Das Wichtigste in Kürze
- Loong Air ist eine private chinesische Airline aus Hangzhou in der Provinz Zhejiang und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA GJ, ICAO CDC, Rufzeichen „LOONG AIR“.
- Reine Airbus-A320-Familie mit rund 70 bis 75 Flugzeugen, der größte Teil davon A320ceo und A320neo.
- Start als Frachtairline: 2012 flog das Unternehmen als CDI Cargo mit Boeing-737-Frachtern, Ende 2013 kamen Passagierflüge dazu.
- Bunte Flotte: Loong Air ist bekannt für zahlreiche Sonder- und Werbelackierungen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | GJ |
|---|---|
| ICAO-Code | CDC |
| Rufzeichen | LOONG AIR |
| Drehkreuze | HGH, XIY |
| Geschäftsmodell | Private Full-Service-Airline mit Schwerpunkt Inlandsverkehr in China, dazu Regionalstrecken in Asien |
| Sitz | Hangzhou, Provinz Zhejiang, China |
| Anfänge | Frachtflugbetrieb ab August 2012 als CDI Cargo, erste Passagierflüge am 29. Dezember 2013 |
| Eigentümer | Privat; Mehrheitsaktionär ist eine Industrie-Holding aus Zhejiang |
| Drehkreuze | Hangzhou-Xiaoshan (HGH) als Heimatbasis, dazu Schwerpunkte unter anderem in Xi’an, Ningbo und Wenzhou |
| Allianz | keine; Codeshares mit mehreren chinesischen Airlines |
| Flotte (Stand Ende 2025) | Rund 70 bis 75 Flugzeuge, ausschließlich Airbus-A320-Familie: A319, A320ceo, A320neo und A321neo |
| Vielfliegerprogramm | Loong Member Club |
| Markenzeichen | Chinesischer Name 长龙航空, wörtlich etwa „Langer Drache“, dazu auffällig viele Sonderlackierungen |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Loong Air?
- Ausschließlich Airbus-A320-Familie: A319, A320ceo, A320neo und A321neo – keine Boeing, keine Großraumjets
- Schriftzug 长龙航空 bzw. „Loong Air“ am Rumpf
- Flugnummer beginnt mit GJ, auf dem Tracker steht CDC – nicht mit CDG von Shandong Airlines verwechseln
- Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „LOONG AIR“
- Festland-Kennzeichen mit B- und vier Zeichen danach
- Viele Sonderlackierungen mit Regionen, Sponsoren und Sportereignissen – etwa zu den Asienspielen in Hangzhou
In Europa begegnet dir Loong Air praktisch nie – in Ostchina gehört sie dagegen zum Alltag. Die private Airline aus Hangzhou fliegt ausschließlich die Airbus-A320-Familie. Das klingt nach einer eintönigen Flotte, doch kaum eine chinesische Airline schickt so viele Sonderlackierungen auf die Strecke. Hier erfährst du, woher Loong Air kommt, welche Typen sie fliegt und wie du die Unterschiede in der Flotte sicher erkennst.
Jede Loong-Air-Lackierung im Hangar
Mit Planetrack hältst du deine Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot in deinem Hangar fest – und setzt fehlende Sonderlackierungen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Loong Air im Überblick
Loong Air ist eine private Airline aus Hangzhou, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Offiziell firmiert sie als Zhejiang Loong Airlines, auf Chinesisch 长龙航空. Wörtlich übersetzt heißt der Name etwa „Langer Drache“. Die englische Schreibweise „Loong“ grenzt den chinesischen Drachen bewusst vom westlichen „Dragon“ ab.
Anders als die großen Staatsairlines wie China Eastern Airlines gehört Loong Air zu keinem staatlichen Luftfahrtkonzern. Die Mehrheit liegt bei einer privaten Industrie-Holding aus Zhejiang. Damit steht Loong Air in einer Reihe mit anderen privaten Airlines aus der Region um Shanghai, etwa Spring Airlines und Juneyao Air.
Heimatbasis ist der Flughafen Hangzhou-Xiaoshan (HGH). Von dort fliegt Loong Air in zahlreiche chinesische Städte. Weitere Schwerpunkte liegen unter anderem in Xi’an, Ningbo und Wenzhou.
Vom Frachtflieger zur Passagierairline
Loong Air begann nicht mit Passagieren, sondern mit Fracht. Unter dem Namen CDI Cargo übernahm das Unternehmen im Juli 2012 seine erste Boeing 737-300 im Frachterumbau. Der erste kommerzielle Flug ging im August 2012 von Hangzhou nach Qingdao. Die Frachter verbanden Hangzhou mit Städten wie Guangzhou, Shenzhen, Kunming, Peking und Nantong.
2013 kam der Schwenk zum Passagierverkehr. Die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC erteilte die Genehmigung, das Unternehmen bekam den neuen Markennamen Loong Air. Mitte Dezember 2013 traf der erste Airbus A320 in Hangzhou ein, am 29. Dezember 2013 starteten die ersten Linienflüge – von Hangzhou nach Chongqing und nach Shenzhen.
Danach ging es schnell. 2013 unterzeichnete Loong Air eine Absichtserklärung mit Airbus über 20 Flugzeuge der A320-Familie, 2014 folgte eine Bestellung über weitere A320ceo. Im Juni 2016 startete mit Hangzhou–Da Nang in Vietnam die erste internationale Passagierstrecke. Die Boeing-Frachter blieben noch einige Jahre im Einsatz, wurden aber zwischen 2022 und Anfang 2023 ausgemustert. Seitdem ist Loong Air eine reine Airbus-Airline.
Woher kommt das CDC?
Der ICAO-Code CDC stammt noch aus der Zeit als CDI Cargo. Er hat also nichts mit dem heutigen Namen zu tun. Verwechsle ihn nicht mit CDG – das ist der ICAO-Code von Shandong Airlines und nicht der Pariser Flughafen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code GJ: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und in den meisten Flugplänen.
- ICAO-Code CDC: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
- Rufzeichen LOONG AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Ein Detail für Codesammler: Der IATA-Code GJ war früher der italienischen Ferienairline Eurofly zugeordnet. In alten Flugplänen oder Logbüchern kann GJ deshalb noch für eine ganz andere Airline stehen. Wie du ADS-B-Daten am Spot richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Tracker richtig lesen
Viele Flugtracker zeigen das ICAO-Rufzeichen, also CDC mit Flugnummer, statt GJ. Suchst du gezielt nach Loong Air, filtere deshalb nach CDC. Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Loong-Air-Maschine oder ein bestimmtes Kennzeichen an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: reine A320-Familie
Loong Air setzt konsequent auf eine Flugzeugfamilie. Das spart Kosten bei Ausbildung, Wartung und Ersatzteilen. Laut den verfügbaren Flottenlisten bestand die Flotte Ende 2025 aus rund 70 bis 75 Flugzeugen. Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle und Stichtag, die Verteilung ist aber klar:
| Typ | Anzahl (etwa) | Sitze | Kabine | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319 | 1–2 | 134 | Business und Economy | Seltenster Typ der Flotte, kürzester Rumpf |
| Airbus A320ceo | knapp 30 | 174 | nur Economy | Klassische A320 mit schlanken Triebwerken |
| Airbus A320neo | gut 30 | 174 (einzelne 186) | nur Economy | Größte Gruppe, große LEAP-Triebwerke |
| Airbus A321neo | gut 10 | 200 bzw. 210 | Business und Economy | Längster Rumpf der Flotte |
Die A320neo ist inzwischen der wichtigste Typ. Nach den Typbezeichnungen der Flotte (A320-251N und A321-251NX) fliegt Loong Air ihre neo-Jets mit LEAP-1A-Triebwerken von CFM International. Auch die älteren A320ceo tragen CFM-Triebwerke. Wer also ceo und neo unterscheiden will, muss auf Größe und Form der Triebwerke achten, nicht auf den Hersteller.
Die A321neo bringt bis zu 210 Plätze und eine kleine Business Class in die Flotte. Die A319 ist dagegen ein echtes Sammlerstück: Von ihr hat Loong Air nur einzelne Exemplare. Hersteller aller Typen ist Airbus, dessen A320-Familie auch im chinesischen Werk in Tianjin endmontiert wird.
Nur noch die A319 fehlt?
Setz Typen, Airlines oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ceo oder neo, A320 oder A321? So unterscheidest du die Typen
Weil Loong Air nur eine Flugzeugfamilie fliegt, entscheiden die Details. Zwei Fragen musst du beantworten: Welche Generation – ceo oder neo? Und welche Rumpflänge – A319, A320 oder A321?
Das spricht für die neo
- Deutlich größere, rundere Triebwerke mit sichtbar weniger Bodenfreiheit
- Triebwerke sitzen weiter vorn unter dem Flügel
- Auf Trackern als A20N bzw. A21N geführt
Das spricht für die ceo
- Schlankere CFM56-Triebwerke mit mehr Bodenfreiheit
- Sharklets an den Flügelspitzen sind kein sicheres Unterscheidungsmerkmal – ältere A320 können ebenfalls welche tragen
- Auf Trackern als A320 bzw. A319 geführt
Bei der Rumpflänge hilft dir der Blick auf die Türen und Notausgänge. Die A321neo ist spürbar länger und hat mehr Türen bzw. Notausgänge entlang des Rumpfs. Die A319 wirkt dagegen gedrungen, mit kurzem Rumpf vor und hinter den Flügeln. Eine ausführliche Anleitung findest du im Artikel A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Für die Generationsfrage hilft der Guide A320neo oder ceo?.
Schriftzug prüfen
长龙航空 oder „Loong Air“ am Rumpf bestätigt die Airline – auch wenn die Maschine eine Sonderlackierung trägt.
Triebwerke ansehen
Große, runde Gondeln mit wenig Bodenfreiheit stehen für neo, schlanke Triebwerke für ceo.
Rumpflänge schätzen
Türen und Notausgänge zählen: So trennst du A319, A320 und A321.
Kennzeichen notieren
Das B-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig und hilft dir später beim Sortieren der Lackierungen.
Woran du Loong Air erkennst
Am einfachsten erkennst du Loong Air am Namenszug: am Rumpf stehen der chinesische Name 长龙航空 und die englische Marke Loong Air. Weil alle Flugzeuge zur A320-Familie gehören, schließt du Boeing-Jets und Großraumflugzeuge von vornherein aus.
Das Kennzeichen beginnt wie bei allen Airlines vom chinesischen Festland mit B- und vier Zeichen danach. Anders als in Europa verrät die Registrierung allein nicht die Airline, denn alle Festland-Airlines teilen sich dasselbe Präfix. Wie das System funktioniert, erklärt der Artikel zu chinesischen B-Kennzeichen.
Die Sonderlackierungen
Das eigentliche Highlight der Flotte sind die Sonder- und Werbelackierungen. Loong Air hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maschinen auffällig gestaltet. Dazu gehören:
- Lackierungen zu den Asienspielen in Hangzhou – offiziell als Spiele 2022 geführt, wegen der Pandemie aber erst 2023 ausgetragen –, unter anderem auf einer A320ceo und einer A321neo
- Motive zu chinesischen Regionen und Landschaften, etwa zur Provinz Gansu, zum Changbai-Gebirge oder das Motiv „Shihua Jiangnan“ mit Anklängen an die Landschaft südlich des Jangtse
- Werbelackierungen für Unternehmen, etwa zum 5G-Netz eines chinesischen Telekomkonzerns oder für eine Bank aus Zhejiang
- Lokale Motive aus der Heimatregion wie Hangzhou-Xiaoshan
Für Sammler ist das Fluch und Segen zugleich: Die Motive wechseln, und manche Lackierung verschwindet nach einigen Jahren wieder. Wie du solche Maschinen gezielt findest, zeigt der Guide Special Liveries finden. Und wie du deine Funde sauber festhältst, erklärt Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Achtung Verwechslung
Bei Sonderlackierungen tritt das normale Erscheinungsbild oft komplett in den Hintergrund. Achte dann auf den Airline-Schriftzug und gleiche das Kennzeichen mit einem Tracker ab, bevor du die Sichtung einer anderen chinesischen Airline zuordnest.
Streckennetz und Partner
Der Schwerpunkt liegt klar auf dem chinesischen Inlandsverkehr. Von Hangzhou aus fliegt Loong Air unter anderem nach Peking, Chengdu, Chongqing, Guangzhou, Shenzhen, Kunming, Xi’an, Harbin und Haikou. Dazu kommen kleinere Städte wie Bijie, Chifeng oder Tongliao.
International ist Loong Air vor allem in Asien unterwegs. Nach den verfügbaren Streckenlisten gehören unter anderem diese Regionen dazu (Stand 2026, Änderungen jederzeit möglich):
| Region | Beispielziele |
|---|---|
| Hongkong | Hong Kong International |
| Japan | Tokio-Narita, Osaka-Kansai, Fukuoka |
| Südkorea | Seoul-Incheon, Jeju, Muan |
| Südostasien | Bangkok, Singapur, Kuala Lumpur, Penang |
| Zentralasien | Almaty, Bischkek, Taschkent, Samarkand |
Einer Allianz wie SkyTeam oder der Star Alliance gehört Loong Air nicht an. Stattdessen arbeitet die Airline über Codeshares mit anderen chinesischen Airlines zusammen – wie das funktioniert, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt. Zu den Partnern zählen unter anderem China Eastern, China Southern, Xiamen Airlines, Sichuan Airlines und Tibet Airlines. Das Vielfliegerprogramm heißt Loong Member Club.
Loong Air spotten
Nach Deutschland oder Europa fliegt Loong Air nach den verfügbaren Streckenlisten nicht. Mit den Mittelstreckenjets der A320-Familie wäre ein Nonstop-Flug auch kaum möglich. Wenn du Loong Air vor die Linse bekommen willst, musst du also nach Asien reisen.
Die besten Chancen hast du natürlich in Hangzhou-Xiaoshan, wo ein großer Teil der Flotte stationiert ist. Wer nicht nach Festlandchina reisen will, findet Loong Air auch am Flughafen Hongkong. Tipps zu den Spots gibt der Guide Planespotting in Hongkong. Dort kannst du die Airline neben lokalen Größen wie Cathay Pacific und HK Express beobachten. Auch an den großen Flughäfen in Japan, Südkorea und Südostasien taucht Loong Air regelmäßig auf, wenn auch mit deutlich weniger Bewegungen.
Gute Chancen auf Loong Air, wenn …
- du in Hangzhou oder einer anderen ostchinesischen Stadt spottest
- du in Hongkong bist und GJ- bzw. CDC-Flüge im Plan stehen
- du den Flugplan vorher mit einem Tracker geprüft hast
Prüf es vorher, wenn …
- du in Japan, Südkorea oder Südostasien spottest – dort gibt es oft nur wenige Flüge pro Woche
- du nach älteren Streckenlisten planst
Kein Loong-Air-Tag, wenn …
- du an einem europäischen Flughafen stehst – hier gibt es keine regulären Loong-Air-Flüge
Wenn du eine Asienreise planst, lohnt sich der Blick in den Artikel Spotting-Reisen günstig planen. Mit Planetrack siehst du auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht und Community-Fotos – und kannst mit dem Sonnenstand-Planer abschätzen, wann die Sonne für deine Fotos richtig steht.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vorher über die Regeln im jeweiligen Land. In China und anderen Ländern Asiens können für das Fotografieren an Flughäfen strengere Vorschriften gelten als in Deutschland. Was hierzulande gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- CDC mit CDG verwechseln – CDC ist Loong Air, CDG ist Shandong Airlines.
- Loong Air für eine Billigairline halten – sie ist eine private Full-Service-Airline, A319 und A321neo haben eine Business Class.
- Loong Air mit Spring Airlines verwechseln – beide fliegen nur die A320-Familie in Ostchina, haben aber andere Codes (Spring: 9C/CQH) und eine andere Optik.
- Jede A320 als neo notieren – ein großer Teil der Flotte sind noch A320ceo mit schlanken Triebwerken.
- GJ in alten Unterlagen falsch zuordnen – der Code gehörte früher der italienischen Eurofly.
- Vom Kennzeichen auf die Airline schließen – alle Festland-Airlines nutzen das Präfix B-; erst der Abgleich mit einem Tracker oder Register schafft Klarheit.
Loong Air im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die A321neo oder Special Liveries und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Loong Air zeigt, wie schnell eine private Airline in China wachsen kann: von einer einzelnen Boeing-737-Frachtmaschine 2012 zu einer Flotte aus rund 70 bis 75 Airbus-Jets. Für Spotter ist die Airline vor allem wegen ihrer vielen Sonderlackierungen interessant. Wer ceo und neo sauber trennt, die Rumpflänge prüft und das B-Kennzeichen notiert, macht aus jeder Loong-Air-Sichtung einen eindeutigen Eintrag.
Kurzfazit
Loong Air (IATA GJ, ICAO CDC) ist eine private Airline aus Hangzhou mit reiner Airbus-A320-Familie. Ihr Revier ist Ostchina und Asien – und ihr Markenzeichen sind die vielen Sonderlackierungen.
Zusammenfassung
- Loong Air erkennst du an der reinen A320-Familie, dem Code GJ/CDC und dem Schriftzug 长龙航空 bzw. Loong Air.
- Die spannende Spotter-Frage lautet: ceo oder neo, A319, A320 oder A321? Triebwerke, Rumpflänge und Notausgänge geben die Antwort.
- Heimatrevier ist Hangzhou-Xiaoshan, dazu kommen Strecken nach Hongkong, Japan, Südkorea, Südost- und Zentralasien.
- Wer Loong Air sammeln will, achtet am besten auf die vielen Sonderlackierungen – sie sind das eigentliche Highlight der Flotte.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Loong Air?
Der IATA-Code ist GJ, der ICAO-Code CDC. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LOONG AIR“. Das CDC stammt noch aus der Zeit als Frachtairline CDI Cargo.
Wo hat Loong Air ihren Sitz?
Loong Air sitzt in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang südwestlich von Shanghai. Heimatbasis ist der Flughafen Hangzhou-Xiaoshan (HGH). Weitere Schwerpunkte liegen unter anderem in Xi’an, Ningbo und Wenzhou.
Welche Flugzeuge fliegt Loong Air?
Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie. Laut den verfügbaren Flottenlisten (Stand Ende 2025) sind das rund 70 bis 75 Maschinen: einzelne A319, gut zwei Dutzend A320ceo, über 30 A320neo und gut ein Dutzend A321neo. Die früheren Boeing-737-Frachter sind seit 2023 ausgemustert.
Ist Loong Air eine Billigairline?
Nein, nicht im klassischen Sinn. Loong Air ist eine private Full-Service-Airline. Ein Teil der Flotte – die A319 und die A321neo – hat eine kleine Business Class, die A320 fliegen dagegen in reiner Economy-Bestuhlung.
Gehört Loong Air zu einer Allianz?
Nein. Loong Air ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen über Codeshares mit anderen chinesischen Airlines zusammen, darunter China Eastern, China Southern, Xiamen Airlines und Sichuan Airlines.
Was bedeutet der Name Loong Air?
Der chinesische Name 长龙航空 (Chánglóng Hángkōng) bedeutet sinngemäß „Langer Drache“. „Loong“ ist eine im Englischen gebräuchliche Schreibweise für den chinesischen Drachen, die ihn bewusst vom westlichen „Dragon“ abgrenzt.
Fliegt Loong Air nach Deutschland?
Nach den verfügbaren Streckenlisten nicht. Loong Air fliegt mit Mittelstreckenjets innerhalb Chinas und zu Zielen in Hongkong, Japan, Südkorea, Südostasien und Zentralasien. Wenn du Loong Air spotten willst, musst du nach Ostasien reisen – Hongkong ist dafür ein guter Anlaufpunkt.
Loong Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
Weitere Airlines
Spring Airlines
Chinas erste Low-Cost-Airline aus Shanghai: von einem Reiseveranstalter gegründet, privat finanziert, mit einer reinen Flotte aus A320, A320neo und A321neo und Strecken in ganz Ost- und Südostasien.
NetzwerkJuneyao Air
Private chinesische Airline aus Shanghai: Airbus-A320-Familie auf der Kurzstrecke, Boeing 787-9 auf der Langstrecke und als erster Connecting Partner eng mit der Star Alliance verbunden.
NetzwerkChina Eastern Airlines
Die Großairline aus Shanghai ist SkyTeam-Mitglied, fliegt eine gemischte Airbus- und Boeing-Flotte und war 2022 der erste Kunde, der die chinesische COMAC C919 übernommen hat.
NetzwerkXiamen Airlines
Chinesische Airline aus der Küstenstadt Xiamen: SkyTeam-Mitglied, Tochter von China Southern, jahrzehntelang reine Boeing-Flotte und mit der 787 auf Langstrecke nach Europa unterwegs.
NetzwerkSichuan Airlines
Die größte Airline Westchinas aus Chengdu: fast reine Airbus-Flotte vom A319 bis zur A350-900, Panda-Sonderlackierung, keine Allianz – und bekannt durch die Notlandung von Flug 8633.
NetzwerkShandong Airlines
Chinesische Airline aus Jinan in der Provinz Shandong: seit 2023 unter Kontrolle von Air China, reine Boeing-737-Flotte und ein dichtes Inlandsnetz mit Strecken nach Ost- und Südostasien.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerCFM International
Das Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran baut die Triebwerke, die du beim Spotten am häufigsten siehst: das CFM56 für die klassische A320-Familie, die 737 Classic und NG sowie das LEAP für A320neo, 737 MAX und C919. Jede Boeing 737 seit der -300 fliegt mit CFM.
Passende Guides aus dem Blog
- B-Kennzeichen: China, Taiwan, Hongkong und Macau auseinanderhalten
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- A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten
- Special Liveries finden: So erwischst du Sonderbemalungen gezielt
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- Codeshare-Flüge erklärt: warum ein Flug mehrere Flugnummern hat
- Planespotting in Hongkong: Spots am Chek Lap Kok



