Das Wichtigste in Kürze
- SalamAir ist die Low-Cost-Airline des Oman mit Sitz und Drehkreuz in Maskat; den ersten Linienflug gab es im Januar 2017.
- Codes: IATA OV, ICAO OMS, Rufzeichen „MAZOON“.
- Die Passagierflotte besteht aus A320neo und A321neo – eine durchweg moderne Flotte der neo-Generation.
- Die sechs Embraer E195-E2 sind bestellt, aber nicht ausgeliefert: Die Übernahme wurde wegen der Triebwerke verschoben.
- In Europa ist Wien das bekannteste Ziel; München stand zeitweise im Netz.
Inhaltsverzeichnis
- 1.SalamAir im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: A320neo-Familie statt gemischtem Park
- 4.Die E195-E2: bestellt, aber nicht im Einsatz
- 5.A320neo oder A321neo? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du SalamAir erkennst
- 7.Netz und Geschäftsmodell
- 8.SalamAir in Wien spotten
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | OV |
|---|---|
| ICAO-Code | OMS |
| Rufzeichen | MAZOON |
| Drehkreuze | MCT |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Kurz- und Mittelstrecken ab Maskat |
| Sitz | Maskat, Oman |
| Gegründet | 2016, erster Linienflug am 30. Januar 2017 (Maskat–Salalah) |
| Eigentümer | Ursprünglich die staatsnahe Investmentgesellschaft ASAAS; laut Berichten übernahm die Regierung von Oman im März 2026 eine Mehrheit von 90 Prozent |
| Drehkreuz | Maskat (MCT), dazu Salalah (SLL) als zweiter Schwerpunkt |
| Allianz | keine; Codeshare mit Oman Air |
| Flotte (Stand August 2025) | Sechs Airbus A320neo und neun A321neo, dazu ein inaktiver A321-Frachter (P2F) |
| Bestellung | Sechs Embraer E195-E2 (2022 fest bestellt, 135 Sitze geplant), Auslieferung wegen Triebwerksfragen verschoben |
| Kennzeichen | Omanische Registrierung mit A4O- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich SalamAir?
- Omanisches Kennzeichen mit A4O- am Rumpfende
- Schriftzug „SalamAir“ am Rumpf
- Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320neo-Familie im Passagierdienst – A320neo und die längere A321neo
- Große Triebwerke und Sharklets an den Flügelspitzen: typische Merkmale der neo-Generation
- Flugnummer beginnt mit OV, auf dem Tracker steht OMS
- Im Funk meldet sich die Crew als „MAZOON“
Wenn in Wien eine A320neo mit omanischem Kennzeichen über die Schwelle kommt, ist das sehr wahrscheinlich SalamAir. Die Low-Cost-Airline aus Maskat ist noch jung, fliegt eine der modernsten Flotten der Golfregion und gehört trotzdem zu den Airlines, die viele Spotter in Mitteleuropa noch nicht im Logbuch haben. Diese Seite zeigt dir, woran du sie erkennst, welche Flugzeuge sie wirklich einsetzt und was es mit den bestellten Embraer-Jets auf sich hat.
Seltene Gäste im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – auch die eine SalamAir, die nur ein paarmal pro Woche kommt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
SalamAir im Überblick
SalamAir ist die Low-Cost-Airline des Sultanats Oman mit Sitz und Drehkreuz in Maskat. Die Gründung geht auf eine staatliche Ausschreibung zurück: Die omanische Luftfahrtbehörde suchte 2015 einen Betreiber für eine günstige Airline, Anfang 2016 bekam die Investmentgesellschaft ASAAS den Zuschlag. Hinter ASAAS stehen staatliche Fonds, die Stadtverwaltung von Maskat und mehrere Pensionsfonds.
Das erste Flugzeug landete am 18. November 2016 in Maskat – bewusst am omanischen Nationalfeiertag. Den Linienbetrieb nahm SalamAir am 30. Januar 2017 auf, mit Flügen zwischen Maskat und Salalah im Süden des Landes. Einen Monat später folgte mit Dubai die erste internationale Strecke. Anfangs flog SalamAir dort den neuen Flughafen Dubai World Central an, wechselte im Oktober 2017 aber zum zentralen Flughafen Dubai International.
Seitdem ist die Airline stark gewachsen. Das Netz reicht heute von der Golfregion über Pakistan, Indien und Bangladesch bis nach Südostasien, Ostafrika und Europa. Eine Allianz-Mitgliedschaft gibt es nicht, wohl aber ein Codeshare-Abkommen mit dem staatlichen Netzwerk-Carrier Oman Air. Laut Berichten hat die Regierung des Oman im März 2026 eine Mehrheit von 90 Prozent an SalamAir übernommen – beide Airlines stehen damit dem Staat nahe, bleiben aber getrennte Marken.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code OV: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln, Tickets und in Flugplänen.
- ICAO-Code OMS: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen MAZOON: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Das Rufzeichen ist eine kleine Besonderheit. Mazoon ist ein historischer Name für das Gebiet des heutigen Oman – die Airline nutzt also nicht ihren Markennamen, sondern einen Bezug zur Landesgeschichte. Wer mit einem Scanner den Funkverkehr mithört, muss deshalb auf „MAZOON“ achten, nicht auf „SalamAir“. Wie die Funkstellen vom Vorfeld bis zur Anflugkontrolle zusammenhängen, erklärt der Beitrag zu Delivery, Ground, Tower und Approach.
Verwechslungsgefahr besteht mit Oman Air. Beide kommen aus Maskat, beide tragen das Präfix A4O-, aber die Codes unterscheiden sich klar: Oman Air fliegt als WY beziehungsweise OMA, SalamAir als OV beziehungsweise OMS.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern erscheint SalamAir meist mit OMS und der Flugnummer. Taucht OMA auf, ist es Oman Air. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll einsetzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: A320neo-Familie statt gemischtem Park
SalamAir setzt im Passagierdienst ausschließlich auf die neo-Generation der Airbus-A320-Familie. Das macht die Airline für Spotter übersichtlich – und für die Typbestimmung trotzdem interessant, weil es zwei Rumpflängen gibt. Laut Flottenübersichten sah die Flotte im August 2025 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A320neo | 6 | 180 | Kürzere Version, Notausgänge nur über dem Flügel |
| Airbus A321neo (inkl. A321LR) | 9 | einklassig, Zahl je nach Quelle unterschiedlich | Deutlich längerer Rumpf, zusätzliche Türen vor und hinter dem Flügel |
| Airbus A321P2F (Fracht) | 1 | – | Umgebauter Passagierjet, laut Flottenlisten inaktiv |
| Embraer E195-E2 | 6 bestellt | 135 geplant | Bisher nicht ausgeliefert |
Die A320neo war anfangs das Rückgrat der Flotte. Seit September 2021 fliegt SalamAir auch die längere A321neo – als erste Airline im Oman. Mit ihrer größeren Kapazität eignet sie sich besonders für die längeren Strecken nach Europa oder Südostasien. Laut Flottenübersichten sind zudem weitere A320neo bestellt. Hersteller beider Typen ist Airbus.
Ganz am Anfang sah das anders aus: Von 2017 bis 2020 flog SalamAir drei geleaste A320 der ersten Generation, die zuvor bei der LATAM-Gruppe im Einsatz waren. Diese Maschinen sind historisch – wer heute eine SalamAir-A320 mit kleinen Triebwerken findet, hat sehr wahrscheinlich ein altes Foto vor sich.
Eine Ausnahme ist der Frachter: Im Oktober 2022 begann SalamAir mit einem umgebauten A321-Frachter (P2F) einen eigenen Frachtbetrieb. In aktuellen Flottenlisten wird das Flugzeug als inaktiv geführt.
A321neo von SalamAir auf der Wunschliste?
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Die E195-E2: bestellt, aber nicht im Einsatz
SalamAir wird oft mit der Embraer E195-E2 in Verbindung gebracht. Das ist richtig – aber nur auf dem Papier. 2022 bestellte die Airline sechs Maschinen fest bei Embraer, dazu kamen Optionen auf sechs weitere. Vorgesehen war eine Zwei-Klassen-Kabine mit 135 Sitzen – deutlich kleiner als eine A320neo.
Die ersten Auslieferungen waren für Ende 2023 vorgesehen. Daraus wurde nichts: Anfang 2025 berichtete das Branchenportal ch-aviation, dass SalamAir die Übernahme auf 2026 oder 2027 verschiebt. Hintergrund sind die Getriebefan-Triebwerke PW1900G von Pratt & Whitney. Embraer selbst empfahl laut dem Bericht, mit der Übernahme zu warten, bis eine verbesserte Version der Triebwerke verfügbar ist, die mit Staub und Sand in Nahost besser zurechtkommt.
Stand Oktober 2026 sind keine Auslieferungen belegt. Für Spotter heißt das: Eine E195-E2 in SalamAir-Farben ist aktuell kein realistisches Ziel. Sollte sie doch auftauchen, wäre es eine echte Erstsichtung.
Achtung Verwechslung
Wer die E2 einmal live gesehen hat, erkennt sie an den großen Triebwerken, dem hohen Fahrwerk und den langen, schlanken Flügeln. Wie du die Generationen der E-Jets auseinanderhältst, zeigt der Vergleich Embraer E170 bis E195-E2 unterscheiden. Die erste Generation, die E195, hat SalamAir nie geflogen.
A320neo oder A321neo? So unterscheidest du sie
Weil SalamAir nur eine Flugzeugfamilie fliegt, ist die Längenfrage die spannendste Bestimmung am Spot. Beide Typen haben die großen neo-Triebwerke und Sharklets, beide sehen von vorn fast gleich aus.
Das spricht für die A321neo
- Deutlich gestreckter Rumpf, der Flügel wirkt im Verhältnis weiter vorn
- Zusätzliche Türen vor und hinter dem Flügel (je nach Konfiguration teils deaktiviert)
- Auf Trackern als A21N geführt
- Wird eher auf langen Strecken wie nach Europa eingesetzt
Das spricht für die A320neo
- Kompakter Rumpf mit kurzem Abstand zwischen Flügel und Heck
- Notausgänge über dem Flügel, keine zusätzlichen Türen davor oder dahinter
- Auf Trackern als A20N geführt
- Häufig auf kürzeren Strecken in der Golfregion
Ob du eine neo oder eine ältere ceo vor dir hast, erkennst du am schnellsten an den Triebwerken: Die neo-Triebwerke sind sichtbar dicker und reichen näher an den Boden. Mehr Details findest du im Guide A320neo oder ceo?.
Woran du SalamAir erkennst
Der verlässlichste Hinweis ist eine Kombination aus mehreren Merkmalen. Kein einzelnes Detail reicht sicher aus, zusammen ergeben sie aber ein klares Bild:
- Kennzeichen A4O-: Das ist das Nationalitätszeichen des Oman. Es sagt dir das Land, nicht die Airline – auch Oman Air nutzt es. Welche Präfixe zu welchem Land gehören, steht in der Übersicht Länderkennungen von Flugzeugen.
- Schriftzug „SalamAir“ am Rumpf.
- Nur A320neo-Familie: Eine Boeing oder ein Großraumjet mit A4O-Kennzeichen ist nicht SalamAir.
- Tracker-Code OMS und Flugnummer mit OV.
Typ bestimmen
A320neo oder A321neo mit großen Triebwerken und Sharklets – passt zur SalamAir-Flotte.
Kennzeichen lesen
A4O- verrät den Oman. Damit bleiben im Wesentlichen SalamAir oder Oman Air.
Tracker abgleichen
OMS bestätigt SalamAir, OMA wäre Oman Air.
Sauber notieren
Typ, Kennzeichen und Spot getrennt festhalten – so bleibt die Sichtung später eindeutig.
Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Sonderbemalungen von SalamAir sind selten belegt; falls du eine findest, lohnt sich ein Blick in den Guide Special Liveries finden.
Netz und Geschäftsmodell
SalamAir folgt dem bekannten Low-Cost-Prinzip: eine einheitliche Flugzeugfamilie, eine Kabinenklasse auf den meisten Flügen und Zusatzleistungen wie Gepäck, Sitzplatzwahl oder Essen gegen Aufpreis. Wie dieses Modell insgesamt funktioniert, liest du im Beitrag Wie Billigflieger funktionieren.
Anders als viele europäische Low-Cost-Airlines arbeitet SalamAir aber mit einem klaren Drehkreuz. Fast alle Strecken beginnen oder enden in Maskat. Dazu kommt Salalah im Süden als zweiter Schwerpunkt, vor allem für Inlandsflüge und die Sommersaison, wenn Salalah wegen des Monsunwetters ein beliebtes Ziel in der Golfregion ist.
Die Ziele lassen sich grob in Gruppen einteilen:
- Golfregion und Nahost: etwa Dubai, Städte in Saudi-Arabien und im Irak
- Südasien: zahlreiche Ziele in Pakistan, Indien und Bangladesch, dazu Colombo
- Südostasien: etwa Bangkok, Phuket und Medan
- Afrika: unter anderem Nairobi und Kigali
- Europa und Umgebung: Wien, Istanbul und je nach Saison weitere Ziele wie Trabzon oder Baku
Das Netz ist stark von der politischen Lage in der Region abhängig. Im Oktober 2026 meldet SalamAir zum Beispiel ausgesetzte Iran-Flüge und Streichungen nach Saudi-Arabien. Einzelne Ziele wie München werden in aktuellen Streckenlisten als eingestellt geführt. Verlass dich deshalb nie auf alte Streckenkarten.
Im regionalen Wettbewerb triffst du SalamAir vor allem auf Air Arabia, flydubai, flynas und Jazeera Airways. Wie sich diese Billigflieger von den großen Golf-Carriern unterscheiden, zeigt der Beitrag Emirates, Qatar Airways, Etihad.
SalamAir in Wien spotten
Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist Wien die beste Adresse. Im Sommerflugplan 2026 stand die Strecke Maskat–Wien laut Berichten dreimal pro Woche im Plan, und auch auf der SalamAir-Website wird Wien als Ziel beworben. Weil es sich um wenige Umläufe pro Woche handelt, lohnt sich gezielte Planung statt Zufall.
Gute Chancen auf SalamAir, wenn …
- du den Flugplan des Flughafens Wien vorher geprüft hast
- der Flug laut Tracker bereits mit OMS unterwegs ist
- du Betriebsrichtung und Spot auf die Ankunftszeit abstimmst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Berichten aus früheren Saisons planst – Strecken wechseln oft
- Winterflugplan gilt und die Strecke womöglich ausgedünnt ist
Eher kein SalamAir-Tag, wenn …
- du in München oder an einem anderen deutschen Flughafen auf die frühere Verbindung hoffst
In Wien bieten sich der Spotterhügel und die Besucherterrasse an. Welcher Spot passt, hängt von der Betriebsrichtung ab – wie du die einschätzt, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Für die Lichtplanung hilft dir der Planetrack-Sonnenstand-Planer, und den Ablauf von Sommer- und Winterflugplan erklärt der Beitrag zum IATA-Flugplanwechsel.
Wer SalamAir in ihrer Heimat sehen will, fliegt nach Maskat. Der Flughafen (IATA MCT, ICAO OOMS) liegt in Seeb, rund 32 Kilometer vom alten Stadtzentrum entfernt, hat zwei parallele Pisten von rund vier Kilometern Länge und seit März 2018 ein großes neues Terminal. Dort siehst du SalamAir und Oman Air nebeneinander. Tipps für die Reiseplanung liefert der Beitrag Planespotting im Urlaub; für die Mittagshitze am Golf lohnt sich ein Blick in Hitzeflimmern vermeiden.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Gerade im Ausland gelten oft strengere Regeln für das Fotografieren an Flughäfen. Was in Deutschland erlaubt ist, erklärt Ist Planespotting erlaubt? – informier dich vor einer Reise zusätzlich über die Vorschriften vor Ort.
Häufige Verwechslungen
- SalamAir mit Oman Air verwechseln – beide kommen aus Maskat und tragen A4O-, aber Codes und Flotte unterscheiden sich: OV/OMS gegen WY/OMA.
- Auf eine E195-E2 hoffen – die Embraer-Jets sind bestellt, aber bisher nicht ausgeliefert.
- Eine alte A320 als aktuell notieren – die drei A320 der ersten Generation flogen nur von 2017 bis 2020.
- A320neo und A321neo verwechseln – die Länge und die zusätzlichen Türen entscheiden.
- Rufzeichen „SALAMAIR“ erwarten – im Funk heißt es „MAZOON“.
- München für ein aktuelles Ziel halten – die Strecke wird derzeit als eingestellt geführt; Wien ist die realistischere Chance.
SalamAir im Blick behalten
Lass dich benachrichtigen, wenn eine SalamAir oder ein bestimmtes Kennzeichen anfliegt, und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot in der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
SalamAir ist eine junge, schnell gewachsene Low-Cost-Airline mit klarer Linie: Drehkreuz Maskat, Flotte aus A320neo und A321neo, ein Netz zwischen Golf, Südasien und Europa. Die E195-E2 gehört bisher nur auf dem Papier dazu. Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist Wien der beste Ort, die Airline zu erwischen – mit etwas Planung wird aus dem seltenen Gast ein fester Eintrag im Hangar.
Kurzfazit
SalamAir (IATA OV, ICAO OMS, Rufzeichen MAZOON) ist die Low-Cost-Airline des Oman mit reiner A320neo-Familie. Die bestellten E195-E2 sind noch nicht ausgeliefert, und in Mitteleuropa ist Wien dein bester Spot.
Zusammenfassung
- SalamAir erkennst du an der A320neo-Familie, dem OV in der Flugnummer, dem ICAO-Code OMS und dem omanischen Kennzeichen-Präfix A4O-.
- Das Netz reicht von der Golfregion über Pakistan, Indien und Südostasien bis nach Ostafrika und Europa.
- Die E195-E2 sind seit 2022 bestellt, fliegen bei SalamAir aber bisher nicht – Stand Oktober 2026 liegen keine belegten Auslieferungen vor.
- Im deutschsprachigen Raum ist Wien der wahrscheinlichste Ort für eine SalamAir-Sichtung.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat SalamAir?
Der IATA-Code von SalamAir ist OV, der ICAO-Code OMS. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „MAZOON“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist OMS plus Flugnummer, auf Anzeigetafeln dagegen OV.
Welche Flugzeuge fliegt SalamAir?
Im Passagierdienst ausschließlich Airbus der A320neo-Familie. Laut Flottenübersichten (Stand August 2025) sind es sechs A320neo mit 180 Sitzen und neun A321neo. Dazu kommt ein umgebauter A321-Frachter, der als inaktiv geführt wird. Zum Start 2017 flog SalamAir noch drei geleaste A320 der ersten Generation, die bis 2020 ausgemustert wurden.
Fliegt SalamAir die Embraer E195-E2?
Bestellt ja, im Einsatz nein. SalamAir hat 2022 sechs E195-E2 fest bestellt, mit Optionen auf sechs weitere. Ursprünglich sollten die ersten Maschinen Ende 2023 kommen. Anfang 2025 berichtete ch-aviation, dass die Übernahme auf 2026 oder 2027 verschoben wird, weil Pratt & Whitney die PW1900G-Triebwerke für staubige Bedingungen in Nahost noch verbessert. Belegte Auslieferungen sind Stand Oktober 2026 nicht bekannt.
Gehört SalamAir zu Oman Air?
Nein, SalamAir ist eine eigenständige Airline. Beide arbeiten aber per Codeshare zusammen, und laut Berichten aus dem März 2026 hat die Regierung des Oman 90 Prozent an SalamAir übernommen. Damit stehen beide Airlines dem Staat nahe, treten aber mit eigenen Marken und Codes auf: Oman Air fliegt als WY/OMA.
Fliegt SalamAir nach Deutschland oder Österreich?
Österreich ja: Wien steht im Sommerflugplan 2026 mehrmals pro Woche im Netz. München wurde früher angeflogen, wird in aktuellen Streckenlisten aber als eingestellt geführt. Prüf vor dem Spotten immer den aktuellen Flugplan, weil sich das Netz bei SalamAir häufig ändert.
Was bedeutet das Rufzeichen MAZOON?
Mazoon ist ein historischer Name für das Gebiet des heutigen Oman. Das Rufzeichen knüpft also an die Herkunft der Airline an. Für Spotter ist es vor allem im Funk wichtig: Wer den Tower oder Approach mithört, hört „MAZOON“ statt „SalamAir“.
Wo liegt das Drehkreuz von SalamAir?
Am Flughafen Maskat (IATA MCT, ICAO OOMS) in Seeb, rund 32 Kilometer vom alten Stadtzentrum entfernt. Dort ist auch Oman Air zu Hause. Salalah im Süden des Landes ist der zweite Schwerpunkt im Netz.
SalamAir im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
Oman Air
Die nationale Airline des Sultanats Oman: Drehkreuz Maskat, reine Boeing-Flotte aus 787 und 737 MAX, seit 2025 oneworld-Mitglied und mit Frankfurt, München und Zürich auch im deutschsprachigen Raum unterwegs.
Low-CostAir Arabia
Die Low-Cost-Pionierin der arabischen Welt: Air Arabia fliegt ab Sharjah ausschließlich Airbus A320 und A321, hat Töchter in drei Ländern und landet seit Dezember 2025 auch in München.
Low-Costflydubai
Die zweite Airline aus Dubai: flydubai fliegt ausschließlich Boeing 737, verbindet Dubai mit über 125 Zielen und taucht im deutschsprachigen Raum vor allem in Salzburg und Basel auf – ein Fall für gezielte Spotting-Ausflüge.
Low-Costflynas
Saudi-Arabiens erste Low-Cost-Airline aus Riad: fast reine Airbus-A320neo-Flotte, ein paar A330 für Spitzen wie die Pilgersaison und saisonale Flüge nach Europa – auch nach Wien, Salzburg und Berlin.
Low-CostJazeera Airways
Kuwaits private Low-Cost-Airline: reine Airbus-A320-Familie, ein einziges Drehkreuz am Flughafen Kuwait mit eigenem Terminal und ein Netz vom Nahen Osten bis nach Südasien.
StaatsflugRoyal Flight of Oman
Der VIP-Flugdienst des omanischen Königshofs: Seit 1974 fliegt die Royal Flight of Oman den Sultan und seine Delegationen – mit Boeing 747-8 BBJ, 747-400, Airbus A320, ACJ319, Gulfstream G550 und Hubschraubern, alle in Weiß mit rot-grünen Zierstreifen und A4O-Kennzeichen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
Wo du SalamAir vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
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