Das Wichtigste in Kürze
- Tianjin Airlines gehört zum HNA-Umfeld und ist eine Schwester von Hainan Airlines, fliegt aber unter eigenem Code und eigener Marke.
- Codes: IATA GS, ICAO GCR, Rufzeichen „BOHAI“ – nach dem Bohai-Meer vor Tianjin.
- E-Jets prägen die Flotte: Rund die Hälfte der Maschinen sind Embraer E190 und E195.
- Die Langstrecke ist klein: Wenige A330-200 fliegen internationale Strecken, in den vergangenen Jahren unter anderem nach London.
- Hervorgegangen aus Grand China Express, das ab 2007 zunächst mit Dornier 328JET, später auch mit ERJ 145 Regionalverkehr flog.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Tianjin Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von Grand China Express zu Tianjin Airlines
- 4.Tianjin Airlines im HNA-Geflecht
- 5.Die Flotte: E-Jets, A320 und ein paar A330
- 6.E190 oder E195? So hältst du die E-Jets auseinander
- 7.Woran du Tianjin Airlines erkennst
- 8.Tianjin Airlines in Europa spotten
- 9.Spotten in Asien und Australien
- 10.Die Entführung von Flug GS7554
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | GS |
|---|---|
| ICAO-Code | GCR |
| Rufzeichen | BOHAI |
| Drehkreuze | TSN, XIY |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit starkem Regionalverkehr in China, dazu internationale Strecken |
| Sitz | Tianjin, am Flughafen Tianjin-Binhai |
| Ursprung | Mitte der 2000er-Jahre als Grand China Express im HNA-Konzern gegründet, erster Flug im März 2007 |
| Heutiger Name | Tianjin Airlines seit Juni 2009 |
| Drehkreuze | Tianjin-Binhai (TSN) und Xi’an-Xianyang (XIY), dazu weitere Basen wie Haikou, Hohhot und Ürümqi |
| Konzernumfeld | HNA Aviation, Schwestergesellschaft von Hainan Airlines; Vielfliegerprogramm Fortune Wings Club gemeinsam mit Hainan |
| Flotte (Stand 2025, laut öffentlichen Flottenlisten) | rund 100 Flugzeuge: Embraer E190 und E195, Airbus A320ceo, A320neo, A321 und A330-200 |
| Allianz | keine |
| Tochter | GX Airlines (Guangxi Beibu Gulf Airlines) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Tianjin Airlines?
- Schriftzug „Tianjin Airlines“ zusammen mit den chinesischen Zeichen 天津航空 am Rumpf
- Eigenes Logo am Leitwerk – nicht der rot-goldene Fabelvogel von Hainan Airlines
- Festland-Kennzeichen mit B- und vier Zeichen danach
- Flugnummer beginnt mit GS, auf dem Tracker steht GCR, im Funk „BOHAI“
- Typisches Bild im Inland: Embraer E190 oder E195 mit zwei Triebwerken unter den Flügeln und schlankem Rumpf
- Auf Langstrecken nach Europa ein Airbus A330-200 – davon gibt es bei Tianjin nur vier
Wer sich mit chinesischen Airlines beschäftigt, landet schnell beim Staatstrio und bei Hainan Airlines. Tianjin Airlines steht dabei oft in der zweiten Reihe – dabei ist sie eine der spannendsten Gesellschaften im HNA-Umfeld. Sie betreibt eine große Flotte aus Embraer-Regionaljets, fliegt mit der A320-Familie quer durch China und hat mit einer kleinen A330-Flotte sogar Strecken bis nach London aufgebaut. Hier erfährst du, wie du sie einordnest und woran du sie sicher erkennst.
Jede Sichtung sauber zugeordnet
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot – und sammelst sie in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Tianjin Airlines im Überblick
Tianjin Airlines ist eine chinesische Fluggesellschaft mit Sitz in Tianjin, der Hafenmetropole südöstlich von Peking. Ihr Firmensitz liegt direkt am Flughafen Tianjin-Binhai, der zugleich das wichtigste Drehkreuz ist. Das zweite große Standbein ist Xi’an-Xianyang im Landesinneren. Dazu kommen weitere Basen, unter anderem in Haikou, Hohhot und Ürümqi.
Die Airline ist kein klassischer Billigflieger und auch keine reine Regionalairline. Sie verbindet beides: Mit Regionaljets bedient sie viele kleinere Städte, gerade im Norden und Westen Chinas, etwa in der Inneren Mongolei und in Xinjiang. Mit der A320-Familie fliegt sie die dichteren Inlandsstrecken, und mit dem A330 bietet sie internationale Verbindungen an. Deshalb ordnen wir sie hier als Netzwerk-Airline ein.
Organisatorisch gehört Tianjin Airlines zum Umfeld von HNA Aviation – also zur selben Familie wie Hainan Airlines, Beijing Capital Airlines und Hong Kong Airlines. Die Airlines teilen sich unter anderem das Vielfliegerprogramm Fortune Wings Club und verkaufen viele Flüge gegenseitig per Codeshare.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code GS: steht in der Flugnummer, also auf Ticket, Anzeigetafel und im Flugplan.
- ICAO-Code GCR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern. Er geht noch auf den alten Namen Grand China zurück.
- Rufzeichen BOHAI: so meldet sich die Besatzung im Funk. Bohai heißt das Meer, an dem Tianjin liegt.
Der ICAO-Code GCR ist ein schönes Beispiel dafür, dass Codes oft länger überleben als Markennamen. Die Airline heißt seit 2009 Tianjin Airlines, der Code erinnert aber weiter an Grand China Express. Warum es überhaupt zwei Code-Systeme gibt, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes.
Tracker richtig lesen
Im HNA-Netz laufen viele Codeshares. Eine HU-Flugnummer kann von Tianjin Airlines geflogen werden und umgekehrt. Entscheidend ist der ICAO-Code: Steht dort GCR, fliegt Tianjin selbst. Wie Codeshares funktionieren, liest du unter Codeshare-Flüge erklärt.
Von Grand China Express zu Tianjin Airlines
Die Geschichte beginnt Mitte der 2000er-Jahre. Damals bündelte der HNA-Konzern Teile seines Regionalgeschäfts in einer neuen Gesellschaft: Grand China Express. Den ersten Flug absolvierte sie im März 2007, Tianjin und Xi’an waren von Anfang an die Drehkreuze. Im Sommer 2007 bekam die Airline den eigenen IATA-Code GS, vorher flogen die Verbindungen noch unter dem Hainan-Code HU.
Die erste Flotte war bewusst klein dimensioniert. Grand China Express startete mit dem Fairchild Dornier 328JET, einem Regionaljet mit rund 30 Sitzen. Später kamen Embraer ERJ 145 hinzu, ehe die Airline auf die größeren E-Jets umstieg. Beide frühen Typen sind bei Tianjin heute Geschichte; acht ERJ 145 wechselten beispielsweise zu Africa World Airlines nach Ghana.
Im Juni 2009 erhielt die Airline ihren heutigen Namen Tianjin Airlines. In den Folgejahren wuchs sie deutlich: Ab 2010 durfte sie neben Regionalverkehr auch Hauptstrecken und internationale Flüge anbieten. Die erste Auslandsstrecke führte im Dezember 2010 von Tianjin über Hohhot nach Ulaanbaatar in der Mongolei. 2011 stellte die Airline ein neues Markenbild vor und erhielt im selben Jahr eine Vier-Sterne-Einstufung von Skytrax.
Mitte der 2010er-Jahre baute Tianjin Niederlassungen in Xinjiang und in der Provinz Guizhou auf. Mit GX Airlines, auch bekannt als Guangxi Beibu Gulf Airlines, entstand zudem eine eigene Tochter im Süden Chinas.
Tianjin Airlines im HNA-Geflecht
Das HNA-Umfeld ist für Spotter manchmal verwirrend, weil viele Airlines eng verflochten sind. Nach der Insolvenz des HNA-Konzerns 2021 wurde das Airline-Geschäft neu geordnet; es gehört seither zu HNA Aviation unter dem Dach der Liaoning Fangda Group. Tianjin Airlines hat mehrere Anteilseigner aus diesem Umfeld, darunter laut öffentlichen Angaben auch Urumqi Air.
| Airline | Rolle | Woran du sie unterscheidest |
|---|---|---|
| Hainan Airlines | Kerngesellschaft mit Langstrecke | ICAO CHH, rot-goldener Fabelvogel |
| Tianjin Airlines | Regional- und Inlandsverkehr, einige Auslandsstrecken | ICAO GCR, E-Jets und A330-200 |
| Beijing Capital Airlines | Basis Peking, A320-Familie und A330 | Eigener Code, eigene Bemalung |
| Hong Kong Airlines | Airline aus Hongkong | Hongkonger B-H-Kennzeichen |
| GX Airlines | Tochter von Tianjin im Süden Chinas | Eigener Code, in Europa nicht zu sehen |
Ein schönes Detail zur Verflechtung: Tianjin Airlines hatte einst auch zwei A330-300 – beide gingen später an Hong Kong Airlines. Wenn du alte Fotos durchsiehst, kann dir also ein A330 unter verschiedenen Farben begegnen.
Die Flotte: E-Jets, A320 und ein paar A330
Öffentliche Flottenlisten nennen für 2025 rund 100 Flugzeuge. Die genauen Zahlen schwanken mit Ein- und Ausflottungen, die Verteilung ist aber eindeutig: Die Embraer-Regionaljets stellen gut die Hälfte der Flotte.
| Typ | Ungefähre Anzahl (2025) | Einsatz |
|---|---|---|
| Embraer E190 | knapp 40 | Regional- und Zubringerstrecken |
| Embraer E195 | rund 15 | Regionalstrecken mit mehr Nachfrage |
| Airbus A320ceo | gut 25 | Inlands- und Regionalstrecken in Asien |
| Airbus A320neo | rund 15 | Inlands- und Regionalstrecken in Asien |
| Airbus A321 | 2 | Dichte Inlandsstrecken |
| Airbus A330-200 | 4 | Internationale Mittel- und Langstrecke |
Die E-Jets als Markenzeichen
Die Embraer E190 und die längere E195 sind das Arbeitspferd der Airline. Sie verbinden kleinere Städte mit den Basen und passen zu Strecken, auf denen ein A320 zu groß wäre. In China gibt es nur wenige Airlines mit einer so großen E-Jet-Flotte, deshalb ist Tianjin für E-Jet-Fans einer der interessantesten Betreiber in Asien.
Mitte der 2010er-Jahre unterschrieb Tianjin bei Embraer einen Vertrag über weitere E195 und einige Jets der neuen E2-Generation. In den Flottenlisten von 2025 tauchen aber nur E190 und E195 der ersten Generation auf. Mehr zur neuen Generation findest du bei der E190-E2. Wie du die Varianten unterscheidest, zeigt der Artikel Embraer E170, E175, E190, E195 und E2 auseinanderhalten.
A320-Familie für die Hauptstrecken
Auf stärker gebuchten Inlandsstrecken setzt Tianjin auf Airbus: den A320 der ersten Generation, den neueren A320neo und zwei A321. Ceo und neo nebeneinander – das ist eine gute Übung fürs Auge. Die Unterschiede bei Triebwerken und Flügelspitzen erklärt der Artikel A320neo oder ceo?.
Der A330-200 für die Ferne
Die kleinste, aber für Europa wichtigste Teilflotte sind die vier Airbus A330-200. Sie fliegen die internationalen Strecken. Wenn du Tianjin in Europa siehst, ist es fast sicher einer dieser vier Jets.
Einer der vier A330 fehlt dir noch?
Leg Sichtungs-Alarme für Kennzeichen oder Typen an, und Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug oder Landung. Was dir noch fehlt, merkst du dir auf der Wunschliste im Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
E190 oder E195? So hältst du die E-Jets auseinander
Für Spotter in China ist das die Kernfrage bei Tianjin. Beide Typen sehen sich sehr ähnlich: gleiche Nase, gleiche Flügel, zwei Triebwerke unter den Tragflächen. Der Unterschied steckt in der Länge.
Das spricht für die E190
- Kompaktere Proportionen, der Flügel wirkt im Verhältnis länger
- Weniger Fenster zwischen Tür und Flügel
- Auf Trackern als E190 geführt
Das spricht für die E195
- Rund zweieinhalb Meter längerer, gestreckter Rumpf
- Mehr Fensterreihen vor und hinter dem Flügel
- Auf Trackern als E195 geführt
Fotografierst du Tianjin-Jets im Gegenlicht oder aus großer Distanz, hilft der Rumpf-Längen-Vergleich kaum noch. Dann ist das Kennzeichen der Schlüssel: Notiere es und gleich es später mit dem Tracker ab. Grundsätzliches zu Regionaljets findest du außerdem im Artikel Regionaljets erkennen.
Woran du Tianjin Airlines erkennst
Das wichtigste Merkmal ist der zweisprachige Schriftzug: „Tianjin Airlines“ in lateinischen Buchstaben und 天津航空 in chinesischen Zeichen. Am Leitwerk sitzt das eigene Logo der Airline, das seit der Markenauffrischung 2011 verwendet wird. Es unterscheidet sich klar vom rot-goldenen Fabelvogel von Hainan Airlines – wer beide Airlines nebeneinander sieht, verwechselt sie nicht.
Das zweite sichere Merkmal ist das Kennzeichen. Wie alle Festland-Airlines fliegt Tianjin mit B- und vier Zeichen dahinter. Damit grenzt du die Flotte auch von Hong Kong Airlines ab, deren Kennzeichen mit B-H beginnen. Mehr dazu im Artikel zu chinesischen B-Kennzeichen.
Achtung Verwechslung
Im HNA-Umfeld fliegen mehrere Airlines A320 und A330 mit B-Kennzeichen. Ein Heckfoto allein reicht nicht immer. Mach zusätzlich ein Bild, auf dem Schriftzug und Kennzeichen lesbar sind.
Tianjin Airlines in Europa spotten
Europa ist für Tianjin ein kleiner, aber feiner Markt. 2016 startete die Airline mit dem A330 nach London-Gatwick und Moskau-Scheremetjewo, im selben Jahr auch ins neuseeländische Auckland. Ab Mai 2018 flog sie von Xi’an nach London-Heathrow – ursprünglich war dafür Gatwick geplant. Später tauchten in den Flugplänen auch Heathrow-Flüge ab Chongqing auf. Die Spots in Gatwick stellt der Gatwick-Guide vor.
Wie oft und ab welcher Stadt Tianjin aktuell nach London fliegt, ändert sich von Flugplan zu Flugplan. Die Strecken laufen meist nur wenige Male pro Woche. Prüf daher vor jedem Spottertag den aktuellen Flugplan des Flughafens London-Heathrow auf GS-Flugnummern.
In Heathrow stehen dir klassische Spots zur Verfügung, etwa die Myrtle Avenue für Landungen von Osten oder Hatton Cross an der Südseite. Einen kompletten Überblick liefert der Heathrow-Guide.
Flugplan checken
Such im Flugplan nach GS-Flugnummern und prüf die Wochentage – die London-Strecken fliegen nicht täglich.
Betriebsrichtung prüfen
In Heathrow entscheidet der Wind, ob du an der Myrtle Avenue oder an anderen Spots richtig stehst.
Tracker beobachten
Mit dem ICAO-Code GCR siehst du rechtzeitig, ob der A330 pünktlich ist.
Kennzeichen notieren
Bei nur vier A330 lohnt es sich, jedes Kennzeichen festzuhalten – so siehst du, welche dir noch fehlen.
Wann Langstreckenflüge aus Asien typischerweise in Europa ankommen, liest du im Artikel zu Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa.
Gute Chancen auf Tianjin, wenn …
- im aktuellen Heathrow-Flugplan GS-Flüge stehen
- du rund um die geplante Ankunft am passenden Spot bist
Prüf es vorher, wenn …
- du dich auf ältere Spotterberichte zu Gatwick oder Moskau verlässt
- die Strecke nur saisonal oder wenige Male pro Woche fliegt
Eher kein Tianjin-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen spottest – die E-Jets und A320 bleiben in Asien
Spotten in Asien und Australien
Wer in Asien unterwegs ist, hat deutlich bessere Chancen. Tianjin verbindet seine Basen unter anderem mit Japan und Südkorea, etwa mit Tokio-Haneda und Seoul-Incheon. In Haneda bieten die Aussichtsdecks an den Terminals gute Sicht. Auch nach Sydney führten in den vergangenen Jahren Verbindungen ab Chongqing; Tipps für vor Ort liefert der Artikel Planespotting in Sydney. Auch hier gilt: Flugpläne ändern sich, ein Blick auf den aktuellen Stand lohnt sich immer.
Die E-Jets siehst du nur in China selbst – vor allem an den Basen Tianjin und Xi’an sowie an vielen kleineren Flughäfen im Norden und Westen des Landes.
Die Entführung von Flug GS7554
Ein Ereignis machte Tianjin Airlines 2012 international bekannt. Am 29. Juni 2012 versuchten mehrere Männer, eine E190 der Airline kurz nach dem Start in Hotan in Xinjiang zu entführen. Der Flug sollte nach Ürümqi gehen. Passagiere, Crew und Sicherheitskräfte an Bord überwältigten die Täter, die Maschine kehrte nach Hotan zurück und landete sicher. Mehrere Menschen an Bord wurden verletzt, zwei Täter starben später. Die Behörden zeichneten Crew und Passagiere anschließend für ihren Einsatz aus.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Tianjin für Hainan halten – beide gehören zum HNA-Umfeld, aber Tianjin fliegt mit eigenem Code GS/GCR und eigener Bemalung.
- HU-Flugnummer mit Hainan-Flugzeug gleichsetzen – bei Codeshares fliegt teils Tianjin; der ICAO-Code GCR zeigt es.
- E190 und E195 vertauschen – die E195 ist länger; der Tracker zeigt den Typcode.
- A320ceo und A320neo verwechseln – Triebwerksgröße und Sharklets geben den Ausschlag.
- Eine A330-300 erwarten – die beiden -300 sind längst zu Hong Kong Airlines gewechselt.
Tianjin Airlines im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Tianjin Airlines ist der E-Jet-Spezialist im HNA-Umfeld: Regionaljets für die vielen kleineren Städte im Norden und Westen Chinas, A320-Familie für die Hauptstrecken und eine Handvoll A330-200 für die große Welt. In Europa ist sie selten – und genau deshalb ein schönes Ziel, wenn im Heathrow-Flugplan GS-Flüge auftauchen. Wer Codes, Kennzeichen und Schriftzug im Blick hat, ordnet jede Sichtung sicher zu.
Kurzfazit
Tianjin Airlines (IATA GS, ICAO GCR, Rufzeichen BOHAI) ist eine Schwester von Hainan Airlines mit Basis in Tianjin. Typisch sind Embraer E190 und E195; in Europa siehst du, wenn überhaupt, einen der vier A330-200 – zuletzt in London.
Zusammenfassung
- Tianjin Airlines erkennst du am zweisprachigen Schriftzug und an den Codes GS und GCR – nicht am Hainan-Logo.
- Die Airline ist die Regional- und Zubringerstütze des HNA-Umfelds, besonders in Nord- und Westchina.
- In Europa siehst du sie, wenn überhaupt, mit einem A330-200 – die E-Jets bleiben in China.
- Notiere B-Kennzeichen und ICAO-Code getrennt von der Flugnummer, weil im HNA-Netz viele Codeshares laufen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Tianjin Airlines?
Der IATA-Code ist GS, der ICAO-Code GCR. Im Funk meldet sich die Besatzung mit „BOHAI“. Den Code GS trägt die Airline seit 2007 – davor liefen die ersten Flüge noch mit dem Hainan-Code HU.
Gehört Tianjin Airlines zu Hainan Airlines?
Beide gehören zum selben Umfeld rund um HNA Aviation und arbeiten eng zusammen, etwa bei Codeshares und beim gemeinsamen Vielfliegerprogramm Fortune Wings Club. Tianjin Airlines ist aber eine eigenständige Gesellschaft mit eigenen Codes, eigener Flotte und eigener Bemalung.
Welche Flugzeuge fliegt Tianjin Airlines?
Öffentliche Flottenlisten nennen für 2025 rund 100 Flugzeuge: Embraer E190 und E195 als größte Teilflotte, dazu Airbus A320ceo, A320neo, zwei A321 und vier A330-200. Die genauen Zahlen ändern sich mit Ein- und Ausflottungen.
Was bedeutet das Rufzeichen BOHAI?
Bohai heißt der innerste Teil des Gelben Meeres, an dem die Hafenstadt Tianjin liegt. Das Rufzeichen verweist damit auf die Heimatregion – ganz ähnlich, wie viele Airlines ihr Rufzeichen von einer Region oder Stadt ableiten.
Fliegt Tianjin Airlines nach Europa?
In den vergangenen Jahren ja, mit dem A330-200: 2016 startete die Airline nach London-Gatwick und Moskau, ab Mai 2018 kam eine Verbindung von Xi’an nach London-Heathrow hinzu. Welche Europa-Strecken aktuell im Flugplan stehen, ändert sich – prüf vor dem Spotten den Flugplan des Flughafens.
Was war Grand China Express?
So hieß die Airline in ihren Anfangsjahren. Grand China Express wurde im HNA-Konzern gegründet, um Regionalverkehr aufzubauen, und flog ab 2007 zunächst mit kleinen Dornier 328JET. 2009 folgte die Umbenennung in Tianjin Airlines.
Fliegt Tianjin Airlines schon Embraer E2?
Ältere Bestellungen umfassten auch Jets der E2-Generation. In den Flottenlisten von 2025 tauchen bei Tianjin Airlines aber nur E190 und E195 der ersten Generation auf, eine E2 ist dort nicht im Dienst. Wenn du eine E2 erwartest, prüf das Kennzeichen auf dem Tracker.
Wie unterscheide ich E190 und E195 bei Tianjin?
Die E195 ist rund zweieinhalb Meter länger als die E190, das wirkt sich vor allem auf die Proportionen vor und hinter dem Flügel aus. Am sichersten ist der Tracker: Dort steht E190 oder E195 als Typcode.
Tianjin Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypFairchild Dornier 328JET
Ein Jet mit Flügel oben auf dem Rumpf, zwei Triebwerken darunter und T-Leitwerk: Die 328JET aus Oberpfaffenhofen ist einer der seltensten Regionaljets überhaupt. So erkennst du sie, und hier fliegt sie heute.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
Weitere Airlines
Hainan Airlines
Chinas größte nicht-staatliche Netzwerk-Airline aus Haikou: Skytrax-Fünf-Sterne-Bewertung, keine Allianz, Boeing 787 und Airbus A330 auf der Langstrecke und Strecken nach Europa – darunter Berlin.
NetzwerkBeijing Capital Airlines
Airline aus der HNA-Familie mit Basis in Peking-Daxing: reine Airbus-Flotte von der A319 bis zur A330, Langstrecke unter anderem nach Lissabon und ein Ursprung im Geschäftsflieger Deer Jet.
NetzwerkHong Kong Airlines
Die zweite große Netzwerk-Airline Hongkongs neben Cathay Pacific: reine Airbus-Flotte aus A320, A321 und A330-300, eine kurze A350-Ära und ein Firmenlogo, das die Bauhinia-Blüte der Stadt zeigt.
NetzwerkAir China
Chinas Flag Carrier aus Peking: Star-Alliance-Mitglied, roter Phönix am Leitwerk und eine gemischte Flotte von der Boeing 747-8 über die A350 bis zur heimischen Comac C919.
NetzwerkChina Southern Airlines
Gemessen an der Flotte die größte Airline Chinas: Drehkreuz in Guangzhou, rund 700 Flugzeuge, auf Langstrecke A350, Boeing 787-9 und 777-300ER – und mit China Southern Cargo eine eigene 777-Frachtsparte, die auch Europa anfliegt.
NetzwerkChina Eastern Airlines
Die Großairline aus Shanghai ist SkyTeam-Mitglied, fliegt eine gemischte Airbus- und Boeing-Flotte und war 2022 der erste Kunde, der die chinesische COMAC C919 übernommen hat.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
FlughafenFlughafen London-Gatwick
Eine einzige Hauptbahn, über 40 Millionen Passagiere im Jahr und orange Airbusse im Minutentakt: Gatwick ist Londons zweitgrößter Flughafen und ein Lehrstück dafür, wie viel Verkehr eine Bahn tragen kann. Für Spotter heißt das: kaum Leerlauf, viel easyJet, dazu Langstrecke von TUI, Norse, British Airways und den Golf-Carriern.
Wo du Tianjin Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Myrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
AnflugschneiseHatton Cross am Flughafen London Heathrow
Hatton Cross ist für die meisten Spotter nur die U-Bahn-Station auf dem Weg zur Myrtle Avenue. Dabei liegen rund um den Knoten an der Südostecke von Heathrow eigene Standpunkte unter dem Anflug auf die 27L – mit anderem Licht, anderen Winkeln und kürzeren Wegen.
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