick
Japan Transocean Air (JTA) ist eine regionale Linienairline aus Naha auf Okinawa und gehört zur Gruppe von Japan Airlines. Ihr Revier ist der äußerste Südwesten Japans: die Hauptinsel Okinawa und die vorgelagerten Ryukyu-Inseln wie Miyako, Ishigaki und Kume. Von dort verbindet JTA die Inseln mit Städten auf den japanischen Hauptinseln, etwa Tokio, Osaka, Nagoya, Fukuoka, Okayama und Komatsu.
Laut eigenen Angaben betreibt JTA 14 Flugzeuge auf 15 Strecken (Stand März 2026). Im Jahr 2025 beförderte die Airline rund 3,6 Millionen Fluggäste. Das ist im Vergleich zu den großen japanischen Netzwerk-Airlines überschaubar – für Okinawa, das stark vom Tourismus und vom Flugverkehr zwischen den Inseln lebt, ist JTA aber ein zentraler Baustein.
Anders als die meisten Regionalairlines fliegt JTA keine Turboprops oder Regionaljets, sondern ausschließlich die Boeing 737-800. Die kleinen Propellermaschinen auf den kürzesten Inselhüpfern überlässt sie ihrer eigenen Tochter Ryukyu Air Commuter (RAC).
Von Southwest Air Lines zu JTA: die Geschichte
Die Airline entstand am 20. Juni 1967 als Southwest Air Lines, auf Japanisch Nansei Kōkū – sinngemäß „Südwest-Luftfahrt“, weil Okinawa im Südwesten Japans liegt. Vorläufer war die lokale Ryukyu Airlines, an der sich Japan Airlines beteiligt hatte. Am 1. Juli 1967 begann der Flugbetrieb mit drei Flugzeugen auf sechs Inselstrecken, etwa von Naha nach Miyako, Ishigaki und Kume.
Die Flotte wuchs mit den Jahren: Ab 1968 flog die japanische Turboprop NAMC YS-11, ab 1978 die Boeing 737-200 und später die Boeing 737-400. Am 1. Juli 1993 benannte sich die Airline in Japan Transocean Air um. Mit der US-Airline Southwest Airlines hatte der alte Name übrigens nie etwas zu tun.
2016 begann der Generationswechsel: Im Januar kam die erste 737-800, im Februar ging sie in den Liniendienst. Am 26. Mai 2019 verabschiedete JTA die letzte 737-400 – seitdem ist die Flotte einheitlich. Ein weiterer Meilenstein folgte am 3. Februar 2026: Mit Naha–Taipeh-Taoyuan nahm JTA ihre erste internationale Linienverbindung auf.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code NU: steht in JTA-eigenen Flugnummern, etwa auf der neuen Taiwan-Strecke.
- ICAO-Code JTA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen JAI OCEAN: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Wie sich IATA- und ICAO-Codes unterscheiden, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt; Hintergründe zu Rufzeichen findest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Ein Stolperstein: Nicht jeder Flug, den eine JTA-Maschine fliegt, trägt eine NU-Flugnummer. Vor allem Verbindungen von und nach Tokio-Haneda – etwa ab Miyako, Ishigaki, Komatsu oder Okayama – werden gemeinsam mit JAL vermarktet und erscheinen als JAL-Flug – ähnlich wie bei einem Codeshare. Zu Spitzenzeiten setzt JAL auf einzelnen dieser Strecken auch eigene Flugzeuge und Crews ein. Auf der Anzeigetafel siehst du den Unterschied nicht.
Tracker richtig lesen
Achte auf den ICAO-Code statt auf die Flugnummer: Steht JTA im Tracker, fliegt die Okinawa-Tochter – auch wenn die Flugnummer nach JAL aussieht. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: 14 Boeing 737-800
Die Flotte ist schnell erklärt – und genau deshalb lohnt sich der genaue Blick auf Kennzeichen und Lackierungen. Laut JTA sieht sie so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Kabine | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | 14 (Stand März 2026) | 165 | 20 Class J, 145 Economy | Einziger Typ, Kennzeichen meist JA01RK bis JA12RK |
| Boeing 737-400 | ausgemustert (2019) | – | – | Historisch, Vorgänger der 737-800 |
| Boeing 737-200 | ausgemustert | – | – | Historisch, ab 1978 im Einsatz |
| NAMC YS-11 | ausgemustert | – | – | Historischer Turboprop der Anfangsjahre |
Die 737-800 von JTA gehören zur JAL-Kabinengeneration „JAL SKY NEXT“ mit Ledersitzen und WLAN. Die Class J ist JALs Inlandsklasse mit breiteren Sitzen in den vorderen Reihen – ein Detail, das du von außen nicht siehst, das aber zeigt, wie eng JTA mit der Mutter verzahnt ist. Laut Angaben von JTA ist die Maschine 39,5 Meter lang und hat eine Spannweite von 35,8 Metern. Hersteller ist Boeing.
Bei den Kennzeichen lohnt sich Aufmerksamkeit: Zwölf Flugzeuge hat JTA neu erhalten, sie tragen die Kennzeichen JA01RK bis JA12RK. Zwei weitere Maschinen übernahm JTA von JAL; sie fliegen weiter mit ihren ursprünglichen JAL-Kennzeichen mit J-Endung. Für Sammler heißt das: 14 Kennzeichen, und die Flotte ist komplett. Wie solche Wechsel zwischen Konzerngesellschaften ablaufen, erklärt der Artikel zu Umregistrierungen.
Nur noch ein Kennzeichen fehlt?
Setz die fehlenden JTA-Maschinen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Japan Transocean Air erkennst
Seit der Umbenennung folgt die Bemalung im Kern dem Design der Mutter. Heute heißt das: weißer Rumpf, roter Tsurumaru-Kranich am Leitwerk – und im Kranich steht, wie bei JAL, „JAL“. Den entscheidenden Unterschied zeigt der Rumpf: Statt „JAPAN AIRLINES“ steht dort „JAPAN TRANSOCEAN AIR“. Wer nur das Leitwerk fotografiert, sortiert JTA später leicht als JAL ein.
Frühere Designs sahen anders aus. Southwest Air Lines hatte eine eigene Bemalung mit eigenem Logo, nach 1993 folgten JTA-Varianten im Stil der damaligen JAL-Bemalungen. Solche Fotos aus den 1990er- und 2000er-Jahren sind heute begehrte Archivmotive – genau wie die 737-200 und 737-400 der Airline. Wie du alte Generationen der 737 auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Achtung Verwechslung
JAL fliegt ebenfalls 737-800 im selben Design. Am Leitwerk unterscheidest du JTA und JAL nicht. Mach deshalb immer auch ein Foto, auf dem der Schriftzug am Rumpf oder das Kennzeichen lesbar ist – eine -RK-Endung weist klar auf JTA hin.
Die Jinbei-Jets und andere Sonderlackierungen
Was JTA bei Spottern bekannt gemacht hat, sind die Walhai-Lackierungen. „Jinbei“ ist das japanische Wort für den Walhai, und der berühmteste Bewohner des Okinawa Churaumi Aquarium im Norden der Insel ist genau dieser Fisch. Zusammen mit dem Aquarium gestaltet JTA Flugzeuge, die von der Nase bis zum Heck einen riesigen Walhai zeigen – mit kleinen versteckten Details, die du erst beim genauen Hinsehen entdeckst.
| Lackierung | Seit | Kennzeichen | Gestaltung |
|---|---|---|---|
| Jinbei Jet | Dezember 2012 | ursprünglich 737-400 JA8939, heute 737-800 JA05RK | Blauer Walhai |
| Sakura Jinbei | Januar 2014 | ursprünglich 737-400 JA8992, heute 737-800 JA06RK | Walhai in Kirschblüten-Rosa |
| Yui Jinbei | 19. Januar 2026 | JA07RK | Smaragd- und Dunkelgrün, im Walhai leben Tiere Okinawas |
Die beiden ersten Jinbei-Jets begannen noch auf der 737-400. Mit dem Wechsel zur 737-800 gingen die Designs auf neue Flugzeuge über, die die Kennzeichen JA05RK und JA06RK erhielten. Die „Yui Jinbei“ bezeichnet JTA selbst als dritten Jinbei-Jet: Das Smaragdgrün steht für das klare Meer, das tiefe Grün für die Wälder der Insel. Sogar die Unterseite des Flugzeugs ist gestaltet – ein Grund mehr, im Anflug zu fotografieren.
Neben den Walhaien hatte JTA viele zeitlich begrenzte Motive. Dazu gehörten ein Karate-Jet (2018 bis 2020), der Okinawa als Heimat des Karate bewarb, Designs zu Ehren der Sängerin Namie Amuro und zur Serie Ultraman (beide 2018), ein Flugzeug zur Burg Shuri (2020 bis 2021) sowie mehrere Lackierungen zum Weltnaturerbe der Region. Die jüngste Weltnaturerbe-Lackierung flog laut JTA ab Februar 2025, das Ende war für März 2026 vorgesehen. Prüf vor einer Reise, welche Motive gerade aktiv sind – Sonderlackierungen verschwinden oft schneller, als man denkt.
Aktive Motive prüfen
Schau auf der Website von JTA nach, welche Sonderlackierungen gerade unterwegs sind.
Kennzeichen notieren
Jinbei Jet, Sakura Jinbei und Yui Jinbei haben feste Kennzeichen. Damit findest du sie auf dem Tracker.
Umlauf verfolgen
Die Flugzeuge wechseln täglich die Strecken. Verfolge das Kennzeichen am Vortag, um ihren Umlauf zu erkennen – wie das geht, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Beide Seiten einplanen
Bei Ganzkörper-Designs lohnen sich Fotos von beiden Seiten und von unten – plan Spot und Lichtrichtung danach.
Wie du Sonderlackierungen systematisch festhältst, ohne den Überblick zu verlieren, zeigt der Artikel Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren. Und wer verstehen will, wie solche Designs aufgebaut sind, findet Hintergründe im Guide Livery-Design erklärt.
Konzern, Allianz und Partner
JTA ist eine Tochter von Japan Airlines, die die Mehrheit der Anteile hält; daneben sind weitere Anteilseigner aus Okinawa beteiligt. Die Airline ist eng mit der Mutter verzahnt: gleiche Kabinengeneration, gemeinsame Vermarktung vieler Flüge und gleicher Flugzeugtyp wie auf JALs Inlands-Kurzstrecken. Über JAL ist JTA zudem als Affiliate-Mitglied in die Allianz oneworld eingebunden. Eine eigene Allianz-Bemalung trägt keine JTA-Maschine; wie solche Allianz-Lackierungen bei anderen Airlines aussehen, zeigt der Artikel zu Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
JTA ist selbst auch Mutter: Die Ryukyu Air Commuter (RAC) fliegt mit kleineren Turboprops auf den kurzen Verbindungen zwischen den Inseln. Für Spotter in Naha ergibt sich so ein typisches Bild – die 737-800 von JTA neben den Propellermaschinen von RAC, beide unter dem Dach der JAL Group.
Im japanischen Markt konkurriert JTA vor allem mit All Nippon Airways und deren Gruppe, die Okinawa ebenfalls stark bedient, dazu mit Skymark Airlines und Low-Cost-Airlines wie Peach Aviation und Jetstar Japan. Auf der neuen Strecke nach Taiwan triffst du in Taipeh-Taoyuan auf die dortigen Platzhirsche China Airlines und EVA Air.
Japan Transocean Air spotten
Naha (OKA) ist der Ort, an dem du JTA am zuverlässigsten siehst. Die meisten Flüge der Airline beginnen oder enden hier, und die Basis-Flugzeuge starten morgens in alle Richtungen. Naha ist zugleich ein Flughafen mit gemischtem Verkehr – dort ist auch Militär präsent, was beim Fotografieren besondere Vorsicht und Respekt vor Absperrungen verlangt.
Auf den Inseln Ishigaki und Miyako gehört JTA zum alltäglichen Bild. Die Flughäfen sind kleiner, der Verkehr überschaubar – dafür kannst du dort Flugzeuge vor tropischer Kulisse fotografieren. Rechne auf Okinawa mit wechselhaftem Wetter, starker Sonne und im Sommer und Herbst mit Taifunen, die den Flugplan durcheinanderbringen. Auch Seitenwind ist auf den Inseln häufig; was dabei im Anflug passiert, erklärt der Artikel zu Seitenwindlandungen.
Auf den Hauptinseln siehst du JTA unter anderem in Osaka-Kansai, Nagoya, Fukuoka, Okayama und Komatsu sowie am Flughafen Tokio-Haneda. In Haneda gehen die JTA-Maschinen allerdings im dichten Verkehr von JAL leicht unter – hier hilft nur der Blick auf Schriftzug und Kennzeichen. Wenn du ohnehin eine Japan-Tour planst, findest du Spots und Tipps im Guide Planespotting in Tokio.
Gute Chancen auf JTA, wenn …
- du in Naha, Ishigaki oder Miyako spottest
- du morgens am Spot bist, wenn die Basis-Flugzeuge in Naha starten
- du gezielt einem Jinbei-Kennzeichen auf dem Tracker folgst
Prüf es vorher, wenn …
- du in Haneda oder Kansai spottest – dort fliegt JTA nur auf einzelnen Verbindungen
- Taifun-Saison ist und Flüge kurzfristig gestrichen werden
Eher kein JTA-Tag, wenn …
- du außerhalb Japans und Taiwans unterwegs bist – weitere Auslandsstrecken hat JTA nicht
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. An Flughäfen mit militärischer Mitnutzung wie Naha gilt das besonders: Absperrungen und Hinweise zu Fotoverboten sind ernst zu nehmen, Drohnen sind in Flughafennähe tabu (mehr dazu unter Drohnen am Flughafen).
Häufige Verwechslungen
- JTA für JAL halten – Leitwerk und Kranich sind identisch. Der Schriftzug „JAPAN TRANSOCEAN AIR“ und die -RK-Kennzeichen entscheiden.
- Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – viele Haneda-Flüge laufen als JAL-Flug. Der ICAO-Code im Tracker zeigt, wer wirklich fliegt.
- Southwest Air Lines mit Southwest Airlines verwechseln – der alte Name von JTA hat nichts mit der US-Airline zu tun.
- Jinbei Jet und Sakura Jinbei auf der 737-400 suchen – die Designs sind längst auf 737-800 übergegangen.
- RAC-Turboprops zu JTA zählen – Ryukyu Air Commuter ist eine eigene Airline, wenn auch eine JTA-Tochter.
- Ende einer Sonderlackierung verpassen – zeitlich begrenzte Motive wechseln regelmäßig. Prüf vor der Reise, was aktiv ist.
Die Walhaie im Blick behalten
Beobachte die Kennzeichen der Jinbei-Jets und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Japan Transocean Air ist eine kleine Airline mit langer Geschichte und viel Charakter. Hinter dem bekannten JAL-Kranich steckt eine Okinawa-Airline, die seit 1967 die Inseln im Südwesten Japans verbindet und heute eine reine Flotte aus 14 Boeing 737-800 betreibt. Für Spotter ist sie gleich doppelt reizvoll: Die überschaubare Flotte lässt sich komplett sammeln, und die Jinbei-Jets gehören zu den auffälligsten Sonderlackierungen Asiens.
Kurzfazit
Japan Transocean Air (IATA NU, ICAO JTA) ist die Okinawa-Tochter von JAL mit Basis Naha und reiner Boeing-737-800-Flotte. Am Leitwerk sieht sie aus wie JAL – der Schriftzug am Rumpf und das -RK-Kennzeichen verraten sie, die Walhai-Lackierungen machen sie unverwechselbar.
Zusammenfassung
- JTA erkennst du am JAL-Kranich am Leitwerk und am Schriftzug „JAPAN TRANSOCEAN AIR“ am Rumpf – die Bemalung folgt seit Jahren dem Design der Mutter.
- Die Flotte besteht nur aus Boeing 737-800. Spannend wird es bei den Kennzeichen mit -RK-Endung und bei den Sonderlackierungen.
- Naha ist Basis und wichtigster Spotting-Ort, dazu kommen Flüge zu den Inseln Miyako, Ishigaki und Kume sowie nach Tokio, Osaka, Nagoya und weiteren Städten.
- Weil viele Flüge unter JAL-Flugnummer laufen, hilft der ICAO-Code JTA auf dem Tracker beim Zuordnen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Japan Transocean Air?
Der IATA-Code von Japan Transocean Air ist NU, der ICAO-Code JTA. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „JAI OCEAN“. Ein Teil der Flüge, vor allem nach Tokio-Haneda, wird als JAL-Flug verkauft – die Flugnummer zeigt dann den JAL-Code, obwohl je nach Tag eine JTA-Maschine oder ein JAL-Flugzeug fliegt.
Gehört Japan Transocean Air zu Japan Airlines?
Ja. JTA ist eine Tochtergesellschaft von Japan Airlines und gehört zur JAL Group. Neben JAL halten weitere Anteilseigner aus Okinawa Beteiligungen. JTA selbst ist wiederum Mutter der kleineren Regionalairline Ryukyu Air Commuter, die mit Turboprops auf kurzen Inselstrecken unterwegs ist.
Welche Flugzeuge fliegt Japan Transocean Air?
Ausschließlich die Boeing 737-800. Laut JTA umfasst die Flotte 14 Flugzeuge (Stand 31. März 2026). Sie haben je 165 Sitze, davon 20 in der Class J und 145 in der Economy, und gehören zur JAL-Kabinengeneration „JAL SKY NEXT“ mit WLAN an Bord. Die erste 737-800 kam im Januar 2016, die letzte 737-400 wurde im Mai 2019 ausgemustert.
Was sind die Jinbei-Jets?
Jinbei ist das japanische Wort für den Walhai. JTA gestaltet zusammen mit dem Okinawa Churaumi Aquarium Sonderlackierungen, die einen großen Walhai zeigen. Den Anfang machte der blaue „Jinbei Jet“ im Dezember 2012, 2014 folgte die rosafarbene „Sakura Jinbei“. Im Januar 2026 kam als dritter Jinbei-Jet die grüne „Yui Jinbei“ dazu.
Ist Japan Transocean Air Mitglied von oneworld?
JTA ist als Affiliate-Mitglied über Japan Airlines in die Allianz oneworld eingebunden. Eine eigene oneworld-Bemalung gibt es bei JTA nicht. Für dich als Spotter heißt das vor allem: Am Leitwerk siehst du den JAL-Kranich, nicht das Allianz-Logo.
Fliegt Japan Transocean Air ins Ausland?
Ja, seit Februar 2026. Am 3. Februar 2026 startete JTA ihre erste internationale Linienverbindung von Naha nach Taipeh-Taoyuan in Taiwan, geflogen mit der Boeing 737-800. Davor war JTA eine reine Inlandsairline.
Wo kann ich Japan Transocean Air am besten spotten?
Am Flughafen Naha (OKA) auf Okinawa, der Basis der Airline – hier beginnen oder enden die meisten JTA-Flüge. Auch in Ishigaki und Miyako begegnest du JTA regelmäßig. In Tokio-Haneda und Osaka-Kansai tauchen JTA-Maschinen ebenfalls auf, gehen dort aber im JAL-Verkehr leicht unter.
Warum hieß die Airline früher Southwest Air Lines?
Okinawa liegt im Südwesten Japans. Der japanische Name Nansei Kōkū bedeutet sinngemäß „Südwest-Luftfahrt“, auf Englisch firmierte die Airline als Southwest Air Lines. Mit der US-Airline Southwest Airlines hat das nichts zu tun. 1993 benannte sie sich in Japan Transocean Air um.
Japan Transocean Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
Weitere Airlines
Japan Airlines
Japans traditionsreicher Flag Carrier mit dem roten Kranich am Leitwerk: Drehkreuze Haneda und Narita, Mitglied von oneworld und eine Langstreckenflotte im Umbruch von der 777 zu A350-1000 und Boeing 787.
NetzwerkAll Nippon Airways
Japans große Netzwerk-Airline aus Tokio: Star-Alliance-Mitglied seit 1999, Erstkunde der Boeing 787, drei A380 im Schildkröten-Look für Hawaii und eine Flotte, in der fast alles von Boeing stammt.
Low-CostPeach Aviation
Japans pinke Low-Cost-Airline aus Osaka: reine Airbus-A320-Familie, Heimat im Low-Cost-Terminal von Kansai und seit der Fusion mit Vanilla Air die Billigmarke der ANA-Gruppe.
Low-CostSkymark Airlines
Japans unabhängige Nummer drei hinter JAL und ANA: Boeing-737-Flotte, Basen in Tokio-Haneda und Kobe, eine A380-Bestellung, die 2015 in die Insolvenz führte, und der Neustart samt Börsengang 2022.
Low-CostJetstar Japan
Japans Low-Cost-Airline mit dem orangefarbenen Stern: gegründet von Qantas, JAL und Mitsubishi, Basis in Narita, Flotte aus A320 und A321LR – und mitten im Eigentümerwechsel.
NetzwerkChina Airlines
Der taiwanische Flag Carrier aus Taoyuan: SkyTeam-Mitglied, A350-Langstrecke nach Europa, eine große Frachtsparte mit 747-400F und 777F – und eine Airline, die gern mit Air China verwechselt wird.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
oneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Tokio-Haneda
Einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, gebaut auf Neuland in der Tokioter Bucht: vier Bahnen, drei Terminals, Heimat von JAL und ANA – und mit offiziellen Aussichtsdecks auf allen Terminals ein Paradies für Spotter.
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