Das Wichtigste in Kürze
- PIA ist die Flag Carrier Pakistans mit Sitz in Karatschi und Drehkreuzen in Karatschi, Islamabad und Lahore.
- Codes: IATA PK, ICAO PIA, Rufzeichen „PAKISTAN“, Kennzeichen mit AP-.
- Von Juni 2020 bis November 2024 durfte PIA nicht in die EU fliegen – Auslöser war die Affäre um zweifelhafte Pilotenlizenzen nach dem Absturz von PK8303.
- Rückkehr nach Europa: Paris seit Januar 2025, nach der Freigabe durch die britische Behörde auch Manchester seit Oktober 2025.
- Rückgrat der Langstrecke ist die Boeing 777: 777-200ER, 777-200LR und 777-300ER – PIA war Erstkunde der 777-200LR.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | PK |
|---|---|
| ICAO-Code | PIA |
| Rufzeichen | PAKISTAN |
| Drehkreuze | KHI, ISB, LHE |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline und Flag Carrier Pakistans mit Inlands-, Regional- und Langstreckenverkehr |
| Sitz | Jinnah International Airport, Karatschi |
| Ursprung | Orient Airways (gegründet 1946), als PIA seit 1955 |
| Drehkreuze | Karatschi (KHI), Islamabad (ISB) und Lahore (LHE) |
| Eigentümer | Seit Ende 2025 mehrheitlich privat: Konsortium um die Arif Habib Corporation |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand Anfang 2026) | Rund 35 Flugzeuge: Boeing 777-200ER, 777-200LR und 777-300ER, Airbus A320 und ATR 42-500 |
| Europa | EASA-Betriebsverbot Juni 2020 bis November 2024, Rückkehr nach Paris im Januar 2025, nach Manchester im Oktober 2025 |
| Markenzeichen | Großflächige pakistanische Flagge am Leitwerk, grün-goldener Streifen am unteren Rumpf |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Pakistan International Airlines?
- Leitwerk mit großer pakistanischer Flagge: dunkelgrün mit weißem Halbmond und Stern, wellenförmig über fast das ganze Seitenleitwerk
- Großer Schriftzug „PIA“ vorn am Rumpf, darunter „Pakistan“ in Gold
- Grün-goldener Streifen am unteren Rumpf, der bis zum Heck läuft
- Stilisiertes PIA-Logo in Urdu auf den Triebwerken und hinter dem Cockpit
- Pakistanisches Kennzeichen mit AP-, meist im Muster AP-Bxx
- In Europa fast immer eine Boeing 777 – A320 und ATR bleiben im Inlands- und Regionalnetz
Viereinhalb Jahre lang war ein PIA-Leitwerk an europäischen Flughäfen schlicht nicht zu sehen. Seit 2025 ist die große grüne Flagge zurück – erst in Paris, dann in Manchester. Für Spotter ist Pakistan International Airlines damit eine der spannenderen Rückkehrer: eine traditionsreiche Flag Carrier mit Boeing-777-Flotte, bewegter Geschichte und einem Netz, das sich nach der Privatisierung gerade neu sortiert. Hier erfährst du, wie du PIA erkennst, was hinter dem EU-Verbot steckt und wo du die 777 heute vor die Linse bekommst.
Die seltene 777 sicher im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst in deinem Hangar, welche PIA-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
PIA im Überblick
Pakistan International Airlines ist die Flag Carrier Pakistans mit Sitz am Jinnah International Airport in Karatschi. Neben Karatschi sind Islamabad und Lahore die wichtigsten Drehkreuze. Von dort fliegt PIA ein dichtes Inlandsnetz, zahlreiche Verbindungen an den Persischen Golf und nach Saudi-Arabien sowie ausgewählte Langstrecken nach Europa und Nordamerika.
Die Wurzeln reichen bis 1946 zurück. Damals gründeten die Unternehmer Mirza Ahmad Ispahani und Adamjee Haji Dawood in Kalkutta die Orient Airways – noch vor der Unabhängigkeit Pakistans. Nach der Teilung Britisch-Indiens verlegte die Gesellschaft ihren Betrieb nach Pakistan. Der Staat verstaatlichte sie später und führte sie mit eigenen Flugaktivitäten zusammen: Am 11. März 1955 nahm die neue Pakistan International Airlines offiziell den Betrieb auf.
Über Jahrzehnte war PIA ein Staatskonzern. Ende 2025 änderte sich das grundlegend: Im Dezember erhielt ein Konsortium um die Arif Habib Corporation den Zuschlag für 75 Prozent der Anteile, Anfang 2026 kündigte die Gruppe an, auch den Rest übernehmen zu wollen. Einer Allianz gehört PIA nicht an – anders als etwa Turkish Airlines, die in der Star Alliance organisiert ist.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code PK: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket, etwa PK 749.
- ICAO-Code PIA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern. Praktisch: Er ist identisch mit dem Kürzel, unter dem die Airline ohnehin bekannt ist.
- Rufzeichen PAKISTAN: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- Kennzeichen AP-: Pakistanische Luftfahrzeuge tragen das Präfix AP-, bei PIA meist gefolgt von einem B und zwei weiteren Buchstaben.
Wie du Kennzeichen systematisch liest und welches Präfix zu welchem Land gehört, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Ein Stück Luftfahrtgeschichte
PIA war in den 1960er-Jahren eine der modernsten Airlines Asiens – das ist heute fast vergessen, für Luftfahrtfans aber einen Blick wert.
- 1960: PIA mietet eine Boeing 707 samt Besatzung von Pan Am und wird damit nach Air India die zweite asiatische Airline mit einem Jet. Mehr zum Typ findest du bei der Boeing 707-320 und in der Geschichte der Boeing 707.
- 1964: PIA fliegt als erste Airline aus einem nicht-kommunistischen Land nach China.
- 1974: Mit zwei Boeing 707-320C startet eine eigene Frachtsparte.
- 1985: PIA unterstützt den Aufbau von Emirates mit technischem und administrativem Know-how.
- Mitte der 2000er-Jahre: PIA ist Erstkunde der Boeing 777-200LR, der Langstrecken-Version der 777.
- 2017: Die letzten Airbus A310 verlassen die Flotte.
Auch dunkle Kapitel gehören dazu. 1992 verunglückte ein Airbus A300 von PIA im Anflug auf Kathmandu, 2016 eine ATR 42-500 bei Havelian. Am 22. Mai 2020 stürzte Flug PK8303, ein Airbus A320 aus Lahore, im Anflug auf Karatschi in ein Wohngebiet; 97 Menschen starben. Dieser Unfall leitete die Krise ein, die PIA für Jahre aus Europa verbannte.
Das EU-Flugverbot: was 2020 passierte
Nach dem Absturz von PK8303 erklärte der pakistanische Luftfahrtminister im Juni 2020 vor dem Parlament, dass ein großer Teil der Pilotenlizenzen im Land verdächtig sei – die Rede war von 262 der 860 aktiven Piloten. PIA setzte daraufhin rund 150 eigene Piloten vorsorglich am Boden fest.
Die Reaktion aus Europa kam schnell. Die EASA setzte Ende Juni 2020 die Genehmigung von PIA als Drittlandbetreiber (Third Country Operator, TCO) aus. Der Kern der Begründung: Die Agentur hatte kein Vertrauen mehr, dass die pakistanische Luftfahrtbehörde die Lizenzierung ihrer Piloten wirksam überwacht. Großbritannien, das nach dem Brexit eigene Regeln anwendet, sperrte PIA ebenfalls.
TCO-Sperre ist nicht gleich Schwarze Liste
Das PIA-Verbot lief nicht über die bekannte EU-Flugsicherheitsliste, sondern über die TCO-Genehmigung der EASA. Für Spotter macht das im Ergebnis keinen Unterschied – keine eigenen PIA-Flüge in die EU. Wie die beiden Verfahren zusammenhängen, erklärt der Artikel zur EU-Flugsicherheitsliste.
Für Europa hieß das: Die Verbindungen nach Paris und in weitere europäische Städte waren weg, ebenso die Flüge nach Großbritannien. Passagiere wichen auf Umsteigeverbindungen über den Golf oder Istanbul aus – ein Geschäft, von dem Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Turkish Airlines profitierten.
Die Rückkehr nach Europa
Erst nach viereinhalb Jahren kam die Wende. Am 29. November 2024 hob die EASA die Aussetzung auf, weil sie die Aufsicht der pakistanischen Behörde inzwischen wieder für ausreichend hielt. Der erste PIA-Flug nach Europa landete am 10. Januar 2025 in Paris.
In Großbritannien dauerte es länger. Die britische Luftfahrtbehörde gab PIA im Juli 2025 wieder frei, im Herbst folgte die nötige Betriebsgenehmigung. Ende Oktober 2025 startete die Verbindung zwischen Islamabad und Manchester – für die große pakistanische Community im Nordwesten Englands ein wichtiges Signal.
Juni 2020
Die EASA setzt die TCO-Genehmigung von PIA aus, Großbritannien zieht nach.
November 2024
Die EASA hebt die Aussetzung auf – der Weg in die EU ist wieder frei.
Januar 2025
Erster PIA-Flug nach Europa seit 2020, Ziel ist Paris.
Juli bis Oktober 2025
Freigabe durch die britische Behörde, danach Start der Flüge nach Manchester.
Weitere Ziele in Großbritannien und Europa sind angekündigt oder im Gespräch, darunter London. Gerade weil sich das Netz unter den neuen Eigentümern schnell verändert, ist der aktuelle Flugplan der einzig verlässliche Wegweiser – alte Spotterberichte aus der Zeit vor 2020 helfen hier kaum weiter.
Die Flotte: Boeing 777, A320 und ATR
Laut aktuellen Flottenübersichten zählte PIA Anfang 2026 rund 35 Flugzeuge. Die Zusammensetzung ist überschaubar und für Spotter gut sortierbar:
| Typ | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Boeing 777-200ER | Langstrecke, Golf, Saudi-Arabien | Der häufigste 777-Typ bei PIA |
| Boeing 777-200LR | Langstrecke | PIA war Erstkunde, nur wenige Exemplare – der Leckerbissen |
| Boeing 777-300ER | Langstrecke mit hoher Nachfrage | Deutlich längerer Rumpf, Tracker-Code B77W |
| Airbus A320 | Inland, Golf, Regionalziele | Rückgrat der Kurz- und Mittelstrecke |
| ATR 42-500 | Kleine Inlandsflughäfen, Bergregionen | Turboprop für Bergziele wie Gilgit |
Laut Flottenübersichten sind außerdem geleaste Boeing 787-9 vorgesehen, teils im Wet-Lease von Norse Atlantic. Daneben setzt PIA zeitweise geleaste Flugzeuge ein, um Engpässe zu überbrücken. Dabei können auch Maschinen anderer Betreiber im PIA-Netz auftauchen, etwa im Wet-Lease mit fremder Crew. Nach der Privatisierung hat der neue Eigentümer angekündigt, die Flotte deutlich zu vergrößern, unter anderem mit weiteren Boeing-Flugzeugen. Konkrete Auslieferungen solltest du am Flottenstand prüfen, nicht an Ankündigungen.
Nur die 777-200LR fehlt noch?
Setz PIA, die 777-200LR oder ein einzelnes AP-Kennzeichen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine bei dir anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
777-200ER, 777-200LR oder 777-300ER?
In Europa wirst du PIA bisher fast immer mit der 777 sehen. Welche Version gerade vor dir rollt, lässt sich mit etwas Übung bestimmen.
Das spricht für die 777-300ER
- Sichtbar längerer Rumpf mit mehr Fenstern vor und hinter dem Flügel
- Angeschrägte, verlängerte Flügelspitzen (Raked Wingtips)
- Auf Trackern als B77W geführt
Das spricht für eine 777-200-Version
- Kürzerer, kompakter wirkender Rumpf
- 777-200ER: klassische Flügelspitze, Tracker-Code B772
- 777-200LR: Raked Wingtips wie die -300ER, Tracker-Code B77L
Die Faustregel: Langer Rumpf heißt 777-300ER. Kurzer Rumpf mit angeschrägten Flügelspitzen heißt 777-200LR, kurzer Rumpf ohne heißt 777-200ER. Wer sich generell schwertut, die großen Boeing-Zweistrahler auseinanderzuhalten, findet im Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden die wichtigsten Merkmale.
Woran du PIA erkennst
Die aktuelle Bemalung stammt im Kern aus dem Jahr 2010 und ist auch aus großer Entfernung eindeutig:
- Leitwerk: Fast vollflächig eine wellenförmig gestaltete pakistanische Flagge in Dunkelgrün mit weißem Halbmond und Stern.
- Rumpf: Vorn weiß, nach hinten leicht ins Cremefarbene übergehend, mit großem dunkelgrünem Schriftzug „PIA“ und darunter „Pakistan“ in Gold.
- Streifen: Ein grün-goldenes Band läuft am unteren Rumpf entlang bis zum Heck.
- Triebwerke: Dort sitzt ein stilisiertes PIA-Logo in Urdu-Schrift, das auch hinter dem Cockpit auftaucht.
PIA hat seine Optik im Lauf der Jahre immer wieder verändert. 2006 gab es kurzzeitig vier verschiedene Leitwerke für die Provinzen des Landes, die 2009 aus Kostengründen wieder verschwanden. Zum 60-jährigen Bestehen erhielten 2015 drei A320 und eine 777-200ER eine Bemalung im Stil der 1960er-Jahre. Ob und wie lange solche Sonderlackierungen noch fliegen, ändert sich – solche Maschinen gehören zu den Motiven, die sich in der Retro-Lackierungs-Sammlung besonders lohnen.
Achtung Verwechslung
Grün als Grundfarbe tragen auch andere Airlines aus der Region. Das sichere Merkmal bei PIA ist die Flagge mit Halbmond und Stern am Leitwerk plus das AP-Kennzeichen. Die private pakistanische Airblue fliegt ebenfalls mit AP-Kennzeichen, aber mit blauem Markenauftritt und einer reinen Airbus-Flotte.
PIA in Europa spotten
Weil PIA in Europa nur wenige Ziele bedient, ist jede Sichtung etwas Besonderes. Die verlässlichsten Chancen hast du an diesen Flughäfen:
Paris-Charles de Gaulle: Seit Januar 2025 das erste und wichtigste EU-Ziel. Am riesigen Flughafen Paris-Charles de Gaulle bist du auf gute Planung angewiesen, weil die Pisten weit auseinanderliegen. Tipps zu Standorten findest du im Planespotting-Guide für Paris-CDG.
Manchester: Seit Oktober 2025 mit Flügen aus Islamabad. Der Flughafen Manchester ist bei Spottern beliebt, weil der Runway Visitor Park direkt an der Piste liegt – ideale Bedingungen für eine 777 im Endanflug. Mehr dazu im Planespotting-Guide Manchester.
Weitere Ziele: Strecken nach London und in weitere europäische Städte waren vor 2020 Standard und werden wieder diskutiert. Ob sie aktuell geflogen werden, siehst du nur im tagesaktuellen Flugplan.
Gute Chancen auf PIA, wenn …
- du in Paris oder Manchester spottest und der Flugtag laut Plan passt
- du den Flug vorher im Tracker unter dem ICAO-Code PIA gefunden hast
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Spotterberichten aus der Zeit vor 2020 planst
- eine neue Strecke nur angekündigt, aber noch nicht im Buchungssystem ist
- PIA gerade geleaste Fremdflugzeuge einsetzt
Eher kein PIA-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – reguläre PIA-Linienflüge nach Deutschland gibt es derzeit nicht
Wie selten eine PIA-777 in deinem Logbuch wirklich ist, hängt stark von deinem Heimatflughafen ab. Der Artikel Wie selten ist meine Sichtung? hilft dir bei der Einordnung.
Fotografieren in Pakistan
Wer PIA in Pakistan selbst fotografieren will, sollte vorsichtig sein: An vielen Flughäfen der Region gelten strenge Regeln, und militärische Mitnutzung ist verbreitet. Informier dich vorher über die lokale Lage und fotografiere nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Häufige Verwechslungen
- PIA und Airblue gleichsetzen – beide fliegen mit AP-Kennzeichen, Airblue ist aber eine private Airline mit blauem Markenauftritt und reiner Airbus-Flotte.
- Das Verbot für die EU-Flugsicherheitsliste halten – rechtlich war es eine Aussetzung der TCO-Genehmigung durch die EASA.
- Jede PIA-777 als 777-300ER notieren – die kürzeren 777-200ER und 777-200LR sind in der Flotte mindestens genauso wichtig.
- Die 777-200LR mit der 777-200ER verwechseln – achte auf die angeschrägten Flügelspitzen der LR.
- Geleaste Flugzeuge als PIA-Eigentum notieren – bei Wet-Lease-Flügen fliegt eine fremde Maschine unter PK-Flugnummer. Halte Betreiber und Kennzeichen getrennt fest.
- Alte Streckenkarten vertrauen – das europäische Netz von vor 2020 gibt es so nicht mehr.
PIA im Blick behalten
Lass dich bei Anflug oder Landung einer PIA-777 benachrichtigen, plan mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht am Spot und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Flughafen für die Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Pakistan International Airlines war einst Pionier in Asien, dann für Jahre aus Europa verbannt und steht heute als privatisierte Airline vor einem Neuanfang. Für Spotter heißt das: Die große grüne Flagge am Leitwerk ist zurück, aber noch selten genug, um jede Sichtung zu feiern. Wer Kennzeichen und 777-Version sauber notiert, hat eine Airline im Logbuch, deren Geschichte mehr hergibt als die meisten.
Kurzfazit
PIA (IATA PK, ICAO PIA) ist die Flag Carrier Pakistans mit Boeing-777-Langstrecke. Nach dem EASA-Verbot von 2020 bis 2024 fliegt sie wieder nach Paris und Manchester – erkennbar an der Flagge am Leitwerk und dem AP-Kennzeichen.
Zusammenfassung
- PIA erkennst du an der riesigen pakistanischen Flagge am Leitwerk und dem grün-goldenen Streifen am unteren Rumpf.
- In Europa begegnet dir PIA fast nur mit der Boeing 777 – eine Sichtung, die nach vier Jahren Pause wieder möglich, aber immer noch selten ist.
- Für das Logbuch zählen das AP-Kennzeichen und die genaue 777-Version; die 777-200LR ist dabei der Leckerbissen.
- Strecken und Flottenstand ändern sich nach der Privatisierung spürbar – prüf vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Pakistan International Airlines?
Der IATA-Code von PIA ist PK, der ICAO-Code PIA. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „PAKISTAN“. Die Flugzeuge tragen pakistanische Kennzeichen mit dem Präfix AP-.
Warum durfte PIA nicht nach Europa fliegen?
Im Juni 2020 setzte die europäische Flugsicherheitsagentur EASA die Betriebsgenehmigung von PIA als Drittlandbetreiber aus. Hintergrund war die Affäre um verdächtige Pilotenlizenzen in Pakistan, die nach dem Absturz von Flug PK8303 im Mai 2020 öffentlich wurde. Die EASA bezweifelte, dass die pakistanische Luftfahrtbehörde ihre Aufsicht wirksam ausübt. Großbritannien zog mit einem eigenen Verbot nach.
Wann wurde das EU-Flugverbot für PIA aufgehoben?
Die EASA hob die Aussetzung am 29. November 2024 auf, nachdem sie die Aufsicht der pakistanischen Behörde wieder für ausreichend hielt. Am 10. Januar 2025 flog PIA zum ersten Mal wieder nach Europa, Ziel war Paris. Die britische Behörde gab PIA im Juli 2025 frei, die Flüge nach Manchester starteten im Oktober 2025.
Stand PIA auf der EU-Flugsicherheitsliste?
Nein, nicht im klassischen Sinn. Das Verbot lief über die Aussetzung der Drittlandbetreiber-Genehmigung (TCO) durch die EASA. Das ist ein anderes Verfahren als die EU-Flugsicherheitsliste, wirkte für PIA aber genauso: keine eigenen Flüge in die EU.
Welche Flugzeuge fliegt PIA?
Anfang 2026 umfasste die Flotte rund 35 Flugzeuge: Boeing 777-200ER, 777-200LR und 777-300ER für die Langstrecke, Airbus A320 für Inland und Golfregion sowie einige ATR 42-500 für kleinere Inlandsflughäfen. Dazu kommen zeitweise geleaste Maschinen; laut Flottenübersichten stehen auch geleaste Boeing 787-9 auf der Liste. Der neue Eigentümer will die Flotte deutlich vergrößern.
Wo kann ich PIA in Europa spotten?
Gesichert sind Paris-Charles de Gaulle, wohin PIA seit Januar 2025 wieder fliegt, und Manchester mit Flügen aus Islamabad seit Oktober 2025. Weitere Ziele in Großbritannien und Europa sind angekündigt oder im Gespräch. Weil sich das Netz gerade stark verändert, prüf den aktuellen Flugplan, bevor du losfährst.
Ist PIA privatisiert?
Ja, zum großen Teil. Im Dezember 2025 erhielt ein Konsortium um die pakistanische Arif Habib Corporation den Zuschlag für 75 Prozent der Anteile. Anfang 2026 kündigte die Gruppe an, auch die restlichen Anteile übernehmen zu wollen. Davor war PIA über Jahrzehnte ein Staatsunternehmen.
Was hat PIA mit Emirates zu tun?
PIA half 1985 beim Start von Emirates mit technischer und administrativer Unterstützung. Heute ist Emirates um ein Vielfaches größer und ein direkter Konkurrent im Verkehr zwischen Pakistan, dem Golf und Europa.
Pakistan International Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypBoeing 777-200LR
Kurzer 777-Rumpf, lange schräge Flügelspitzen, riesige GE90-Triebwerke: Die 777-200LR Worldliner ist Boeings Ultralangstrecken-Spezialistin und flog 2005 einen Weltrekord. So erkennst du die seltene Variante.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypATR 42-500
Mit der ATR 42-500 bekam der kleine ATR-Turboprop Mitte der Neunziger Sechsblatt-Propeller, stärkere Triebwerke und eine neue Kabine. So erkennst du sie und trennst sie von älteren und jüngeren ATR 42.
FlugzeugtypBoeing 707-320 Intercontinental
Vier Triebwerke unter gepfeilten Flügeln, ein spitzer Antennendorn auf der Seitenflosse und Platz für den Nordatlantik: Die 707-320 Intercontinental war die erste echte Langstrecken-707. Als Airliner ist sie Geschichte – als AWACS, Tanker und Museumsstück lebt sie weiter.
Weitere Airlines
Airblue
Private Linienairline aus Pakistan mit Sitz in Islamabad: kleine, reine Airbus-Flotte der A320-Familie, Inlandsnetz zwischen Karatschi, Lahore und Islamabad und viele Flüge an den Golf.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
NetzwerkTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
NetzwerkAir India
Indiens Flag Carrier gehört seit 2022 wieder zur Tata-Gruppe, hat 2024 Vistara übernommen und baut die Flotte mit A350, 787 und A320neo-Familie radikal um – mit neuer Bemalung und vielen Übergangs-Liveries.
NetzwerkQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
NetzwerkBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
Wo du Pakistan International Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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