Das Wichtigste in Kürze
- Equair war eine ecuadorianische Inlandsairline mit Sitz in Quito – gegründet 2020 als EquinoxAir, Linienbetrieb von Januar 2022 bis September 2023.
- Codes: IATA HN, ICAO EQX, Rufzeichen „EQUINOX“.
- Die Flotte bestand aus drei Boeing 737-700, zwei davon ehemals bei KLM.
- Das Netz war klein: Quito, Guayaquil, die Galápagos-Inseln Baltra und San Cristóbal und zuletzt El Coca, dazu Charter etwa nach Punta Cana.
- Am 30. September 2023 stellte Equair den Betrieb ohne Vorwarnung ein, offiziell wegen gestiegener Treibstoffkosten und schwächerer Nachfrage.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Equair im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Geschichte von Equair
- 4.Die Flotte: drei Boeing 737-700
- 5.737-700 oder 737-800? So unterscheidest du sie
- 6.Das Streckennetz
- 7.Woran du Equair erkennst
- 8.Was aus den Equair-737 wurde
- 9.Equair im Kontext: Ecuadors schwieriger Inlandsmarkt
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | HN |
|---|---|
| ICAO-Code | EQX |
| Rufzeichen | EQUINOX |
| Drehkreuze | UIO, GYE |
| Status | Historisch – Flugbetrieb vom 10. Januar 2022 bis zum 30. September 2023 |
| Gegründet | Oktober 2020 als EquinoxAir in Quito, Marke Equair im November 2021 vorgestellt |
| Sitz | Quito, Ecuador |
| Geschäftsmodell | Linienairline im ecuadorianischen Inlandsverkehr, dazu internationale Charterflüge |
| Basen | Quito (UIO) und Guayaquil (GYE) |
| Ziele im Linienverkehr | Quito, Guayaquil, Baltra und San Cristóbal (Galápagos), zuletzt El Coca |
| Flotte | Drei Boeing 737-700 (Next Generation) |
| Gründerin und Geschäftsführerin | Gabriela Sommerfeld, zuvor Managerin bei Aerogal |
| Vielfliegerprogramm | Cacao Miles (ab Mai 2022) |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Equair?
- Immer eine Boeing 737-700 – andere Typen hatte Equair nie im Einsatz
- Ecuadorianisches Kennzeichen mit HC- am Rumpf
- Schriftzug „Equair“ am Rumpf
- Auf Trackern Rufzeichen mit EQX, in der Flugnummer HN
- Typisch die Routen Quito–Guayaquil und Flüge zu den Galápagos (Baltra, San Cristóbal)
- Heute nur noch auf Archivfotos aus 2022 und 2023 zu finden
Manche Airlines verschwinden schneller, als sie im Logbuch der meisten Spotter landen. Equair ist so ein Fall: Knapp 21 Monate lang flogen drei Boeing 737-700 mit ecuadorianischem Kennzeichen zwischen Quito, Guayaquil und den Galápagos-Inseln – dann war an einem Samstag Ende September 2023 plötzlich Schluss. Wer Equair fotografiert hat, besitzt heute ein kleines Stück Luftfahrtgeschichte. Diese Seite zeigt dir, wer hinter der Airline stand, was sie flog und wie du ihre Spuren heute noch verfolgst.
Auch historische Airlines gehören in den Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – auch ältere Aufnahmen aus deinem Archiv. So bleibt die Equair-737 von 2022 Teil deiner Sammlung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Equair im Überblick
Equair war eine private Inlandsairline aus Ecuador mit Sitz in Quito. Die Gesellschaft wurde im Oktober 2020 unter dem Namen EquinoxAir gegründet, mitten in der Corona-Krise. Das klingt nach schlechtem Timing, hatte aber einen klaren Hintergrund: Im selben Jahr hatte Ecuador die staatliche Airline TAME aufgelöst. Auf dem Inlandsmarkt und vor allem auf den Strecken zu den Galápagos-Inseln war damit Platz für neue Anbieter.
An der Spitze stand Gabriela Sommerfeld, die zuvor in leitender Funktion bei der ecuadorianischen Airline Aerogal gearbeitet hatte. Sie präsentierte die neue Marke Equair am 16. November 2021 in einem Kongresszentrum im Norden Quitos. Strategischer Partner war der ecuadorianische Schokoladenhersteller Pacari – passend dazu hieß das Vielfliegerprogramm, das im Mai 2022 startete, Cacao Miles. Kakao ist eines der bekanntesten Exportprodukte des Landes.
Den ersten Linienflug gab es am 10. Januar 2022 zwischen Quito und Guayaquil. Am 30. September 2023 endete der Betrieb abrupt. Dazwischen lagen gut eineinhalb Jahre, in denen sich Equair als ernsthafter Konkurrent im ecuadorianischen Inlandsverkehr etablierte.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code HN: stand in der Flugnummer, auf Tickets und auf der Anzeigetafel.
- ICAO-Code EQX: tauchte im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
- Rufzeichen EQUINOX: so meldeten sich die Crews im Funk.
Das Rufzeichen erklärt sich über den ursprünglichen Firmennamen EquinoxAir. „Equinox“ bedeutet Tagundnachtgleiche – naheliegend ist der Bezug zum Äquator, nach dem Ecuador benannt ist. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren und warum sie oft nichts miteinander zu tun haben, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Der Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen steht im Guide Callsign oder Flugnummer?.
Codes werden recycelt
IATA-Codes mit zwei Zeichen sind knapp. Wird eine Airline eingestellt, kann ein Code später an eine andere Gesellschaft gehen. Taucht HN nach 2023 in einem Flugplan auf, prüf deshalb immer das Datum, bevor du die Sichtung Equair zuordnest.
Die Geschichte von Equair
2020 und 2021: Gründung im Schatten von TAME
Nach der Gründung im Oktober 2020 erhielt EquinoxAir am 18. Dezember 2020 die Betriebsgenehmigung für Linienverkehr im Inland. Im März 2021 verteilte die ecuadorianische Luftfahrtbehörde die frei gewordenen Galápagos-Frequenzen von TAME neu. EquinoxAir bekam einen Teil davon, zusammen mit zwei weiteren Gesellschaften. Damit war die Grundlage für das spätere Streckennetz gelegt.
Die erste Boeing 737-700 traf am 4. Dezember 2021 in Ecuador ein. Ihre Überführung ist eine kleine Spotter-Geschichte für sich: Die Maschine startete in Lleida in Spanien und flog mit Zwischenstopps in Keflavík auf Island und in Boston nach Latacunga, einem Flughafen südlich von Quito.
Januar 2022: verspäteter Start
Geplant war der erste Linienflug für Ende Dezember 2021. Ein Covid-Ausbruch unter den Beschäftigten verschob den Start jedoch. Am 7. Januar 2022 erhielt Equair nach einem Demonstrationsflug zu den Galápagos das Betriebszeugnis der Luftfahrtbehörde, drei Tage später hob der erste Linienflug von Quito nach Guayaquil ab.
2022: schnelles Wachstum
Das erste Jahr lief nach außen hin gut. Nach eigenen Angaben erreichte Equair schon nach rund sechs Monaten einen Marktanteil von etwa einem Viertel auf den eigenen Strecken. Dazu kamen Charterflüge, etwa nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik und nach Curaçao. Im ersten Betriebsjahr beförderte Equair nach eigenen Angaben einschließlich Charter mehr als 400.000 Fluggäste. Im November 2022 wuchs die Flotte auf drei Flugzeuge.
2023: neue Ziele – und das plötzliche Aus
Im Spätsommer 2023 schien Equair weiter zu expandieren. Kurz vor dem Aus startete die Strecke Quito–El Coca ins Amazonasgebiet, eine Verbindung nach Loja im Süden war angekündigt, und die Airline hatte erste internationale Linienstrecken nach Kolumbien und in die Dominikanische Republik beantragt. Doch am 30. September 2023 teilte Equair mit, den Betrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Genannt wurden gestiegene Treibstoffpreise, eine schwächere Nachfrage auf den wichtigsten Inlandsstrecken und eine geringere Hotelauslastung im Land. Mehr als 200 Beschäftigte und Mitarbeitende verloren ihre Arbeit. Bis dahin hatte Equair laut ecuadorianischen Medien mehr als 700.000 Fluggäste befördert.
Oktober 2020
Gründung als EquinoxAir in Quito.
März 2021
Zuteilung früherer TAME-Frequenzen zu den Galápagos.
November/Dezember 2021
Vorstellung der Marke Equair, Ankunft der ersten 737-700.
10. Januar 2022
Erster Linienflug Quito–Guayaquil.
30. September 2023
Sofortige Einstellung des Flugbetriebs.
Die Flotte: drei Boeing 737-700
Equair setzte auf einen einzigen Typ: die Boeing 737-700, die kürzere Schwester der 737-800 aus der Next-Generation-Familie von Boeing. Für einen kleinen Inlandsmarkt mit überschaubarer Nachfrage war das eine logische Wahl: genug Sitze für die Hauptstrecke Quito–Guayaquil, aber kein Flugzeug, das auf dünneren Strecken halb leer fliegt.
| Kennzeichen | Herkunft | Bei Equair | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| HC-CXB | 2011 neu an KLM ausgeliefert, über einen Leasinggeber nach Ecuador | ab 2021/2022 | Kam per Überführung von Lleida nach Latacunga |
| HC-CXC | 2011 neu an KLM ausgeliefert, über einen Leasinggeber nach Ecuador | ab 2022 | Schwesterflugzeug von HC-CXB |
| HC-CXS | 2008 neu an eine TUI-Airline, später im Libanon im Einsatz | ab November 2022 | Ältestes Flugzeug der Flotte |
Zwei der drei Maschinen hatten also eine Vergangenheit bei KLM, die ihre 737-700 vor allem im europäischen Kurzstreckennetz einsetzte. Die dritte war nach Stationen in Europa und im Nahen Osten während der Pandemie abgestellt worden, bevor Equair sie übernahm. Alle drei waren also Gebrauchtflugzeuge – typisch für eine junge Airline, die schnell und ohne lange Lieferzeiten starten will.
Bei Ecuador spielt die Höhe eine Rolle: Quito liegt im Hochland der Anden, Guayaquil dagegen an der Küste. Flughäfen in großer Höhe stellen besondere Anforderungen an Startstrecke und Triebwerksleistung. Eine moderne 737 der Next Generation kommt damit gut zurecht, was die Typwahl zusätzlich nachvollziehbar macht.
Ex-KLM-737 im Blick behalten
Setz Kennzeichen oder Typen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-700 oder 737-800? So unterscheidest du sie
Wenn du alte Equair-Fotos sichtest oder einer der drei Maschinen später bei einem anderen Betreiber begegnest, hilft dir die Unterscheidung innerhalb der 737-Familie. Die 737-700 und die 737-800 sehen sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in der Länge.
Das spricht für die 737-700
- Kürzerer, gedrungen wirkender Rumpf
- Nur ein Notausgang pro Seite über dem Flügel
- Vor dem Flügel weniger Fenster als bei der -800
- Auf Trackern als B737 geführt
Das spricht für die 737-800
- Deutlich gestreckter Rumpf mit langem Vorder- und Hinterteil
- Zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel
- Wirkt im Verhältnis zum Leitwerk schlanker
- Auf Trackern als B738 geführt
Das zuverlässigste Merkmal sind die Notausgänge über dem Flügel: Die 737-700 hat einen pro Seite, die 737-800 zwei. Im Vergleich mit der neueren MAX-Generation helfen dir die Triebwerke weiter – die Next Generation hat glatte Triebwerksverkleidungen ohne gezackte Hinterkante. Alle Details zu den Generationen findest du im Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Das Streckennetz
Equair konzentrierte sich auf wenige, aber wichtige Strecken im Inland:
| Ziel | Flughafen | Rolle im Netz |
|---|---|---|
| Quito | Mariscal Sucre (UIO) | Hauptbasis und Firmensitz |
| Guayaquil | José Joaquín de Olmedo (GYE) | Zweite Basis, Hauptstrecke nach Quito |
| Baltra (Galápagos) | Seymour (GPS) | Wichtigstes Tor zu den Galápagos |
| San Cristóbal (Galápagos) | San Cristóbal (SCY) | Zweiter Galápagos-Flughafen im Netz |
| El Coca | Francisco de Orellana (OCC) | Amazonas-Ziel ab September 2023 |
| Punta Cana, Curaçao | – | Charterziele |
Die Strecke Quito–Guayaquil ist die wichtigste Inlandsverbindung Ecuadors und war das Rückgrat des Netzes. Die Galápagos-Flüge brachten touristische Nachfrage und waren der Grund, warum die frei gewordenen TAME-Rechte so begehrt waren. Auf allen Strecken konkurrierte Equair vor allem mit LATAM Airlines Ecuador, der ecuadorianischen Tochter der LATAM Airlines Group und anderen Anbietern im Inlandsverkehr. Ausgerechnet LATAM nahm nach dem Aus die gestrandeten Equair-Passagiere auf, soweit Plätze frei waren.
Galápagos als Spotter-Ziel
Die Flughäfen auf den Galápagos liegen in einem streng geschützten Naturgebiet. Wer dort reist, unterliegt besonderen Einreise- und Umweltregeln. Fotografiere nur aus öffentlich zugänglichen Bereichen und respektiere Absperrungen – das gilt auf Inselflughäfen ganz besonders.
Woran du Equair erkennst
Weil Equair seit Herbst 2023 nicht mehr fliegt, geht es beim Erkennen heute vor allem um das Sortieren von Fotos – deinen eigenen oder denen aus der Community.
- Der Typ: Bei Equair war es immer eine Boeing 737-700. Siehst du auf einem angeblichen Equair-Foto einen Airbus oder eine längere 737, stimmt etwas nicht.
- Das Kennzeichen: Ecuadorianische Flugzeuge tragen das Präfix HC-. Die drei Equair-Maschinen hatten die Kennzeichen HC-CXB, HC-CXC und HC-CXS.
- Der Schriftzug: Der Name „Equair“ stand gut lesbar am Rumpf.
- Der Ort: Typische Equair-Motive entstanden in Quito, Guayaquil, auf den Galápagos oder bei Überführungen – etwa in Latacunga.
- Das Datum: Linienflüge gab es nur zwischen Januar 2022 und September 2023.
Wie Länderpräfixe und Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt dir der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Was aus den Equair-737 wurde
Nach dem Aus einer Airline verschwinden die Flugzeuge selten. Geleaste Maschinen gehen an den Leasinggeber zurück und bekommen meist einen neuen Betreiber – und mit ihm ein neues Kennzeichen. Für Spotter beginnt damit die eigentliche Detektivarbeit.
Seriennummer notieren
Die Herstellerseriennummer (MSN) bleibt ein Flugzeugleben lang gleich, das Kennzeichen nicht.
Registerhistorie prüfen
Über die MSN findest du in Flotten-Datenbanken alle früheren und späteren Kennzeichen.
Neues Kennzeichen verfolgen
Mit dem aktuellen Kennzeichen spürst du das Flugzeug auf Trackern wieder auf.
Sichtungen verknüpfen
Notiere bei einer neuen Sichtung, dass es sich um eine Ex-Equair handelt – so erzählt dein Logbuch die ganze Geschichte.
Wie Umregistrierungen ablaufen, erklärt der Artikel Umregistrierungen von Flugzeugen. Und wie du ein bestimmtes Flugzeug per Kennzeichen oder Hex-Code aufspürst, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Equair im Kontext: Ecuadors schwieriger Inlandsmarkt
Equair war nicht die erste Airline in Ecuador, die nach kurzer Zeit wieder verschwand. Die Liste ist lang: Neben TAME, die 2020 nach Jahrzehnten aufgelöst wurde, mussten auch kleinere Gesellschaften aufgeben. Der Inlandsmarkt ist überschaubar, die Kosten für Treibstoff und Leasing schwanken stark, und die touristische Nachfrage hängt an der wirtschaftlichen und politischen Lage im Land.
Für Spotter in Südamerika heißt das: Neue Airlines tauchen auf und verschwinden manchmal genauso schnell. Wer früh fotografiert, hat später seltene Motive. Vergleichbare Geschichten findest du bei anderen Airlines der Region – etwa bei Avianca aus Kolumbien oder Copa Airlines aus Panama, die ebenfalls Ecuador anfliegen.
Equair-Foto, wenn …
- das Bild zwischen Januar 2022 und September 2023 entstand
- eine Boeing 737-700 mit HC-Kennzeichen zu sehen ist
- der Schriftzug „Equair“ am Rumpf steht
Genauer prüfen, wenn …
- das Foto eine 737-700 ohne lesbaren Schriftzug zeigt
- das Kennzeichen nicht HC-CXB, HC-CXC oder HC-CXS lautet
Kein Equair, wenn …
- das Foto nach Oktober 2023 im Linienbetrieb entstand
- ein anderer Flugzeugtyp als die 737-700 zu sehen ist
Häufige Verwechslungen
- Equair mit TAME verwechseln – TAME war die staatliche Airline bis 2020, Equair ein privates Unternehmen, das erst danach startete.
- Gründung und Erstflug gleichsetzen – die Firma entstand im Oktober 2020, der erste Linienflug folgte erst im Januar 2022.
- 737-700 als 737-800 notieren – die -700 hat nur einen Notausgang pro Seite über dem Flügel.
- HN nach 2023 automatisch Equair zuordnen – freigewordene Codes können neu vergeben werden.
- Altes Kennzeichen weiter suchen – nach dem Betreiberwechsel trägt das Flugzeug sehr wahrscheinlich ein neues Kennzeichen.
Seltene Sichtungen teilen
Poste deine Equair-Aufnahme mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Südamerika-Fans aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Equair war ein kurzes, aber spannendes Kapitel der ecuadorianischen Luftfahrt. Gegründet in der Pandemie, gestartet mit gebrauchten Boeing 737-700 und getragen von der Lücke, die TAME hinterlassen hatte, wuchs die Airline schnell – und verschwand im September 2023 genauso schnell wieder. Für Spotter ist Equair heute ein Archivmotiv mit Seltenheitswert. Wie selten eine solche Sichtung wirklich ist, kannst du mit dem Guide Wie selten ist meine Sichtung? einschätzen.
Kurzfazit
Equair (IATA HN, ICAO EQX) war eine historische Inlandsairline aus Quito, die von Januar 2022 bis September 2023 mit drei Boeing 737-700 Quito, Guayaquil und die Galápagos verband. Die Flugzeuge fliegen heute unter anderen Kennzeichen weiter.
Zusammenfassung
- Equair ist eine historische Airline: Wer sie im Logbuch hat, hat sie zwischen Januar 2022 und September 2023 in Ecuador gesehen.
- Die Flotte war winzig und einheitlich – drei Boeing 737-700 mit HC-Kennzeichen, alle aus zweiter Hand.
- Equair besetzte Lücken, die das Aus der Staatsairline TAME 2020 hinterlassen hatte, vor allem auf der Hauptstrecke Quito–Guayaquil und zu den Galápagos.
- Für Spotter interessant bleibt die Spurensuche: Was aus den drei 737-700 wurde, verrät die Seriennummer, nicht das alte Kennzeichen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Equair?
Equair nutzte den IATA-Code HN und den ICAO-Code EQX. Im Funk meldete sich die Airline mit dem Rufzeichen „EQUINOX“ – abgeleitet vom ursprünglichen Firmennamen EquinoxAir.
Fliegt Equair noch?
Nein. Equair stellte den Flugbetrieb am 30. September 2023 mit sofortiger Wirkung ein. Als Gründe nannte die Airline gestiegene Treibstoffpreise und eine schwächere Nachfrage auf den Inlandsstrecken. Passagiere mit Buchungen konnten nach Verfügbarkeit auf Flüge von LATAM Airlines Ecuador ausweichen. Von einer Wiederaufnahme des Betriebs ist uns nichts bekannt.
Welche Flugzeuge flog Equair?
Ausschließlich die Boeing 737-700, also die kürzere Version der 737 Next Generation. Insgesamt waren es drei Maschinen. Zwei davon wurden 2011 neu an KLM ausgeliefert und kamen über einen Leasinggeber nach Ecuador, die dritte stieß im November 2022 dazu.
Wann wurde Equair gegründet?
Die Gesellschaft entstand im Oktober 2020 als EquinoxAir. Öffentlich vorgestellt wurde die Marke Equair am 16. November 2021 in Quito, die erste 737 traf im Dezember 2021 ein. Den ersten Linienflug zwischen Quito und Guayaquil gab es am 10. Januar 2022 – etwas später als ursprünglich geplant, weil ein Covid-Ausbruch unter den Beschäftigten den Start Ende Dezember 2021 verhinderte.
Welche Ziele flog Equair an?
Im Linienverkehr verband Equair Quito und Guayaquil miteinander und mit den Galápagos-Inseln Baltra und San Cristóbal. Im September 2023, nur wenige Tage vor dem Aus, kam El Coca im Amazonasgebiet dazu. Außerdem flog Equair Charter, zum Beispiel nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik.
Was hat Equair mit TAME zu tun?
Direkt nichts – Equair war ein privates Unternehmen. Indirekt aber viel: Nach dem Ende der staatlichen TAME 2020 wurden deren Verkehrsrechte zu den Galápagos neu verteilt, und EquinoxAir erhielt 2021 einen Teil davon. Equair füllte damit einen Teil der Lücke, die TAME hinterlassen hatte.
Wo finde ich heute Fotos oder Spuren von Equair?
Equair-Sichtungen gibt es nur noch als Archivfotos aus den Jahren 2022 und 2023. Die drei 737-700 selbst sind weitergezogen. Weil Flugzeuge beim Betreiberwechsel neue Kennzeichen bekommen, suchst du am besten über die Seriennummer, um ihren weiteren Weg nachzuvollziehen.
Equair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
Weitere Airlines
TAME
Historische Airline aus Ecuador: 1962 von der Luftwaffe gegründet, ab 2011 staatliches Unternehmen mit Flügen nach Galápagos, New York und Südamerika – im Mai 2020 per Dekret in die Liquidation geschickt.
NetzwerkLATAM Airlines Ecuador
Die ecuadorianische Tochter der LATAM-Gruppe startete 2003 als LAN Ecuador. Heute verbindet sie Quito und Guayaquil mit Cuenca, dem Amazonas-Tiefland und den Galápagos-Inseln – vor allem mit dem Airbus A319.
NetzwerkLATAM Airlines
Südamerikas größte Airline-Gruppe, entstanden aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM: Sitz in Santiago, Boeing 787 auf der Langstrecke, seit 2020 ohne Allianz und eng mit Delta verbunden.
NetzwerkKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkAvianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
NetzwerkCopa Airlines
Panamas Netzwerk-Airline mit dem „Hub of the Americas“ in Tocumen: reine Boeing-737-Flotte, Star-Alliance-Mitglied seit 2012 und ein Streckennetz, das Nord-, Mittel- und Südamerika samt Karibik über Panama-Stadt verknüpft.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Airline-GruppeLATAM Airlines Group
Aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM entstand 2012 die größte Airline-Gruppe Südamerikas. Alle Töchter tragen dasselbe Indigoblau – wer sie auseinanderhalten will, braucht Codes, Rufzeichen und Kennzeichen.
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