Telekonverter 1,4x und 2x: Lohnt sich das für Spotter?

Ein Telekonverter macht aus 400 mm schnell 560 oder 800 mm – kostet aber Licht, Autofokus-Tempo und oft Schärfe. Wann sich 1,4x und 2x beim Spotting lohnen und wann Zuschneiden die bessere Wahl ist.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Brennweite gegen Licht: Ein 1,4x-Konverter kostet eine Blendenstufe, ein 2x-Konverter zwei. Aus f/5,6 werden f/8 beziehungsweise f/11.
  • Nicht jedes Objektiv passt: Die Konverter der Kamerahersteller sind nur für ausgewählte Teles freigegeben. Vor dem Kauf immer die Kompatibilitätsliste prüfen.
  • 1,4x ist der Spotter-Sweetspot: Mit einem guten Tele bleibt die Bildqualität meist hoch, der Autofokus spürbar langsamer, aber zuverlässig.
  • 2x verlangt beste Bedingungen: Lichtstarkes Tele, gutes Licht und ruhige Luft – sonst bringt Zuschneiden oft das gleiche oder bessere Ergebnis.
  • Hitzeflimmern bleibt: Ein Konverter vergrößert auch die Luftunruhe. Gegen Distanz an warmen Tagen hilft er kaum.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Lohnt sich ein Telekonverter? Die kurze Antwort
  2. 2.So funktioniert ein Telekonverter
  3. 3.Kompatibilität: Der erste Check vor dem Kauf
  4. 4.Autofokus: Wo der Konverter am meisten kostet
  5. 5.Bildqualität: 1,4x und 2x im Vergleich
  6. 6.Konverter oder Zuschneiden?
  7. 7.Konverter oder längeres Objektiv?
  8. 8.Wann ein Konverter am Spot wirklich hilft
  9. 9.Kurze Entscheidungshilfe
  10. 10.Praxis am Zaun: So arbeitest du mit Konverter
  11. 11.Fazit

Der Airbus rollt am anderen Ende des Vorfelds, das Objektiv ist am Anschlag – und auf dem Display bleibt ein kleiner weißer Fleck in viel Asphalt. Genau in diesem Moment denken viele Spotter an einen Telekonverter. Für überschaubares Geld verspricht er 40 oder sogar 100 Prozent mehr Brennweite. Ob sich das lohnt, hängt aber weniger am Konverter selbst als an deinem Objektiv, deiner Kamera und den Bedingungen am Zaun. Dieser Guide erklärt, was ein 1,4x- und ein 2x-Konverter wirklich kosten, wann sie dir mehr bringen als Zuschneiden und wann du dein Geld besser in ein anderes Objektiv steckst.

Erst den Spot kennen, dann die Brennweite

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Lohnt sich ein Telekonverter? Die kurze Antwort

Ein Telekonverter lohnt sich, wenn du ein scharfes, lichtstarkes Teleobjektiv besitzt, das offiziell für den Konverter freigegeben ist, und regelmäßig an Spots stehst, an denen dir Brennweite fehlt. In dieser Kombination ist der 1,4x-Konverter für viele Spotter die beste Investition pro Euro: eine Blendenstufe weniger Licht, etwas langsamerer Autofokus, aber deutlich mehr Reichweite. Der 2x-Konverter ist ein Spezialwerkzeug für sehr gutes Licht und erstklassige Optiken. An einem lichtschwachen Superzoom bringt er meist weniger, als du hoffst – dort ist Zuschneiden oft gleichwertig.

1 StufeLichtverlust mit 1,4x-Konverter
2 StufenLichtverlust mit 2x-Konverter
¼Lichtmenge, die beim 2x-Konverter noch ankommt

So funktioniert ein Telekonverter

Ein Telekonverter ist eine kleine Linsengruppe, die du zwischen Kamera und Objektiv setzt. Bei Canon heißt er „Extender“, bei Nikon „Teleconverter“, das Prinzip ist überall gleich: Er vergrößert das Bild, das dein Objektiv erzeugt, um einen festen Faktor. Aus 400 mm werden mit einem 1,4x-Konverter 560 mm, mit einem 2x-Konverter 800 mm.

Der Haken liegt in der Physik. Der Konverter erzeugt kein zusätzliches Licht, er verteilt das vorhandene auf eine größere Fläche. Die effektive Blendenzahl steigt deshalb um den gleichen Faktor wie die Brennweite. Bei 1,4x kommt nur noch rund die Hälfte des Lichts an, bei 2x ein Viertel. In Blendenstufen ausgedrückt: eine Stufe bei 1,4x, zwei Stufen bei 2x.

Objektiv mit 1,4x mit 2x
70–200 mm f/2,8 98–280 mm f/4 140–400 mm f/5,6
300 mm f/4 420 mm f/5,6 600 mm f/8
100–400 mm f/5,6 (lang) 560 mm f/8 800 mm f/11
150–600 mm f/6,3 (lang) 840 mm f/9 1.200 mm f/13

Die Tabelle zeigt schnell, warum das Ausgangsobjektiv so wichtig ist. Ein 70–200 f/2,8 mit 1,4x-Konverter ist immer noch ein sehr brauchbares 280-mm-Tele mit f/4. Ein 150–600 mit 2x-Konverter landet dagegen bei f/13 – bei Spotting-Wetter in Mitteleuropa oft ein ISO-Problem.

Neben dem Licht vergrößert der Konverter auch alle Schwächen des Objektivs. Unschärfe, Farbsäume und weicher Kontrast werden mit hochgezoomt. Deshalb gilt die alte Faustregel: Ein Konverter macht ein gutes Objektiv länger, aber kein schwaches besser.

Kompatibilität: Der erste Check vor dem Kauf

Bevor du über Bildqualität nachdenkst, klär die Grundfrage: Passt der Konverter überhaupt? Die Konverter der Kamerahersteller sind fast immer nur für eine bestimmte Auswahl an Teleobjektiven freigegeben. Viele haben eine vorstehende Frontlinse, die tief in das Objektiv hineinragt. An einem nicht vorgesehenen Objektiv kann sie die Hinterlinse berühren oder gar nicht erst einrasten.

Darauf solltest du achten:

  • Freigabeliste des Herstellers: Canon, Nikon, Sony und andere veröffentlichen, welche Objektive mit ihren Konvertern zusammenarbeiten. Diese Liste ist verbindlich, nicht Forenmeinungen.
  • Einschränkungen bei Zooms: Manche Zooms lassen sich mit Konverter nur im oberen Brennweitenbereich nutzen, weil die Linsen am kurzen Ende sonst zu nah zusammenkommen. Steht das in der Anleitung, halte dich daran.
  • Drittanbieter: Sigma und Tamron bieten eigene Konverter an, die in der Regel nur mit ihren eigenen, dafür vorgesehenen Teles funktionieren.
  • Bildstabilisator und Kamerafunktionen: Je nach Kombination laufen Stabilisator oder einzelne Autofokus-Funktionen mit Konverter eingeschränkt. Die Bedienungsanleitung deines Objektivs nennt die Details.

Wie die großen Kamerasysteme bei Teleobjektiven grundsätzlich aufgestellt sind, vergleicht der Artikel Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, OM System. Für die Konverterfrage zählt am Ende aber nur die konkrete Freigabe für dein Objektiv.

Finger weg von Billig-Konvertern ohne Freigabe

Günstige Universal-Konverter ohne Angabe, für welche Objektive sie gedacht sind, liefern am Flughafen selten brauchbare Ergebnisse. Häufig fallen Autofokus oder Blendenübertragung aus, und die Bildqualität sinkt stärker als bei den Originalen. Gerade bei Flugzeugen, die sich schnell bewegen, ist ein funktionierender Autofokus nicht verhandelbar.

Autofokus: Wo der Konverter am meisten kostet

Am Flughafen bewegt sich dein Motiv fast immer – beim Start, bei der Landung, auch beim Rollen. Deshalb ist der Autofokus oft der kritischere Punkt als die Schärfe.

Zwei Effekte kommen zusammen. Erstens fokussiert die Kamera bei weniger Licht langsamer und unsicherer. Zweitens drosseln manche Kamera-Objektiv-Kombinationen das Fokustempo, sobald ein Konverter erkannt wird. Für die Canon-EF-Extender wird zum Beispiel ein deutlicher Tempoverlust genannt, beim 2x-Modell stärker als beim 1,4x-Modell.

Bei älteren Spiegelreflexkameras gibt es zusätzlich eine harte Grenze: Viele Modelle fokussieren nur bis zu einer effektiven Lichtstärke von f/5,6, bessere Gehäuse bis f/8 – oft nur mit dem mittleren Messfeld. Spiegellose Kameras messen den Fokus direkt auf dem Sensor und kommen in der Regel mit kleineren Lichtstärken zurecht. Ob das bei Gegenlicht oder diesigem Himmel noch zügig klappt, ist eine andere Frage.

Für die Praxis heißt das:

  • Fokusbereich begrenzen: Viele Teles haben einen Fokusbegrenzer. Stell ihn auf die ferne Distanz, dann sucht der Fokus nicht durch den ganzen Bereich.
  • Früh einfangen: Nimm das Flugzeug schon früh im Anflug auf und lass den Fokus mitlaufen, statt erst kurz vor dem Aufsetzen auszulösen.
  • Messfeld klug wählen: Ein mittelgroßes Feld auf dem Rumpf ist mit Konverter oft zuverlässiger als die volle Fläche. Welche Modi sich bei Flugzeugen bewähren, beschreibt der Guide Autofokus für Flugzeuge.

Bildqualität: 1,4x und 2x im Vergleich

Wie viel Schärfe ein Konverter kostet, hängt stark von der Kombination ab. Pauschale Prozentwerte gibt es nicht, aber die Tendenzen sind gut bekannt.

Kriterium 1,4x-Konverter 2x-Konverter
Lichtverlust 1 Blendenstufe 2 Blendenstufen
Schärfeverlust meist gering an guten Teles deutlich sichtbar, je nach Objektiv
Autofokus etwas langsamer spürbar langsamer, bei wenig Licht unsicher
Sinnvolle Basis 70–200 f/2,8, Festbrennweiten ab 300 mm, freigegebene Profi-Zooms lichtstarke Festbrennweiten, sehr gute Zooms bei Sonne
Typischer Einsatz Rollbewegungen, Landungen mit etwas Abstand weit entfernte Ziele, Militärflugplätze, Details
Empfindlich gegen Flimmern ja sehr

Ein Tipp aus der Praxis: Mit Konverter lohnt es sich häufig, eine Drittel- bis ganze Stufe abzublenden. Viele Objektive werden dadurch sichtbar knackiger, und die effektive Blende verschiebt sich nur wenig. Bei wenig Licht kollidiert das allerdings mit kurzen Belichtungszeiten. Welche Zeiten du für Jets und Propellermaschinen brauchst, steht in den Kameraeinstellungen fürs Planespotting.

Volle Brennweite für den richtigen Flieger

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery im Anflug ist – so hast du den Konverter rechtzeitig montiert. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Konverter oder Zuschneiden?

Die ehrlichste Konkurrenz zum Konverter ist dein Bildbearbeitungsprogramm. Wenn du ein Bild ohne Konverter aufnimmst und so zuschneidest, dass derselbe Ausschnitt entsteht wie mit 1,4x, behältst du ungefähr die Hälfte der Pixel. Beim Ausschnitt eines 2x-Konverters bleibt ein Viertel übrig.

Die entscheidende Frage lautet also: Liefert das Objektiv mit Konverter mehr echte Details, als die verbleibenden Pixel des Ausschnitts tragen? Bei einem sehr scharfen Tele, gutem Licht und ruhiger Luft lautet die Antwort meist ja. Bei einem weichen Objektiv, Dunst oder Flimmern holt der Konverter oft nichts heraus, was der Ausschnitt nicht auch zeigt – und du hast zusätzlich langsameren Autofokus und höheren ISO.

Wie viel bleibt beim Zuschneiden übrig?

Trag die Auflösung deiner Kamera ein und wähle, welchen Konverter du per Ausschnitt ersetzen willst. Das Ergebnis zeigt, wie viele Megapixel dein Bild danach noch hat.

Rechenwert: Auflösung geteilt durch den Faktor zum Quadrat. Wie viel Detail tatsächlich im Bild steckt, hängt zusätzlich von Objektiv, Licht und Luftruhe ab.

Ein hochauflösender Sensor verschiebt die Rechnung zugunsten des Zuschneidens. Wie sich Sensorgröße und Pixelzahl beim Spotten auswirken, erklärt der Vergleich APS-C, MFT oder Vollformat. Tipps für saubere Ausschnitte und gerade Horizonte findest du unter Flugzeugfotos richtig zuschneiden. Und wenn der höhere ISO-Wert mit Konverter Rauschen bringt, hilft moderne Rauschreduzierung mit KI-Denoise spürbar.

Konverter oder längeres Objektiv?

Die dritte Option ist ein längeres Objektiv. Gerade die verbreiteten Zooms bis 600 mm haben die Konverterfrage für viele Spotter entschärft: Sie decken ohne Zubehör Brennweiten ab, die früher nur mit Konverter erreichbar waren. Einen Überblick über diese Klasse gibt der Vergleich 150-600-mm-Objektive, die etwas kompaktere Alternative beleuchtet der Artikel 100-400-mm-Telezooms im Vergleich.

Für den Telekonverter spricht

  • klein und leicht, passt in jede Fototasche
  • deutlich günstiger als ein zweites langes Tele
  • das vorhandene lichtstarke Objektiv bleibt vielseitig
  • an guten Festbrennweiten oft hervorragende Ergebnisse

Gegen den Telekonverter spricht

  • Licht- und Autofokusverlust, vor allem mit 2x
  • nur mit freigegebenen Objektiven sinnvoll nutzbar
  • Wechsel am Zaun kostet Zeit und lässt Staub an den Sensor
  • an lichtschwachen Zooms oft kaum besser als Zuschneiden

Grob gesagt: Wer bereits ein 70–200 f/2,8 oder eine lichtstarke Festbrennweite besitzt, bekommt mit einem 1,4x-Konverter viel Reichweite für wenig Geld. Wer bei null startet und vor allem Reichweite will, ist mit einem langen Zoom meist besser bedient. Gebraucht sind beide Varianten interessant – worauf du beim Kauf achten solltest, steht im Ratgeber Gebrauchte Kamera und Objektive kaufen.

Wann ein Konverter am Spot wirklich hilft

Nicht jeder Spot braucht maximale Brennweite. An Besucherterrassen und Hügeln nahe der Piste reicht ein normales Tele oft völlig aus, mit Konverter wäre ein großer Jet schnell angeschnitten. Interessant wird der Konverter an Spots mit großem Abstand:

  • Rollwege und Vorfeld in der Ferne: Wenn die Flugzeuge auf der gegenüberliegenden Seite rollen, holt der Konverter Regionaljets und kleine Typen ins Format.
  • Landungen mit Abstand: An Standorten, an denen der Aufsetzpunkt weit entfernt ist, bringt 1,4x oft genau die fehlende Reserve.
  • Militärflugplätze: Hier liegen öffentliche Standorte oft weit von Piste und Rollwegen entfernt, und seltene Gäste wollen formatfüllend aufs Bild. Das gilt aber nicht überall: Am Spotterhügel Teveren in Geilenkirchen kommen die AWACS-Maschinen laut Spot-Beschreibung so nah, dass mittlere Brennweiten reichen.
  • Details: Triebwerkseinläufe, Logos am Seitenleitwerk oder das Kennzeichen eines weit entfernten Flugzeugs.

Wie viel Brennweite ein Spot grundsätzlich verlangt, liest du am besten vorab in den Spot-Beschreibungen nach – etwa für den Besucherhügel München oder den Affenfelsen in Hamburg. Allgemeine Brennweiten-Empfehlungen sammelt der Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.

Hitzeflimmern schlägt jeden Konverter

Je länger die Brennweite, desto weiter fotografierst du durch die Luft über dem warmen Asphalt. Im Sommer zur Mittagszeit verwischt das Flimmern feine Details – mit Konverter noch deutlicher. Plane Konverter-Sessions für Morgen, Abend oder kühle Tage. Mehr dazu im Artikel Hitzeflimmern vermeiden.

Kurze Entscheidungshilfe

Nimm den 1,4x-Konverter, wenn …

  • dein Tele offiziell freigegeben und lichtstark ist
  • dir an deinen Stammspots regelmäßig Reichweite fehlt
  • du viel bei gutem Tageslicht fotografierst

Denk über den 2x-Konverter nach, wenn …

  • du eine lichtstarke Festbrennweite ab 300 mm besitzt
  • du oft an Spots mit sehr großem Abstand stehst
  • deine Kamera auch bei f/8 oder f/11 zuverlässig fokussiert

Lass es bleiben, wenn …

  • dein Zoom am langen Ende schon bei f/6,3 liegt und nicht freigegeben ist
  • du überwiegend bei Dämmerung oder Schlechtwetter fotografierst
  • deine Kamera viele Megapixel für Ausschnitte bietet

Praxis am Zaun: So arbeitest du mit Konverter

1. Zu Hause testen

Fotografiere ein entferntes, kontrastreiches Motiv mit und ohne Konverter und vergleiche die Ergebnisse in voller Ansicht. So weißt du, ob sich der Konverter an deinem Objektiv lohnt.

2. Vor der Welle montieren

Wechsle den Konverter in einer ruhigen Phase, Kamera mit dem Bajonett nach unten. Wer während einer Landewelle schraubt, verpasst garantiert das interessanteste Flugzeug.

3. Verschlusszeit sichern

Mit mehr Brennweite fallen Verwacklungen stärker auf. Setz eine kürzere Mindest-Verschlusszeit und lass den ISO-Wert lieber steigen.

4. Leicht abblenden

Teste, ob dein Objektiv mit Konverter etwas abgeblendet sichtbar schärfer wird. Bei gutem Licht ist das oft der beste Kompromiss.

5. Kontrolle in der Vergrößerung

Prüf die ersten Aufnahmen in der Lupe am Display. Sitzt der Fokus nicht oder flimmert die Luft, nimm den Konverter wieder ab.

Mit Konverter wird die Kombination länger und auffälliger. Bleib auf öffentlichen Flächen und rechne damit, gelegentlich angesprochen zu werden – wie du damit gelassen umgehst, beschreibt der Artikel Großes Teleobjektiv, großer Verdacht. Für den Transport langer Kombinationen lohnt ein Blick auf Kamerarucksäcke für lange Teleobjektive.

Bist du bereit für den Konverter-Kauf?

Hak ab, was auf dich zutrifft – am Ende siehst du, ob sich ein Telekonverter für dich lohnt.

  • Mein Objektiv steht auf der Freigabeliste des Konverters.
  • Mein Objektiv hat am langen Ende f/4 oder lichtstärker.
  • Meine Kamera fokussiert auch bei kleinerer Lichtstärke zuverlässig.
  • Mir fehlt an meinen Stammspots regelmäßig Brennweite.
  • Ich fotografiere überwiegend bei gutem Tageslicht.
  • Ich habe ausprobiert, dass Zuschneiden mir nicht genügt.

Zeig, was deine Brennweite kann

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Fazit

Ein Telekonverter ist kein Zaubertrick, sondern ein Tausch: Brennweite gegen Licht, Autofokus-Tempo und ein Stück Schärfe. Mit einem lichtstarken, freigegebenen Tele ist der 1,4x-Konverter für Spotter eine der günstigsten Möglichkeiten, mehr Reichweite zu bekommen. Der 2x-Konverter gehört an erstklassige Optiken und in gutes Licht. An lichtschwachen Superzooms und bei flimmernder Luft liefert dir Zuschneiden oft ein ebenso gutes Ergebnis – ohne Zusatzkosten.

Kurzfazit

Prüf zuerst die Freigabe für dein Objektiv. Ist es lichtstark und scharf, lohnt sich ein 1,4x-Konverter fast immer, ein 2x-Konverter nur bei sehr gutem Licht. Mit einem lichtschwachen Zoom fährst du mit Zuschneiden oder einem längeren Objektiv meist besser.

Zusammenfassung

  • Ein Telekonverter sitzt zwischen Kamera und Objektiv und vergrößert das Bild um den angegebenen Faktor. Dabei steigt die effektive Blendenzahl im gleichen Verhältnis.
  • Der 1,4x-Konverter lohnt sich vor allem an lichtstarken Teles wie 70-200 f/2,8 oder an Festbrennweiten ab 300 mm, die von Haus aus scharf sind.
  • Am Flughafen konkurriert der Konverter mit zwei Alternativen: dem Zuschneiden einer hochauflösenden Datei und einem längeren Zoom wie 150-600 mm.
  • Wer Abstand zur Piste hat, viel bei gutem Licht fotografiert und ein freigegebenes Tele besitzt, profitiert. Wer ein lichtschwaches Zoom nutzt, spart sich das Geld besser.

Häufige Fragen

Was macht ein Telekonverter genau?

Ein Telekonverter (bei Canon „Extender“ genannt) ist eine kleine optische Baugruppe zwischen Kameragehäuse und Objektiv. Er vergrößert das Bild des Objektivs um einen festen Faktor, meist 1,4 oder 2. Aus einem 400-mm-Objektiv wird so ein 560-mm- oder 800-mm-Objektiv. Weil das gleiche Licht auf eine größere Fläche verteilt wird, sinkt die Helligkeit: Die Blendenzahl steigt um den gleichen Faktor.

Wie viel Licht kostet ein Telekonverter?

Ein 1,4x-Konverter kostet eine Blendenstufe, ein 2x-Konverter zwei Blendenstufen. Ein Objektiv mit f/4 wird mit 1,4x zu f/5,6 und mit 2x zu f/8. Um die gleiche Belichtungszeit zu halten, musst du den ISO-Wert entsprechend verdoppeln beziehungsweise vervierfachen.

Funktioniert der Autofokus mit Telekonverter noch?

Das hängt von Kamera und Objektiv ab. Ältere Spiegelreflexkameras fokussieren teils nur bis f/5,6, Profimodelle mit einzelnen Messfeldern bis f/8. Moderne spiegellose Kameras mit Sensor-Autofokus kommen meist auch mit kleineren Lichtstärken zurecht. Fast immer wird der Fokus langsamer – bei schnellen Starts und Landungen merkst du das deutlich.

Passt jeder Telekonverter an jedes Objektiv?

Nein. Die Konverter der Kamerahersteller haben oft eine vorstehende Frontlinse, die nur in bestimmte Teleobjektive passt. Die Hersteller veröffentlichen Listen, welche Objektive freigegeben sind. Bei Drittanbieter-Konvertern gilt die Freigabe meist nur für Objektive desselben Anbieters. Ein Konverter an einem nicht freigegebenen Objektiv kann im schlimmsten Fall die Hinterlinse berühren.

1,4x oder 2x – was ist für Planespotting besser?

Für die meisten Spotter der 1,4x-Konverter. Er kostet nur eine Blendenstufe, der Autofokus bleibt meist brauchbar und die Bildqualität sinkt an einem guten Tele wenig. Der 2x-Konverter lohnt sich vor allem an lichtstarken Festbrennweiten und bei sehr gutem Licht, etwa für weit entfernte Rollbewegungen oder Militärflugplätze mit großem Abstand.

Ist Zuschneiden nicht genauso gut wie ein Telekonverter?

Manchmal schon. Wenn dein Objektiv das Sensorauflösungsvermögen nicht ausreizt oder die Luft flimmert, bringt der Konverter kaum mehr Details als ein Ausschnitt. Mit einem sehr scharfen Tele, gutem Licht und ruhiger Luft liefert er dagegen sichtbar mehr Details, weil mehr Sensorpixel auf das Flugzeug fallen.

Hilft ein Telekonverter gegen Hitzeflimmern?

Nein. Flimmern entsteht in der Luft zwischen dir und dem Flugzeug. Ein Konverter vergrößert es genauso wie das Motiv. Gegen Hitzeflimmern hilft nur, näher heranzugehen, früher oder später am Tag zu fotografieren oder an kühleren Tagen loszuziehen.

Lohnt sich ein Telekonverter an einem 100-400 oder 150-600?

Nur eingeschränkt. Diese Zooms sind am langen Ende bereits bei f/5,6 bis f/6,3. Mit 1,4x landest du bei rund f/8 bis f/9, mit 2x bei f/11 bis f/13. Das funktioniert bei Sonne und mit moderner Kamera, wird aber schnell zur ISO-Frage. Vorher prüfen, ob dein Zoom überhaupt für den Konverter freigegeben ist.

PT

Planetrack Redaktion

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